Was tun bei sexueller Belästigung?

Von sexueller Belästigung betroffene Personen erhalten Beratung und Unterstützung durch Vertrauenspersonen. ​Gegen belästigende Personen werden interne Sanktionen ergriffen.

Kontakte

Fühlen Sie sich oder fühlt sich jemand in Ihrer Umgebung sich betroffen oder haben Sie Zweifel, ob eine sexuelle Belästigung vorliegt, helfen die von der BFH bestimmten Ansprechpersonen weiter. Sie können sich aber auch an eine Beratungsstelle wenden oder die Schlichtungskommission anrufen.

 

Extern

Eine speziell ausgebildete externe Ansprechperson steht Betroffenen, aber auch Dritten, die von sexueller Belästigung wissen, für Beratung und Unterstützung zur Verfügung:


Pia Thormann
lic.phil. Psychologin und Fachpsychologin für Psychotherapie FSP, Beratungsstelle der Berner Hochschulen
Erlachstr. 17
CH-3012 Bern
T +41 31 635 24 35
E-Mail

 

Den Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung steht neu seit 1. November 2009 eine neue Dienstleistung  zur Verfügung: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Beratung und Unterstützung bei Verdacht auf sexuelle Belästigung suchen,  können sich verwaltungsextern an die Telefonnummer 044 787 73 71 wenden und werden von erfahrenen Fachpersonen psychologisch und juristisch beraten. Bei Bedarf kann auch ein persönliches Gespräch stattfinden. Diese Beratung ist vertraulich und kostenlos. Sie wird in deutscher und französischer Sprache angeboten.

 

Intern

Weitere Ansprechpersonen sind die Beauftragten für Chancengleichheit der Departemente. Die Ansprechpersonen unterstehen der Schweigepflicht und unternehmen keine Schritte ohne Ihre ausdrückliche Einwilligung.

 

Schlichtung bei Konflikten nach dem Gleichstellungsgesetz

Betroffene können sich auch an die kantonale Schlichtungskommission gegen Diskriminierung im Erwerbsleben (SKDE) wenden. Sie können gemäss Art. 5 Abs. 1 des Gleichstellungsgesetzes (GIG) im Begehren geltend machen, dass die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz verboten, unterlassen, beseitigt und - bei andauernder Belästigung - festgestellt wird. Kommt eine Einigung zwischen den Parteien - d.h. zwischen einer sexuell belästigenden Person und der Berner Fachhochschule - zustande, ist diese Einigung durchsetzbar wie ein gerichtliches Urteil.

 

Kantonale Schlichtungskommission gegen Diskriminierungen im Erwerbsleben
T +41 31 633 75 11

E-Mail
Webseite

Definition

Als sexuelle Belästigung gilt jede Verhaltensweise mit sexuellem Bezug, die von einer Seite unerwünscht ist und die Personen aufgrund ihres Geschlechts herabwürdigt.

 

Sexuelle Belästigung kann unterschiedliche Formen annehmen, zum Beispiel:

 

  • anzügliche und peinliche Bemerkungen,
  • sexistische Sprüche und Witze,
  • vorzeigen, aufhängen oder auflegen von sexistischem Material,
  • Körperkontakte und aufdringliches Verhalten, wiederholte unerwünschte Einladungen,
  • Annäherungsversuche, die mit Versprechen von Vorteilen oder Androhen von Nachteilen einhergehen.

 

Erpressung oder Erzwingen sexueller Beziehungen, körperliche Übergriffe, Nötigung und Vergewaltigung fallen unter das Strafgesetz. Interne Sanktionen bleiben auch in diesen Fällen vorbehalten.

 

Reaktion

Haben Sie den Mut, «nein» zu sagen, wenn Sie sich sexuell belästigt fühlen! Und machen Sie sich keine Selbstvorwürfe. Sie sind nicht verantwortlich für das Fehlverhalten anderer. Egal, ob gegenüber Vorgesetzten, Dozierenden, Kolleginnen und Kollegen oder Mitstudierenden: zeigen Sie Ihr Unbehagen! Sie haben das Recht dazu. Denn es geht um die Achtung Ihrer persönlichen Grenzen, um Ihren Schutz am Arbeits- und Studienplatz.

 

Rasch handeln und negative Folgen vermeiden

Die Folgen sexueller Belästigung auf die psychische und physische Gesundheit können schwerwiegend sein. Indem Sie rechtzeitig handeln, schützen Sie sich in Ihrer persönlichen Integrität. Damit vermeiden Sie negative Folgen für Ihren beruflichen Werdegang und in Ihrer persönlichen Entwicklung. Sie helfen mit, Vorfälle sexueller Belästigung an der Berner Fachhochschule zu unterbinden, verhindern Arbeitsausfälle, sowie schlimmstenfalls Kündigungen.

Missverständnisse

Sexualität ist Teil unseres Lebens. Nicht jeder Flirt, jede zufällige Berührung, jeder lockere Spruch am Arbeits- oder Studienplatz ist daher grundsätzlich als «sexuelle Belästigung» zu werten. Doch stellt sich immer wieder die Frage, wo die gegenseitigen Grenzen liegen, die es zu respektieren gilt.

 

Die BFH will allen, Frauen und Männern, die gleichen Voraussetzungen bieten, ihre persönliche Integrität zu wahren und sich beruflich zu entwickeln. Mitarbeitende und Studierende, die wegen ihres Geschlechts diskriminiert und in ihrer Integrität verletzt werden, können ihre Energie nicht mehr unbelastet für ihre Aufgaben einsetzen.

 

Belästigt werden bedeutet, nicht mehr als Persönlichkeit wahrgenommen zu werden, als Person, die ausdrückt: Nein, diese Form der Kommunikation und des Miteinanderumgehens mag ich nicht. Neben der individuellen sexuellen Belästigung ist die kollektive sexuelle Belästigung verbreitet. Frauen trifft es als soziale Gruppe, wenn ein schlüpfriger Witz am Pausentisch erzählt wird oder wenn eine herablassende Bemerkung über Frauen ganz allgemein fällt.

 

Die BFH duldet keine sexuelle Belästigung. Denn alle Mitarbeitenden und Studierenden haben das Recht auf ein belästigungsfreies Arbeits- und Studienumfeld. Die BFH, insbesondere Mitarbeitende mit Vorgesetztenfunktion übernehmen die Verantwortung für ein belästigungsfreies Klima.

Weitere Anlaufstellen

Lantana, Fachstelle für Opferhilfe bei sexueller Gewalt für betroffene Frauen und Drittpersonen

Aarbergergasse 36, CH-3001 Bern

T +41 31 313 14 00

E-Mail

Webseite

 

Fachstelle gegen Gewalt (für Männer)

Ev.-ref. Kirchgemeinde Biel-Stadt, Ring 4, CH-2502 Biel

T +41 32 322 50 30

E-Mail

 

INFRA Bern, Frauenberatungsstelle

Bollwerk 39, CH-3011 Bern

T +41 31 311 17 95

E-Mail

Webseite

 

Schlichtungskommission gegen Diskriminierung im Erwerbsleben

T +41 31 633 75 11

E-Mail
Webseite

 

Fachstelle gegen Gewalt an Frauen

Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann

Webseite

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Kontakt

Dr. Sibylle Drack

Leiterin Chancengleichheit

T +41 31 848 33 35

E-Mail

 

Pia Thormann

Beratungsstelle der Berner Hochschulen

T +41 31 635 24 35

E-Mail

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