Social Media zur sozialen Integration nutzen

14.03.2012

Inwiefern nutzen 60-75-jährige Internetnutzer Online-Communities wie Facebook, Wikipedia oder Seniorweb? Und weshalb nutzen sie sie – oder eben nicht? Diese Fragen beantwortet die aktuelle Studie, die die Berner Fachhochschule im Rahmen des EU-Forschungs- und Entwicklungsprojekts «Third Age Online» zusammen mit der Agentur Zeix publiziert hat.

 

Ältere Internetnutzer haben es schwer, wenn sie sich einer Online-Community anschliessen möchten: Gravierende Usability-Hürden und fehlende Bekanntheit der Angebote machen es aufwändig, den Einstieg zu finden. Einmal dabei, fehlt es oft an Erklärungen zum Prinzip der Community oder das Erstellen eines eigenen Beitrags ist schlicht zu mühsam.

 

Konnten diese Barrieren überwunden werden, zeigte sich, dass nicht das Alter entscheidend für die Nutzung einer Online Community ist. Vielmehr zählt die Verbindung zum eigenen Alltag. Alle aktiven Nutzer haben in «ihrer» Community einen ganz persönlichen Nutzen gefunden: Ein Hobby, einen Kontakt zu Freunden in der Ferne, eine persönliche Aufgabe. Die Studienergebnisse weisen zudem darauf hin, dass sozial weniger gut integrierte Personen grössere Schwierigkeiten mit der Teilnahme in Online Communities haben als sozial gut integrierte Personen.

 

Die Empfehlungen der Studienautoren richten sich nicht nur an die Community-Betreiber. Gerade auch Familien, Freunde, Vereine sowie werbetreibende Unternehmen und die Medien sind gefragt, um die soziale Integration von Personen im «dritten Alter» zu fördern. Ein deutsches Management-Summary sowie die komplette Studie auf Englisch ist auf der Website des Projektes «Third Age Online» kostenlos erhältlich.

Seite drucken
efqm