Löcher in der Reisschüssel stopfen - Südostasien

23.11.2011

Eine Gruppe von Reisspezialisten aus elf Ländern arbeitet mit Tausenden von Bauern um die Reiserträge zu steigern. Zwei Dozierende in tropischer Landwirtschaft der Schweizerischen Hochschule für Landwirtschaft SHL haben soeben eine externe Evaluation dieser Arbeit abgeschlossen.

 

Reis ist ein Grundnahrungsmittel von 2.7 Milliarden Menschen in Asien. In den letzten 40 Jahren hat sich die Produktion verdoppelt, doch das ist nicht genug. In den nächsten Jahren sind beträchtliche Produktionssteigerungen nötig, mit weniger Land, weniger Wasser und weniger Schaden für die Umwelt.

 

Die Bedürfnisse, das Wissen und das Feedback der Bäuerinnen und Bauern steuern den Forschungsprozess.Das ist genau das Ziel des Irrigated Rice Research Consortium, das die führenden Reisforscher und Beratungsfachleute aus elf Reisländern und des internationalen Reisforschungsinstituts zusammen bringt – mit Unterstützung der DEZA (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit).

 

Gemeinsam entwickeln sie Ansätze für eine nachhaltige Steigerung der Produktivität – häufig Entscheidungshilfen für Kleinbauern. Zum Beispiel benutzen Bäuerinnen und Bauern via ihr einfaches Mobiltelefon ein Computerprogramm, um die optimale Düngung für jedes ihrer Reisfelder zu bestimmen – und profitieren so von 20 Jahren intensiver Forschung. Sie lernen und entdecken Schädlings-Nützling-Beziehungen im Reisfeld in «Farmer Field Schools», um weniger Pestizide einzusetzen. Oder sie pflanzen ein Plastikrohr in ihr Reisfeld, um den Wasserstand unter Boden zu beobachten, wenn sie wassersparend bewässern.

 

«Fast eine Million Bäuerinnen und Bauern wenden bereits Technologien an, die vom Konsortium entwickelt wurden, jede verbessert das Einkommen um einige hundert Dollar» sagt Urs Scheidegger, einer der Evaluatoren und Leiter der Abteilung Masterstudien an der SHL.

 

Weitere Informationen:

Capitalising Experiences on the Research-Extension Interface: Forging Strategic Alliances for Innovation

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