BFH an der internationalen Tagung der frankophonen Welt

Die Bildungszusammenarbeit zwischen Gabun und der BFH war Thema an der internationalen Tagung der frankophonen Welt, die vom 6. bis 10. Juli in Bern stattfand. Vorgestellt wurde die Zusammenarbeit, die 2011 startete, von Célestine Bâ Oguewa, frühere Bildungsministerin von Gabun. Die BFH war mit einem Stand in der Wandelhalle präsent.

Bildung für alle: Herausforderung und Chance für die frankophone Welt
Im Mittelpunkt der 41. Jahrestagung der Parlamentarischen Versammlung der Frankophonie (APF), die dieses Jahr in der Schweiz durchgeführt wurde, stand eine der grössten Herausforderungen für die frankophone Welt: der allgemeine Zugang zu Bildung. Eines der zentralen Themen war die Berufsbildung, speziell das duale Bildungssystem der Schweiz. Das duale System, das durch die Kombination von theoretischem Unterricht in der Schule und praktischer Ausbildung im Unternehmen die Auszubildenden besonders gut auf die Berufswelt vorbereitet, ist für die APF ein möglicher Ansatz, um die im frankophonen Raum sehr hohe Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Erwähnt wurden in diesem Zusammenhang zwei Projekte, in denen die Schweiz bereits mit frankophonen Ländern zusammen arbeitet. Einerseits eine Vereinbarung mit dem Senegal, welche die Vermittlung schweizerischen Know-hows im Bereich der dualen Bildung an Senegal vorsieht. Andererseits die Zusammenarbeit der BFH mit Gabun, ein Berufsbildungsprojekt, das den Aufbau einer nachhaltigen Forstwirtschaft mit hoher Wertschöpfung zum Ziel hat.

Erfolgreiche erste Phase wird 2016 abgeschlossen
Die erste Phase der 2011 gestarteten Bildungszusammenarbeit mit Gabun schliesst Ende 2016 ab und weist schöne Erfolge aus: Neben dem EMBA Berufsbildungsmanagement in der Holzwirtschaft, der Gabunesischen Lehrkräften das duale Bildungssystem vermittelt, werden in Biel heute junge Gabuner und Gabunerinnen zu Technikern und Holzingenieurinnen ausgebildet. Sie sollen in Zukunft eine tragende Rolle in der Holzwirtschaft und Ausbildung vor Ort übernehmen. Parallel zu den Aktivitäten in der Schweiz wird auch in Gabun intensiv an der Umsetzung der Bildungsreform gearbeitet. Bereits gestartet sind drei duale Ausbildungsklassen für die Berufe Schreiner und Säger, weitere Berufe befinden sich in Vorbereitung.

Während der zweiten Phase der Zusammenarbeit (2016–2021) wird der Fokus noch stärker auf die Aktivitäten in Gabun gelegt. In den kommenden Jahren wird die nach Schweizerischem Vorbild aufgebaute Höhere Fachschule in Bouée ihren Betrieb aufnehmen und Holztechniker ausbilden. Die gestarteten dualen Berufsausbildungen sollen weiter ausgebaut und institutionalisiert werden. So soll es möglich werden, dass der zentralafrikanische Staat, der über grosse Tropenholzvorkommen verfügt, den Rohstoff Holz nachhaltiger nutzen und ihn – anstelle des Rundholzexports – im eigenen Land weiterverarbeiten kann.

Die Gabunische Abgeordnete Célestine Bâ Oguewa, frühere Bildungsministerin Gabuns, während ihrer Rede im Parlament.
Der Stand der BFH in der Wandelhalle des Bundeshauses.
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