Mobilität | China

Dank einer Zusammenarbeit der Schweizer Fachhochschulen und Huawei, hatten wir die Gelegenheit China zu besuchen. Im Rahmen des Modules «Global ICT» verbrachten wir 13 Tage in dem aufstrebenden Land, das wir mit dem Flugzeug von Zürich über Hong Kong erreichten.

In Hong Kong angekommen begaben wir uns in den Bus, wo wir unseren Touristenführer trafen. Dieser zeigte uns in den kommenden Stunden die Metropole. Am Abend verliessen wir Hong Kong bereits und reisten in die Volksrepublik China ein*. In Shenzhen bezogen wir das Hotel, wo wir für die Dauer unseres Aufenthaltes unterkamen.   
Am nächsten Tag konnten wir den Hauptsitz von Huawei besuchen. Dort wurden in diversen Präsentationshallen die modernen Lösungen, sowie die Geschichte von Huawei vorgestellt. Wir erhielten auch einen Eindruck der schieren Grösse des ganzen Komplexes der neben Kantinen, Büros und Arbeitsstätten auch Wohnhäuser umfasst. In den kommenden Tagen wurde uns von verschiedenen Führungspersonen von Huawei deren Aufgaben und Verantwortlichkeiten näher gebracht. Dabei konnten wir unser Wissen zu Themen wie Personalführung, Informationssicherheit und Marketing erweitern. Diese Vorträge ermöglichten uns einen Einblick in die Arbeitswelt und –kultur die in China herrschen. Ein Höhepunkt war der Besuch einer Fertigungsanlage ausserhalb von Shenzhen. In der hochmodernen Anlage werden verschiedene Netzwerkkomponenten von Menschen und Robotern gefertigt.   
Am Mittag durften wir jeweils zusammen mit den Huawei Angestellten in den riesigen Kantinen speisen. Diese Anlagen verpflegen tausende Mitarbeiter pro Mahlzeit. Abends besuchten wir verschiedene Restaurants, wo uns lokale Spezialitäten serviert wurden. Kulinarisches Highlight war aber der Besuch in der VIP-Kantine von Huawei mit vielen delikaten Speisen und exzellenter Bedienung. Auch ausserhalb der Essenszeiten haben wir vieles über die chinesische Kultur lernen dürfen, so zum Beispiel beim Besuch der Licht und Wassershow zum Thema Umweltverschmutzung. Ausserdem hatten wir die Möglichkeit den lokalen Fake-Market zu besuchen. Auf diesem Markt konnten Fälschungen von allen erdenklichen Markenartikel erworben werden.  

 

Am Donnerstag dann ging es weiter nach Shanghai. Nach einer traditionellen Tee-Zeremonie begaben wir uns auf einen Spaziergang entlang dem «Bund» von wo aus sich ein spektakulärer Anblick auf die Skyline von Shanghai bietet. Am Freitag dann besuchten wir das Huawei Research and Development Center in Shanghai. Ursprünglich in 1994 mit einem kleinen Team gestartet arbeiten dort nun über 10'000 Angestellte. Huawei rechnet der Forschung einen hohen Stellenwert zu und investiert über 10 Prozent des Umsatzes in diesen Bereich. Dementsprechend fiel auch die letzte Präsentation aus in deren Verlauf wir unter Anderem über Huaweis Pläne zu 5G informiert wurden.   
In Shanghai besuchten wir ausserdem das Schweizer Konsulat und die swissnex. Auch hier gab es wieder Vorträge zu hören, diesmal allerdings aus einer völlig anderen Perspektive. Experten aus den jeweiligen Gebieten informierten uns über diplomatische Beziehungen zwischen der Schweiz und China, aber auch über rechtliche Hürden und darüber, wie wirtschaftliche Beziehungen angegangen werden können.   
Nachdem wir den Samstag damit verbracht hatten in den Gruppen an unseren Präsentationen und Abschlussberichten zu arbeiten, hatten wir den Sonntag zur freien Verfügung. Dies erlaubte uns, die pulsierende Weltstadt auf eigene Faust zu erkunden. Shanghai beeindruckt nicht nur durch seine schiere Grösse und Einwohnerzahl sondern auch durch die moderne Infrastruktur, die spektakulären Bauten und die kulturelle Vielfalt. Wir nutzten die Chance um uns auch die Gebiete ausserhalb des touristischen Mainstream anzugucken.
Am Montag dann hielten wir gruppenweise unsere Präsentationen, in Beisein einer Huawei Führungskraft. Hier war es denn auch, wo uns die Zertifikate überreicht wurden. Für einige Teilnehmer unserer Expedition war es nun an der Zeit sich auf die Heimreise zu begeben. Für den Rest von uns stand als letzter offizieller Punkt ein Kochkurs auf dem Programm. Eine Gelegenheit sich selbst zu versuchen an der Zubereitung der Speisen die wir die letzten 10 Tage genossen hatten.   Bevor es dann über Hong Kong und London zurück nach Zürich ging, hatten wir erneut einen Tag lang Zeit uns ins Stadtleben von Shanghai zu begeben.

 

BSc in Informatik

 

 

 

* Hong Kong gehört seit 1997 zur Volksrepublik China, hat aber bis 2047 weiterhin Britisches Recht, eine eigene Polizei und eine kontrollierte Grenze die die Stadt vom Rest der Volksrepublik trennt.

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