Der haptische Raum

Der zweite Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Architektur HS 2019 von Maya Scheibler, MA in Architecture FHNW, widmet sich dem Thema «Der haptische Raum».

19.11.2019, 17:15 Uhr bis 19.11.2019 – Gebäude B Foyer, Pestalozzistrasse 20, Burgdorf

Steckbrief

  • Startdatum 19.11.2019, 17:15 Uhr
  • Enddatum 19.11.2019
  • Ort Gebäude B Foyer, Pestalozzistrasse 20, Burgdorf
  • Kosten kostenlos

Der haptische Raum

Dienstag, 19. November 2019, 17.15 Uhr

Maya Scheibler, MA in Architecture FHNW
Professorin für Architektur und Entwurf BFH
Scheibler & Villard, Architekten MA FH SIA, Basel

Schliessen Sie Ihre Augen und versuchen Sie, sich im Raum, in dem Sie sich gerade befinden, fortzubewegen. Automatisch werden Sie ihre Hände ausstrecken. Sie werden sich darauf konzentrieren, auf welch andere Sinne Sie zählen können. Über die Oberfläche, die Temperatur, den Geruch und die Akustik der verschiedenen Materialien eines Raumes lässt sich eine Architektur erahnen, die sich nicht nur auf das Visuelle beschränkt sondern auch andere Dimensionen der Wahrnehmung zulässt.

Ein Beispiel von Scheibler & Villard Architekten zeigt, wie aus der Anforderung, ein Heim für Taubblinde Menschen zu entwerfen, eine multisensorische Umgebung mit einer eigenen Gestaltungssprache entstehen kann.

Vortragsreihe Architektur HS 2019

Raum prägt
 

«Das zentrale Problem der Architektur ist der Raum, der den Menschen an Leib und Seele gesund erhält.»
(Justus Dahinden, Architekt)

Architektur vermag es, alle Sinne anzuregen. Über unseren Körper erleben wir Raum und Form und verorten diese über die Haptik in die reale Welt. Haptik ist für den Menschen äusserst wichtig, da der Tastsinn, im Gegensatz zu den anderen Sinnen, nicht ausgeschaltet werden kann. Die haptische Erfahrung ist komplementär zur Visuellen, die die Dinge abstrakt aufnimmt und verarbeitet.

In einer immer stärker digitalisierten Welt werden Fragen zur taktilen Wahrnehmung und ihrer Auswirkung auf Mensch und Raum eine Dringlichkeit.

Die Vortragsreihe des Herbstsemesters 2019/20 geht diesen Fragen nach und öffnet ein breites Spektrum zum Umgang und dem Einsatz von Materialien und deren Wahrnehmung.