Detail

Obwohl ökologisch, kann das papierlose Studium noch nicht begeistern

20.01.2014

Laptops sind aus dem Studienalltag nicht mehr wegzudenken; E-Books und Tablet-PCs wie das iPad haben an den Hochschulen Einzug gehalten. Auch Unterrichtsmaterialien werden über Websites und E-Learning-Umgebungen schon lange digital angeboten. Folglich könnte das Studium auf einen papierlosen Betrieb umgestellt werden, was aus ökologischer Sicht sinnvoll wäre. Die meisten Studierenden möchten ihre Unterlagen aber weiterhin auf Papier nutzen. Dies zeigt eine Studie aus dem Institut Unternehmensentwicklung der Berner Fachhochschule.

 

Die Studie behandelt zuerst den Einfluss, den E-Books und Tablet-PCs auf die Ökologie haben: Es wird evaluiert, ob der Gebrauch dieser Geräte umweltfreundlicher ist als die Verwendung der Unterlagen auf Papier. Dabei wurde auch der Gebrauch von Recycling-Papier betrachtet. Als Schlussfolgerung lässt sich feststellen, dass der Gebrauch von EBooks und Tablet-PCs im Rahmen eines Studiums ökologischer ist als die Abgabe der entsprechenden Informationen auf Papier. Dies betrifft sowohl den CO2-Ausstoss als auch den Energieaufwand. Der Grund ist, dass bei einem Hochschulstudium recht viel Papier verbraucht wird.


Also wurde anhand einer empirischen Umfrage unter 730 Studierenden der Berner Fachhochschule eruiert, ob die Studienunterlagen in Zukunft nur noch in elektronischer Form genutzt werden sollen. Das Resultat ist ernüchternd: Lediglich 40% der Studierenden können sich vorstellen, allfällige Zusatzunterlagen ausschliesslich in elektronischer Form zu nutzen und nur ein Viertel der Studentinnen und Studenten wären damit einverstanden, dass Lehrbücher durch papierlose Lernressourcen ersetzt werden.


Die Umfrage umfasste so unterschiedliche Studienrichtungen wie Architektur, Sport und Gesundheit. Es fällt auf, dass die Resultate je nach Studienrichtung recht unterschiedlich ausfallen. Generell sind die Studierenden der Ingenieurswissenschaften wie Technik und Informatik eher bereit, auf einen papierlosen Studienbetrieb umzusteigen als die Studierenden aus anderen Disziplinen.


Des Weiteren fällt auf, dass Zusatzunterlagen (wie beispielsweise Vorlesungsskripte) laut den Studierenden eher durch elektronische Dokumente ersetzt werden können als Lehrbücher. Die Studierenden schätzen sowohl die Haptik eines Buches als auch dessen Charakter als Nachschlagewerk. Zudem wird die Tatsache, dass Bücher und Studienunterlagen mit Handnotizen, Markierungen und Verweisen versehen werden können, als didaktischer Mehrwert geschätzt.


Auch die Wahlfreiheit ist den Studierenden wichtig – sie möchten individuell und selbst entscheiden können, ob sie ihre Lernunterlagen eher auf Papier oder elektronisch nutzen.

 

Die Studie basiert auf einer Bachelor-Abschlussarbeit, welche von Herrn Mark Preller und Herrn Stefan Zwahlen unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Grösser geschrieben wurde. Die vollständige Studie kann unter www.wirtschaft.bfh.ch heruntergeladen werden.

 

Kontakt und weitere Informationen:
Berner Fachhochschule, Fachbereich Wirtschaft
Institut Unternehmensentwicklung, Strategy and Simulation Lab
Prof. Dr. Stefan Grösser
Tel. Geschäft +41 31 848 34 54
E-Mail
Webseite

 

 

###ADDINFO_WRAP_B### ###TEXT_RELATED### ###NEWS_RELATED### ###TEXT_FILES### ###FILE_LINK### ###TEXT_LINKS### ###NEWS_LINKS### ###TEXT_RELATEDBYCATEGORY### ###NEWS_RELATEDBYCATEGORY### ###ADDINFO_WRAP_E###
###NEWS_IMAGE###
Seite drucken
efqm
efqm
HFKG