BFH-Tag 2013

BFH-Tag 2013

«Zeichen setzen» war das Motto des achten Berner Fachhochschultags (BFH-Tag) vom 22. Oktober 2013, an dem erstmals der neue Rektor, Prof. Dr. Herbert Binggeli, die rund 230 Gäste im Zentrum Paul Klee begrüsste. Die Referenten und die Teilnehmer der Podiumsdiskussion offenbarten ihre Visionen und erklärten, wann sie ein «Kreuz an die Decke malen». Der diesjährige Credit Suisse Award for Best Teaching an der BFH ging an das Projekt elop*. Zwischen den einzelnen Programmpunkten präsentierten Studierende der Hochschule für Künste ihr Können.

 

Prof. Dr. Herbert Binggeli, seit Juni 2013 Rektor der BFH, eröffnete den diesjährigen BFH-Tag im Auditorium des Zentrums Paul Klee. Die Gäste aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Verwaltung erfuhren von ihm, dass mit «Zeichen setzen» "etwas tun, um damit eine öffentliche Wirkung zu erzielen" gemeint ist. Die beiden nachfolgenden Referenten legten auch den Fokus auf dieses Motto.

 

Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver verwies auf die abgeschlossene Ausbauphase: «Die BFH hat ein Gesicht als vielfältige Institution mit unterschiedlichsten Ausbildungsgängen bekommen und weiss diese Breite dank Interdisziplinarität und interessanten Kooperationen auch als Stärke zu nutzen.» Der Erziehungsdirektor sprach die zukünftigen Reformen an, die zum Ziel haben eine grössere finanzielle Autonomie der Hochschule zu erreichen. Er hielt ausserdem fest, dass die beschlossene Standortkonzentration keineswegs nur auf den Neubau des Campus Biel/Bienne zu beschränken sei, sondern dass es gelte, für die BFH als Ganzes die besten Lösungen zu finden.

 

Schulratspräsident Dr. Georges Bindschedler legte den Fokus auf die zentrale Bedeutung der Reputation für eine Fachhochschule. Er zeigte dem Publikum anhand der Aufgaben des Schulrates der BFH auf, wie dieser als Aushängeschild die Meinungsbildung aktiv unterstützen kann. Er erläuterte, welche Zeichen das strategische Leitungsgremium der BFH gesetzt hat und mit der eingeleiteten Strategieüberprüfung und dem einhergehenden Organisationsentwicklungsprozess noch setzen wird.

«Der Schatz der Schule sind seine Studierenden»

In der Podiumsdiskussion zu Gast waren Elmar Mock (Gründer und Managing Partner Creaholic SA), Xavier Dayer (Komponist und Studiengangsleiter Master of Arts Composition/Theory) und Thomas Gfeller (Verwaltungsratspräsident InnoCampus AG). Marina Villa moderierte die Diskussion, die einen breiten Spannungsbogen über das Motto des BFH-Tages setzte. Von Visionen, Kreativität und Strukturen sowie von der Gratwanderung zwischen Renovation - im übertragenen Sinne - und Innovation war die Rede.

 

In seinem Schlusswort attestierte der Rektor der BFH Stärke in der Lehre, der angewandten Forschung und Entwicklung, in der Innovation sowie im Wissens- und Technologietransfer. Gleichzeitig wies er auf die Standortproblematik hin. Er betonte, dass die Mitbewerber allesamt auf der Überholspur oder schon am Ziel angekommen sind. Die BFH müsse deshalb mit Hochdruck an einer Verbesserung der heutigen Situation weiter arbeiten, um nicht ins Hintertreffen zu geraten.

 

Talentierte Persönlichkeiten in Forschung und Kunst

Den diesjährigen Credit Suisse Award for Best Teaching hat das Projekt «elop*» aus dem Departement Architektur, Holz und Bau zur angewandten Transdisziplinarität gewonnen. Unter den 16 eingereichten Dossiers überzeugte das Projekt von Kathrin Merz, Key Portilla Kawamura und ihrem Team die Jurymitglieder aufgrund seiner zeitgemässen Kriterien von Hochschullehre, sowohl BFH-intern als auch international.

 

Für musikalische und dramaturgische Intermezzi sorgten Studierende der Hochschule der Künste Bern. Das Duo Little Wings interpretierte die Rolling Stones und The Doors auf ihre eigene Art und Weise. Die talentierte Sängerin Isabelle Ritter, welche Jeremias Keller am E-Bass begleitete, begeisterte mit einer unglaublichen Stimme. Vincent Heppner zeigte sein theatralisches Können in einer kurzen Darbietung über das alltägliche Leben. Er trug den Monolog «Das Prinzip Meese» von Oliver Kluck vor.

 

Zum Abschluss des Anlasses genossen die rund 230 Gäste im Foyer ein reichhaltiges Apéro des Restaurants Schöngrün.

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