«Zwischen Tradition und Moderne»

«Zwischen Tradition und Moderne»

Welche Herausforderungen stellen sich einer Bildungsinstitution im Spannungsfeld zwi-schen Tradition und Moderne? Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Berner Fachhochschultags. Rund zweihundert geladene Gäste folgten den Ausführungen von Hauptreferent Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver. Der Anlass fand auch dieses Jahr wieder im Zentrum Paul Klee statt.

 

Am 21. Oktober begrüsste Schulratspräsident Dr. Georges Bindschedler kurz nach 17.00 Uhr die geladenen Gäste zum Berner Fachhochschultag 2010.

 

«Tradition heisst nicht, die Asche bewahren,
sondern das Feuer weitergeben!»

Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver

 

Regierungsrat Dr. Bernhard Pulver hinterfragte in seinem Referat «Hochschulpolitik im Umbruch?!» kritisch die Notwendigkeit des Wandels. Dabei beleuchtete er vor allem die politischen Aspekte des Themas. Der Erziehungsdirektor betont, dass es angesichts der Konkurrenz im Fachhochschulbereich notwendig ist, einen grossen Schritt vorwärts in die Moderne zu machen. Gleichzeitig möchte er sich aber auch für Kontinuität einsetzen: «Tradition muss nicht das Bewahren der Asche bedeuten, es kann vielmehr auch das Weitergeben des Feuers heissen.»

 

In der anschliessenden Podiumsdiskussion diskutierten unter der Leitung von Moderatorin Regula Späni namhafte Vertreterinnen und Vertreter aus dem Aus- und Weiterbildungsbereich sowie aus dem Sektor Innovation zum Thema des diesjährigen BFH-Tags.

 

«Wir müssen unsere Traditionen pflegen und
uns gleichzeitig weiterentwickeln»

Rektor Dr. Rudolf Gerber

 

Im Rahmen der Veranstaltung wurde zum dritten Mal der «Credit Suisse Award for Best Teaching an der BFH» verliehen. Jürg Grunder, Professor für Architektur an der Berner Fachhochschule, wurde für seine besonderen Leistungen in der Lehre geehrt.

 

In seinem Schlussreferat hielt sich Rektor Dr. Rudolf Gerber an den deutschen Philosophen Carl Friedrich von Weizsäcker: «Tradition ist bewahrter Fortschritt, Fortschritt ist weitergeführte Tradition.» Für die BFH heisse dies, ihre vergleichsweise noch jungen Traditionen zu pflegen und gleichzeitig die Inhalte von Lehre und Forschung weiterzuentwickeln.

 

Beim anschliessenden Apéro in der Museumsstrasse fand der Berner Fachhochschultag 2010 einen gemütlichen Ausklang.

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