Von Generation zu Generation Über die Folgen fürsorgerischer Zwangsmassnahmen für Nachkommen

Schlussergebnisse des Nationalfonds-Projekts 76: Anhand biografischer Interviews geben wir Menschen eine Stimme, deren Eltern bis 1981 von Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen betroffen waren.

30.06.2022, 17.30–19.30 Uhr – Online

Die gesellschaftliche Aufarbeitung der bis in die 1980er Jahre praktizierten fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen hat zu einer grossen Auslegeordnung an Erkenntnissen geführt. Dank wissenschaftlichen Analysen, autobiografischen Zeugnissen und medialen Dokumentationen verstehen wir immer besser, wie diese Massnahmen stattgefunden haben, wie sie legitimiert wurden und welche biografischen Folgen sie für betroffene Menschen hatten und haben. Wie aber wirkten sie sich auf das Leben der nachfolgenden Generationen aus, also auf die Töchter und Söhne einst fremdplatzierter Menschen? Unser Forschungsteam hat diese Frage während drei Jahren bearbeitet und fast 30 Nachkommen interviewt. Sie erzählten uns von komplizierten Beziehungen zu ihren Eltern, von belasteten Kindheiten, aber auch von ihrem Streben nach familialer und ökonomischer Unabhängigkeit und dem Verhindern einer betroffenen Drittgeneration.

Ausgewählte Ergebnisse unserer Forschung präsentieren wir im Rahmen dieser Online-Abendveranstaltung.

Gemaltes Bild eines Fötus im Mutterleib
Bild: Manuela Betschart (2021)

Steckbrief

  • Startdatum 30.06.2022, 17.30–19.30 Uhr
  • Ort Online
  • Anmeldefrist 26.06.2022
  • Kosten Die Veranstaltung ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten.

An dieser Abendveranstaltung erwarten Sie:

  • Referate der Teammitglieder zu ausgewählten Forschungsergebnissen
  • Fachliche Einordnung der Ergebnisse für Fremdplatzierungen heute: Gespräch zwischen der Projektleiterin Andrea Abraham und Cornelia Rumo Wettstein, Geschäftsführerin YOUVITA
  • Fragerunde und Diskussion mit dem Publikum

Fachkräfte der Sozialen Arbeit und insbesondere aus der stationären Kinder- und Jugendhilfe, ehemals fremdplatzierte Menschen, Nachkommen ehemals fremdplatzierter Menschen sowie weitere interessierte Personen