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Theorie und Praxis verbinden

21.04.2016

Wie kein anderer Hochschultypus sind die Fachhochschulen prädestiniert, Theorie und Praxis zu verbinden. Die Berner Fachhochschule zeigte dies im Jahr 2015 in mehrfacher Hinsicht.

 

In ihrem Kernbereich, der praxisorientierten und forschungsbasierten Lehre, konnte die Berner Fachhochschule erneut ein gutes Ergebnis verzeichnen: Zum Herbstsemester 2015 entschieden sich wiederum rund 2000 junge Frauen und Männer für ein Bachelor- oder Masterstudium an der BFH. 

 

Praxisorientierung gestärkt

Die Orientierung der Lehre an Praxis und Arbeitsmarkt zeigte sich 2015 an vielen Beispielen: Curricula wurden überprüft und überarbeitet, so beispielsweise die Angebote im Bereich Konservierung und Restaurierung sowie der Studiengänge Architektur und Maschinentechnik, jeweils unter Beizug von Vertretern der jeweiligen Anspruchsgruppen aus der Privatwirtschaft. Die Anmeldezahlen bestätigen die Attraktivität der Angebote. 

 

Mehr als 900 Forschungspartner

Ganz im Zeichen von Praxis- und Partnerorientierung standen weiterhin auch die angewandte Forschung und Entwicklung. Wiederum vertrauten mehr als 900 Projektpartner aus Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft auf die Kompetenzen der BFH. Auch die 2015 etablierten, insgesamt sieben BFH-Zentren werden dazu beitragen, mithilfe innovativer Ansätze aus der Forschung praxistaugliche Lösungen für Partner zu finden. Mit der Bündelung vorhandener ausgewiesener Kompetenzen stärken sie die Themenführerschaft der BFH in ausgewählten Bereichen und repräsentieren sehr gut die Vielfalt der BFH und ihrer Forschung.

 

Verknüpfung von Lehre und Forschung

Die Ergebnisse der BFH-Zentren und der BFH-Forschung im Allgemeinen fliessen in die Lehre und Weiterbildung der BFH ein und tragen zur Aktualität und Praxistauglichkeit der Lerninhalte bei. Arbeitgebende und Studierende erwarten von der BFH zu Recht eine Praxisorientierung, die auch den Herausforderungen von morgen gewachsen ist. Die innovativsten Ansätze finden sich jedoch weder in Lehrbüchern noch in der betrieblichen Praxis. Sie müssen immer wieder neu gefunden werden. Deshalb gehört die anwendungsorientierte Forschung selbstverständlich zu den Aufgaben einer Fachhochschule. In der Auseinandersetzung mit Forschungsmethoden und –projekten trainieren Studierende die analytischen und  konzeptionellen Fähigkeiten, die sie für verantwortungsvolle Tätigkeiten in innovativen Umfeldern mit hoher Wertschöpfung benötigen. So trägt die Verknüpfung von Lehre und Forschung an der Berner Fachhochschule mittel- und langfristig zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft bei. 

 

Strategieprozess erfolgreich abgeschlossen

Die noch stärkere Verknüpfung der Leistungsbereiche Lehre, Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung ist eine der Stossrichtungen der neuen BFH-Strategie, welche der Schulrat 2015 verabschiedete. Ende Jahr beschloss die Fachhochschulleitung einen Massnahmenplan zu ihrer Umsetzung. Doch schon viele der Aktivitäten der BFH im Jahr 2015 standen im Zeichen der neuen Strategie und ihren vier Stossrichtungen. Die drei weiteren Stossrichtungen beinhalten: Einheit und Vielfalt als Mehrwert, Mitarbeitende und gesellschaftliche Verantwortung als Grundpfeiler und regionale Verankerung als Ausgangspunkt. 

 

Es wurden bestehende Kontakte mit Arbeitgebern, der Wirtschaft und den Hochschulpartnern am Platz Bern weiter verstärkt und institutionalisiert. So führte zum Beispiel das Departement WGS regelmässige Austauschtreffen mit Kaderpersonen der Abnehmerbranchen ein. Zwei der BFH-Zentren sind in den Bieler Innocampus integriert, Tür an Tür mit den Forschungsabteilungen innovativer Unternehmen. Als Beitrag zur Linderung des Fachkräftemangels im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) startete die BFH eine Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule mit dem Ziel der Sensibilisierung der Volksschullehrpersonen für die technischen Berufe. 

 

Schwerpunkte 2016: Akkreditierung und Strategie

Neben der Umsetzung der Strategie wird die institutionelle Akkreditierung 2016 ein Tätigkeitsschwerpunkt der BFH sein. Am 1. Januar 2015 trat das Hochschulförderungs- und -koordinationsgesetz HFKG in Kraft. Das Bundesgesetz sieht eine obligatorische institutionelle Akkreditierung vor. Während bisher im Rahmen der Programmakkreditierung einzelne Studiengänge betrachtet wurden, werden die Hochschulen nun als gesamte Institutionen akkreditiert. Der Akkreditierungsprozess für die BFH startete im Spätsommer 2015 und wird rund zwei Jahre dauern. Synergien mit dem Strategieprozess können so optimal genutzt werden.

 

Gutes Betriebsergebnis

Finanziell gesehen blickt die BFH auf ein erfreuliches Geschäftsjahr zurück. Die Jahresrechnung schliesst zwar knapp negativ ab (CHF -0.22 Mio.), vor  Veränderung der Pensionskassenrückstellungen resultiert jedoch ein positives Betriebsergebnis von CHF 15.9 Mio. Die Erträge konnten um über CHF 8 Mio. gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden auf CHF 289 Mio. Das gute Betriebsergebnis ist neben den gesteigerten Erträgen auch auf ein effizientes Kostenmanagement sowie auf gewisse Sondereffekte wie die Auflösung von Rückstellungen zurückzuführen.

 

Auch die Anzahl Studierende auf Bachelor- und Masterstufe konnte gegenüber dem Vorjahr auf 6664 ausgebaut werden (Vorjahr 6598). Die Drittmittelerträge konnten gegenüber dem Vorjahr nochmals um CHF 0.7 Mio. auf CHF 34.0 Mio. gesteigert werden und die Bruttokosten der einzelnen Leistungsbereiche konnten um CHF 2.7 Mio. auf CHF 248.9 Mio. gesenkt werden. 

 

Der Geschäftsbericht ist ab dem 9. Mai 2016 online unter bfh.ch/publikationen verfügbar. 

 

Kontakt

Prof. Dr. Herbert Binggeli, Rektor der Berner Fachhochschule, T 031 848 33 10

Elisabeth Hasler, Leiterin Kommunikation der Berner Fachhochschule, T 031 848 33 40

  

bfh.ch/medien

bfh.ch/publikationen

 

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