Crashtests - Unfälle, die Leben retten

30.04.2019 Heute sind zwar alle Autos deutlich sicherer als früher. Dennoch gibts weiterhin dramatische Unterschiede. Deshalb empfiehlt sich vor dem Autokauf unbedingt ein Blick auf die Crashtest-Ergebnisse.

Obwohl bei Crashtests Unfälle «nur» simuliert werden, sind sie äusserst praxisnah und entscheidend für die Sicherheit der Fahrzeugentwicklung. Vor bald 30 Jahren führte das deutsche Fachmagazin «Auto, Motor und Sport» nicht den ersten, aber einen enorm schlagzeilenträchtigen Crashvergleich mit acht Oberklasse-Autos durch. Das erschütternde Ergebnis: Wären echte Insassen im Mercedes alle unversehrt geblieben, hätte im Fiat keiner überlebt. Das schlug Wellen und zwang viele Marken zum Nachbessern.

Deutlich verbesserte Sicherheit

Mit Erfolg. Heute ist das Sicherheitsniveau um Welten besser als noch vor Jahrzehnten. Ein Test des Schweizer Dynamic Test Centers (DTC) in Vauffelin BE ergab, dass der Fahrer nach dem Crash in einem 1994er Renault Twingo wohl schwer verletzt bis tot gewesen wäre, jedoch beim gleichen Testunfall in einem 2014er Twingo noch selbständig ausgestiegen wäre.

Gibts also keine Crashtest-Versager mehr? Doch! Der chinesische Hersteller JMC Jiangling versuchte etwa mit seiner Land-Rover-Kopie Landwind im Jahre 2005 auf dem europäischen Markt Fuss zu fassen, fiel aber beim ADAC-Crashtest mit vernichtenden Resultaten hochkant durch – und zog sich danach komplett aus Europa zurück. Und auch der Fiat Panda ist inzwischen zwar viel sicherer als früher, im letztjährigen Euro-NCAP-Crashtest war er aber das einzige Auto, das nicht mal einen von fünf Sicherheitssternen erreichte.

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