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Arbeitsbeginn für den grössten Elektrolaster der Welt

20.04.2018

Das grösste Elektroauto der Welt mit 58 Tonnen Leergewicht und 65 Tonnen Zuladung wurde am 20. April von in Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Wirtschaft und Politik auf den Namen „Lynx“ (deutsch: Luchs) getauft und nimmt kommende Woche im Steinbruch der Vigier Ciment seine Arbeit auf. Der in den vergangenen 18 Monaten konzipierte Elektromuldenkipper ist ein Beispiel für gelungene angewandte Forschung in der Schweiz: An der Planung und dem Aufbau wirkten im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft eDumper die Berner Fachhochschule (BFH), die NTB Interstaatliche Hochschule für Technik Buchs sowie das Materialforschungsinstitut Empa mit. Gefördert wird das Projekt vom Bundesamt für Energie (BFE).

 

Die gemeinschaftliche Forschungsarbeit der Schweizer Institute sorgt für gleich drei Weltrekorde. Der eDumper ist das grösste und stärkste batteriebetriebene Elektro-Radfahrzeug der Welt. Das Fahrzeug beeindruckt schon rein optisch: Der Fahrer erreicht seinen Arbeitsplatz über neun Treppenstufen; die Reifen des eMobils haben einen Durchmesser von knapp zwei Metern. Der umweltfreundliche eDumper wurde komplett neu aufgebaut auf Basis eines ursprünglich dieselbetriebenen Muldenkippers vom Typ Komatsu HD 605-7. Anstelle eines Dieseltanks beherbergt er nun die grösste je für ein Elektrofahrzeug hergestellte Batterie. Die Batterie mit Li-Ionen Zellen ist mit 4.5 Tonnen so schwer wie zwei komplette PKWs. Noch nie hat zudem ein vergleichbares Fahrzeug eine derart grosse Menge an CO2 einsparen können.

Wer bremst, gewinnt!

Der eDumper wird Kalk- und Mergelgesteine aus einem höher gelegenen Abbaugebiet in eine tiefergelegene Verarbeitungsanlage transportieren. Bei der voll beladenen Talfahrt werden die Batterien mittels Rekuperation der Bremsenergie geladen. Der so erzeugte Strom reicht nach vorläufigen Berechnungen für die unbeladene Rückfahrt bergauf ins Abbaugebiet weitgehend aus. Er wäre damit ein Null-Energie-Fahrzeug. Wie die Energiebilanz des eDumpers genau ausfällt, sollen Untersuchungen im Alltagsbetrieb während der nächsten Monate zeigen. Nicht nur die Konzeption des eDumpers geschah in der Schweiz, auch die schliesslich verbauten Komponenten stammen zum Teil von schweizerischen mittelständischen Unternehmen: der eigentliche Umbau erfolgte bei der Kuhn Schweiz AG in Lommis (TG) und Heimberg (BE).

 

Zur Medienmitteilung

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