Gute Zukunftschancen mit Photonik

12.03.2019 Photonik-Experten haben auf dem Arbeitsmarkt gute Zukunftschancen, denn das Potenzial der Optik in Kombination mit anderen Technologien ist noch lange nicht ausgeschöpft. An der Berner Fachhochschule können Studentinnen und Studenten umfassende Photonik-Kenntnisse erwerben.

Photonik

Wer sich an einer Fachhochschule für ein Photonik-Studium interessiert, hält sich viele Möglichkeiten offen: Er kann sich in Optoelektronik oder Bildverarbeitung, Lasertechnik, industrielle Beleuchtung und Lichttechnik, die Anwendung optischer Messgeräte für medizinische Diagnostik oder Sicherheitsüberwachung vertiefen. Neue Wege beim Studium der Photonik geht die Berner Fachhochschule für Technik & Informatik (BFH-TI). Im Gegensatz zur Ostschweiz, wo Photonik auf Bachelor-Ebene als Studiengang angeboten wird, sind Themen der angewandten Optik oder der Photonik wie Lasertechnologie oder optische Glasfasertechnologie an der Berner Fachhochschule für Technik & Informatik (BFH-TI) in bestehende Bachelor-Studiengänge eingeflochten.

 

Photonik vernetzt Disziplinen

«Wir haben an der BFH-TI darauf verzichtet, Photonik als Spezialisierung anzubieten. Wir betrachten Photonik als ‹Enabling Technology›, die in Kombination mit verwandten Technologien dem Anwender erlaubt, Riesensprünge punkto Leistung und Fähigkeiten zu erzeugen», erklärt Prof. Valerio Romano, Leiter der Gruppe Angewandte Fasertechnologie an der BFH-TI und Gruppenleiter Optische Fasern und Faserlaser-Lab an der Universität Bern. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Vertiefung Prozesstechnik in der Abteilung Maschinentechnik. «Hier stehen im 5. und 6. Semester sowohl additive Verfahren wie additives Manufacturing und 3-D-Druck mit Laser wie auch subtraktive Prozesse wie präzise Ablation mit Ultrakurzpulslaser im Vordergrund», sagt Prof. Roland Hungerbühler, Leiter Maschinentechnik an der BFH-TI Burgdorf. «Die Studierenden können in diesen zwei Semestern ihres Bachelor-Studiums gewonnene Erkenntnisse direkt anwenden. Mit dem Laser als Hauptwerkzeug lernen und üben sie in Theorie und Praxis, Metallteile aus Pulver zu generieren oder mit höchster Präzision zu bearbeiten », ergänzt Prof. Beat Neuenschwander, Leiter des Labors Laser Surface Engineerings. Für den Laserspezialisten Valerio Romano ist klar: «Diese Strategie schenkt zukünftigen Ingenieuren und Ingenieurinnen die bestmöglichen Berufschancen. Dank einer profunden Kenntnis einer traditionellen Disziplin öffnen sich innovative Wege mit Anwendungen modernster Photonik-Kenntnisse.»

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Fachgebiet: Ingenieurwesen + Technik