«Wir wissen auf den Millimeter genau, wie etwas aussehen soll»

05.08.2019 Zoe Ferrari schliesst an der Berner Fachhochschule BFH in Biel gerade ihren Bachelor of Science in Holztechnik ab, in der Vertiefung Process and Product Management PPM. Die 25-Jährige spricht über ihre Zusammenarbeit mit dem Künstler Thomas Hirschhorn.

Zoe Ferrari, was war im acht-köpfigen BFH-Studententeam Ihre Funktion beim Erstellen der Brücken für die Robert-Walser-Sculpture?
 

Zoe Ferrari:

Wir entwarfen die zwei Holzbrücken, berechneten ihre Statik und stellten sie auch selbst her. Als PPM-Absolventin war ich zuständig für die Kommunikation, Werbung und Sponsorensuche. Ein zweiter PPM-Student übernahm die Logistik und den Montageplan.

Wie verlief die Zusammenarbeit mit Thomas Hirschhorn, dem Künstler und Initiator der Skulptur?

Wir haben viel miteinander kommuniziert. Er ist ein interessanter Mensch, spricht mit einem Bundesrat genau gleich wie mit einem Obdachlosen. Auf professioneller Ebene ist er herausfordernd. Wir sind sehr «schweizerische» Studierende und wissen auf den Millimeter genau, wie etwas aussehen soll. Seine Kunst hingegen ist das Gegenteil.

Virtuoses Chaos?

Genau, und «leicht provisorisch». Doch wir haben uns gefunden und beide Seiten sind mit dem Resultat zufrieden.

Welche Emotionen löst die Skulptur bei Ihnen aus?

Soll ich ehrlich sein?

Zoe Ferrari
Zoe Ferrari

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