Georg Büchner-Preis für Lukas Bärfuss

09.07.2019 Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung verleiht den Georg-Büchner-Preis 2019 an den Schriftsteller und HKB-Dozenten Lukas Bärfuss. Die HKB freut sich sehr über die grosse Ehrung für Bärfuss, der im Studiengang Contemporay Arts Practice am Y-Institut unterrichtet.

Lukas Bärfuss, geboren 1971 in Thun, ist Dramatiker, Erzähler und Essayist. Seit 2017 unterrichtet Bärfuss, der in Zürich lebt, im spartenübergreifenden Y Institut und im Masterstudiengang Contemporary Arts Practice. Er lehrt zu Fragen wie den Grundlagen der Dramaturgie oder dem Verhältnis zwischen Political Correctness und der Freiheit der Kunst. Die HKB freut sich über diese hohe Auszeichnung für ihren Dozenten. Thomas Strässle, Leiter des Y Instituts, kommentiert die Ehrung für Lukas Bärfuss so: «Bärfuss gehört zu den unerschrockensten Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Er verfügt über die hohe Gabe, den Finger immer wieder auf den politisch wunden Punkt zu legen und daraus grosse Literatur zu machen.»

Als Erzähler debütierte Bärfuss 2002 mit der Novelle «Die toten Männer». Sein erster Roman «Hundert Tage» über den Völkermord in Ruanda erschien 2008. Wie dieser so fand auch sein zweiter Roman «Koala» aus dem Jahr 2014, in dem er den Suizid seines Bruders darstellerisch verarbeitet, grosses Echo in der Öffentlichkeit. 2017 erschien sein jüngster Roman «Hagard». Lukas Bärfuss tritt mit pointierten Essays und Debattenbeiträgen zum politischen Geschehen an die Öffentlichkeit. 2015 erschien sein Essayband «Stil und Moral», 2018 der Band «Krieg und Liebe». Zu den Auszeichnungen, die Lukas Bärfuss erhalten hat, zählen: 2005 Mülheimer Dramatikerpreis, 2008 Mara-Cassens-Preis, 2009 Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis, 2010 Hans-Fallada-Preis, 2013 Berliner Literaturpreis, 2014 Solothurner Literaturpreis, 2014 Schweizer Buchpreis, 2015 Nicolas-Born-Preis, 2016 Johann-Peter-Hebel-Preis, 2018 Preis der Literatour Nord.

Foto Lukas Bärfuss

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