Mehr Qualität im Gesundheitswesen durch Digital Health

17.07.2019 Am Berner SAQ-Abend zeigte Referent Daniel Zahnd, wie die Digitalisierung im Gesundheitswesen Einzug hält. Nebst den technologischen Megatrends sprach er auch über die Auswirkungen in der Gesellschaft.

Am Berner SAQ-Abend führte Daniel Zahnd, Studiengangleiter der Berner Fachhochschule für die Weiterbildungen zum MAS Digital Health in das Dreieck zwischen Patienten, Ärzten und Gesellschaft ein. 

Einfluss der Innovationen

Zahnd zeigte auf, wie die Medizin traditionellerweise stark von technischen Innovationen geprägt ist und führte als Beispiel die Beatmungstherapie mit der Eisernen Lunge auf: «Bis 1960
war die Kinderlähmung (Poliomyelitis) ein grosses Problem. Kinder, die diese Krankheit hatten und eine Zwerchfell-Lähmung erlitten, mussten beatmet werden gemäss dem damaligen Stand der Beatmungstechnik».
Daniel Zahnd zeigte ein Bild mit einem Krankensaal voller Patienten in Eisernen Lungen. Die Patienten wurden teilweise monatelang – bis die Lähmung der entsprechenden Muskulatur wieder verschwand – in einen luftdichten Stahlkörper gelegt, in dem eine mechanische Unterdruckbeatmung durchgeführt wurde. Daniel Zahnd, der auch auf Erfahrungen als Leiter Qualitätsmanagement in der Insel Gruppe zurückblickt, erklärte die Konsequenzen, wenn bei der Eisernen Lunge ein Leck auftauchte oder wenn der Strom ausfiel: «Dieser Fall war eine tödliche Bedrohung für die Patienten.» Eine Impfung gegen die Kinderlähmung war ab 1960 verfügbar, die nächste Innovation gegen diese Krankheit. In der Folge ging die Anzahl Krankheitsfälle stark zurück.

Smartphones für mündige Patienten

Als aktuelles Beispiel für die technologische Entwicklung nennt Daniel Zahnd das Smartphone: «Heute sind über 20 Sensoren in einem Smartphone eingebaut.» Mit diesen Sensoren können vielfältige Daten erhoben werden, die ein Monitoring des Gesundheitszustands erlauben. 

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Fachgebiet: Digital Health