eGov Fokus 1/2019: Offene Digitale Stadtkultur - Daten, Kreativität und Zusammenarbeit

Städte werden digital. Es ist absehbar, dass diese Entwicklung Städte nachhaltig verändern wird. Offene Daten, das Internet der Dinge, Augmented Reality, Transparenz und Bürgerpartizipation sind nur einige Aspekte der digitalen Stadt, die hierbei eine wichtige Rolle spielen. Was bedeutet das für die Art, wie wir leben, wie wir uns bewegen, wie wir arbeiten, und wie wir unsere Freizeit gestalten?

10.05.2019, 09:00-17:00 Uhr – Berner GenerationenHaus, Bahnhofsplatz 2, 3011 Bern

Dieser eGov Fokus zeigt auf, wie Städte diese Zukunft positiv gestalten können, und wie sie mit Hilfe von neuen Technologien das Potential besser nutzen können, das schon in ihnen, ihren Bewohnerinnen und Bewohnern, sowie der dort angesiedelten Firmen vorhanden ist. Es geht dabei um die Erhöhung der Lebensqualität für die Menschen in der Stadt, um die Erhöhung der sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Standortattraktivität, sowie einer verbesserten Resilienz in Bezug auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen. Internationale Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch bezüglich «good practices» sind dabei ein wichtiger Faktor für eine erfolgreiche Umsetzung, entsprechend bunt ist auch diese Veranstaltung aufgesetzt.

Zielpublikum

Die Veranstaltung ist eine Wissenstransfer-Veranstaltung des BFH-Zentrums Digital Society und wird vom E-Government-Institut organisiert. Sie richtet sich an Mitarbeitende der öffentlichen Verwaltung (Bund, Kantone, Städte und Gemeinden), an Politikerinnen und Politiker, an Dienstleister aus der Privatwirtschaft, an Projektleitende und -mitarbeitende sowie an praxisinteressierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

eGov Fokus 1-19

Steckbrief

  • Startdatum 10.05.2019, 09:00-17:00 Uhr
  • Ort Berner GenerationenHaus, Bahnhofsplatz 2, 3011 Bern
  • Anmeldefrist 05.05.2019
  • Status Anmeldungen offen
  • Kosten 290.- (regulär) / 240.- (Mitglied SwissICT) / 90.- (Studierende)

Kontakt

 

09:00 – 09:30

Begrüssungskaffee und Networking

09:30 – 09:40

Begrüssung - Dr. Ingrid Kissling-Näf 
Leiterin Departement Wirtschaft

09:40 – 10:05

Eröffnungsreferat, Prof. Dr. Reinhard Riedl, Leiter BFH-Zentrum Digital Society, Berner Fachhochschule
Titel: Virtuelle Stadtentwicklung – den urbanen Informationsraum gestalten

10:05 – 10:30

Dr. Petra Turkama
Director, Center for Knowledge and Innovation Research (CKIR), Aalto University

10:30 – 10:55

Nadine Grüninger
Projektleiterin und wissenschaftliche Mitarbeiterin
Kantons- und Stadtentwicklung
Fachstelle Grundlagen & Strategien, Präsidialdepartment des Kantons Basel-Stadt

 

10:40 – 11:15

Kaffeepause

10:15 – 11:30

Gerhard Hartmann
Chief Data Officer, Magistrat der Stadt WIen
Titel: Digitalisierung & Innovation in der Verwaltung am Beispiel von Wien

11:30 – 11:55

Prof. Dr. Alessia Neuroni
Berner Fachhochschule, Wirtschaft

11:55 – 12:10

Alec von Graffenried
Stadtpräsident von Bern

 

12:10 – 13:15

Networking-lunch

13:15 – 13:40

Matthias Stürmer
Berner Stadtrat, EVP

13:40 – 14:05

Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler
Direktor Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern und Vorstand Bibliosuisse

14:05 – 15:25

Themencafés

15:25 – 15:45

Kaffeepause

15:45 – 16:10

Output Themencafés

16:10 – 16:35

Abschlussreferat: Tom van Armann
Architect, urbanist and sustainable app developper (Vortrag auf Englisch)

16:35 – 16:50

Abschluss der Tagung

ab 16:50

Apéro

 

Prof. Dr. Reinhard Riedl

Leiter des BFH-Zentrums Digital Society

Berner Fachhochschule

Kurzbio:

Reinhard Riedl leitet das transdisziplinäre BFH-Zentrum «Digital Society» und ist Herausgeber des Wissenschaftsblogs www.societybyte.swiss sowie der Fachzeitschrift «eGov Präsenz». Er ist u.a. Präsident der Schweizer Informatik Gesellschaft und der IGNM Bern, Vizepräsident des eGovernment Symposiums Schweiz, Vorstandsmitglied von eJustice.ch, Mitglied des Leitungsausschüsse von TA-Swiss und NFP 75 «Big Data» und engagiert sich bei der SATW und im Gesundheitsforum Praevenire Seitenstetten für die vernünftige Digitalisierung des Gesundheitswesens.

Eröffnungsreferat: Virtuelle Stadtentwicklung – den urbanen Informationsraum gestalten

Wir kann die Smart City zur Steigerung der urbanen Lebensqualität beitragen? Wie kann die Smart City die Partizipation der Einwohner an der Stadtentwicklung fördern? Erhöhen Smartphone und Apps die Zugänglichkeit der Stadt und die Möglichkeiten der Einwohner, sich ihre Stadtteile anzueignen? Die traditionelle Stadtentwicklung konzentrierte sich auf die Wechselwirkung von gebautem Raum und sozialem Raum. Neu geht es in der Smart City um die Dreieckbeziehung zwischen gebautem Raum, sozialem Raum und Informationsraum. Der Vortrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Aspekte einer Smart City und eine Einführung in die Gestaltungsmöglichkeiten der erwähnten Dreiecksbeziehung. Er zeigt Chancen und Risiken, Gewinne und Verluste der Digitalisierung des urbanen Lebensraums auf. Dabei schlägt er eine Brücke zwischen klassischer Stadtentwicklung und Smart City Zeitgeist. Zentrale Themen sind das Datenfundament der offenen Stadt, Bürgerbeteiligung und Co-Creation, sowie das Spannungsfeld zwischen universeller Usability und Identität der Stadt.

Gerhard Hartmann

Chief Data Officer

Magistrat der Stadt Wien

Kurzbio:

Im Magistrat der Stadt Wien seit 1986. Seither im Rechenzentrum der Stadt Wien tätig. Dort alle Tätigkeiten durchwandert. Von Schichtdienst im Operating (VAX-VMS und PDP) weiter über Unix Betriebsführung hin zu Internet und Intranetdienste. Seit 2000 diverse Projekte im e-Government und seit 2012 im Smart City Umfeld. Seit 2011 Chief Data Officer von Open Government Data, Leiter diverser Kooperationsprojekte und Mitarbeiter der DACHLI OGD und Cooperation OGD Österreich. IT Verantwortlich für das EU Projekt Smarter Together und die daraus resultierende Datenplattform auf Fiwarebasis.

Referat: Digitalisierung & Innovation in der Verwaltung am Beispiel von Wien

Digitalisierung und Innovation sind die Treiber in der Gesellschaft. Auch die Verwaltung muss sich diesen Themen stellen und ihre Arbeitsweise entsprechend anpassen. Langwierige Prozesse und altgediente Arbeitsweisen gehören der Vergangenheit an. Die neuen Prozesse müssen hintefragt, optimiert und neu gedacht werden. Innovationen können auch scheitern und müssen einen entsprechenden Raum und Budget bekommen. Anhand von aktuellen bereit umgesetzten Projekten (Wienbot, Sag's Wien, mein.wien) und grossen neuen Programmen aus dem Umfeld Wien neu denken und Neues Arbeiten soll gezeigt werden, wo der Weg hingeht und wie man neue Projekte sinnvoll etabliert. Ein weiterer wichtiger Baustein sind Kooperationen und internes Datenmanagement. Es wird an Beispielen auch gezeigt, wie das in Wien umgesetzt wird.

Tom van Arman

Architect, urbanist and sustainable app developer

Founder & Director at Tapp

Kurzbio:

Tom van Arman is an architect & urbanist using open data, api’s & IoT solutions to create more social, sustainable & resilient cities. In 2010 he founded Tapp, an award winning agency enabling local governments and industries to become leaders in bottom up digital revolution. Using agile and lean start-up methodologies, Tapp works with public and private partners to rapid prototype solutions to solve urgent urban problems.

In 2018 he co-founded CITIXL (City Innovation Exchange Lab) to share solutions with municipal partners from around the world. By utilising living-labs, city officials can reduce risks and costs while empowering their citizens to co-create easy, simple and effective solutions for a more participatory process to think, create, share and nurture future cities.

Tom is also on the board of Appsterdam (a 3000+ maker community) organising hackathons and other tech-events for Amsterdam Economic Board and a curator for Amsterdam Smart City. He is also a regular guest lecturer at Hogeschool van Amsterdam (HvA), Vrij University (VU Amsterdam), The Council on International Educational Exchange (CIEE), EIT InnoEnergy & Wentworth Instutute of Technology (WIT - Boston).

Prof. Dr. Rudolf Mumenthaler

Direktor Zentral- und Hochschulbibliothek Luzern und Vorstand Bibliosuisse

 

Kurzbio:

Rudolf Mumenthaler ist seit 2017 Direktor der ZHB Luzern, zuvor war er von 2012-2017 Dozent für Bibliothekswissenschaft an der HTW Chur, von 2009-2012 Leiter Innovation und Marketing an der ETH-Bibliothek und von 1997-2008 Leiter Spezialsammlungen der ETH-Bibliothek. Er beschäftigt sich unter anderem mit aktuellen Trends in Bibliotheken und mit digitalen Strategien.

Referat: Die Rolle von Bibliotheken in Smart Cities

Die Digitalisierung stellt für beachtliche Teile der Bevölkerung eine grosse Herausforderung dar. Vielen Menschen – nicht nur, aber besonders auch älteren – wird der Zugang zu Dienstleistungen erschwert. Bibliotheken haben sich weltweit zum Ziel gesetzt, dass sie einen Beitrag zur Überbrückung dieses «digital divide» leisten wollen. Im Beitrag wird erläutert, was Bibliotheken zur Smart City beitragen können. Es werden aktuelle Projekte und Beispiele und der Stand der internationalen Diskussion vorgestellt.

Matthias Stürmer

Berner Stadtrat, EVP / Kurzbio

Dr. Petra Turkama

Director, Center for Knowledge and Innovation Research (CKIR), Aalto University