Georges Aperghis: Machinations (2000) FSP Interpretation

Was passiert, wenn sich vier Paare und eine Maschine auf der Bühne treffen? Erfahren Sie es bei der Aufführung von Georges Aperghis’ Machinations in einer neuen Version von Pierre Sublet.

01.05.2019, 16:00 / 20:00 Uhr – Festival Acht Brücken, Köln

Teaser Machinations

Seit seiner Uraufführung am IRCAM Paris im Jahre 2000 ist Machinations zu einer Ikone des aktuellen Musiktheaters avanciert. Was passiert, wenn sich vier Frauen (in unserer Version: vier Paare), eine Maschine und ein Computer auf der Bühne begegnen? Wir beobachten ihre Kommunikation und ihre gegenseitigen Reaktionen. Das Ganze verwandelt sich in ein grosses Spiel, ein sublimes Gedicht von 50 Minuten Dauer.

Machinations, eines der berührendsten Stücke von Georges Aperghis, stellt den Menschen und die Maschine in Zusammenhang, in Interferenz, in Gegenüberstellung, in amüsante und tragische Symbiose. Vier Paare formulieren Phoneme – Quelle aller Sprache – oder sie sagen Spielregeln auf, erzählen von der Entstehung von Automaten, von Maschinenmenschen. Vier Paare amüsieren sich, sie spielen: Schach, Würfel, Bridge, Gänsespiel. Der Computer komplettiert, widerspricht ihnen, greift ein. Mit Alan Turing, der im Stück zitiert wird, kann man fragen: «Können Maschinen denken?»

Vier Paare filmen und projizieren auf Bildschirmen «kleine Dinge» wie das Öffnen der Hände, das Zerknittern von Stoffen, die Entstehung von Wolken, die Platzierung von Zweigen. Diese kleinen Dinge stammen aus Urzeiten, sie existierten vor jeder Maschine. Und die Objekte und Bilder, die in den Bildschirmen aufscheinen, verweisen direkt auf die Gedichte und heften sich an die Beschreibungen der Maschinen.

Machinations war in den letzten 20 Jahren in der Version und Besetzung der Uraufführung an vielen Orten zu sehen. Seither wurde es aufgrund der grossen technischen Anforderungen nie mehr neu inszeniert. Die Hochschule der Künste Bern, wo Georges Aperghis zehn Jahre lang unterrichtete, wagt sich 2019 endlich an eine neue, mit aktueller Technologie ausgestattete Version.

Das Ensemble de Théâtre musical gehört zum Studiengang MA Music Composition and Creative Practice der Hochschule der Künste Bern. Dieser in Europa einmalige Studiengang wirft nebst anderen Aktivitäten einen neuen Blick auf die Geschichte der grossen Werke des Repertoires. So haben wir in den letzten Jahren etwa Staatstheater von Mauricio Kagel vorgestellt, Europera 2 von John Cage oder Happy Hour, Leve und Das Glashaus von Hans Wüthrich.

Mit: Chloé Bieri, Moritz Achermann, Maria Fernanda Rodrìguez, Corentin Barro, Katyhuska Robinson, Johannes Feuchter, Luciana Peyceré, Stanislas Pili, Mara Probst

Künstlerische Leitung: Pierre Sublet
Technische Leitung: Olivier Pasquet
Assistenz: Nemanja Radivojevic
Klangregie: Benoît Piccand
Assistenz Audio: Laurens Inauen

Steckbrief

  • Startdatum 01.05.2019, 16:00 / 20:00 Uhr
  • Ort Festival Acht Brücken, Köln
  • Kosten freier Eintritt