Bauen und Begreifen

Der erste Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Architektur HS 2019 von Friederike Kluge, Dipl.-Ing. Architektin, widmet sich dem Thema «Bauen und Begreifen».

05.11.2019, 19:00 Uhr bis 05.11.2019 – Gebäude B Foyer, Pestalozzistrasse 20, Burgdorf

Steckbrief

  • Startdatum 05.11.2019, 19:00 Uhr
  • Enddatum 05.11.2019
  • Ort Gebäude B Foyer, Pestalozzistrasse 20, Burgdorf
  • Kosten kostenlos

Bauen und Begreifen

Dienstag, 5. November 2019, 19.00 Uhr

Friederike Kluge, Dipl.-Ing. Architektin
alma maki, Architektur & Innenausbau, Basel

Es ist ein menschlicher Urinstinkt, sich durch Berührung Dinge zu erschliessen und Neuentdecktes zu verstehen. Haptische Erfahrungen haben gleichzeitig einen starken Einfluss darauf, wie wir Räume und Atmosphären wahrnehmen und bewerten. Wenn wir entwerfen können wir auf dieses sensuelle Wissen zurückgreifen und es uns zunutze machen.

Die Distanz zu den Dingen auch im übertragenen Sinne abzubauen, um ein möglichst konkretes Verständnis zu entwickeln, kann auch als Methode für das Studium, das Planen und das Bauen gesehen werden. Auf diese Art und Weise können wir unser Wissen und unsere Erfahrungen ausweiten und kreativ damit umgehen. Mit dem Ziel, bei jeder Aufgabe die Welt der Architektur und Konstruktion ein Stückchen mehr zu begreifen.

Vortragsreihe Architektur HS 2019

Raum prägt
 

«Das zentrale Problem der Architektur ist der Raum, der den Menschen an Leib und Seele gesund erhält.»
(Justus Dahinden, Architekt)

Architektur vermag es, alle Sinne anzuregen. Über unseren Körper erleben wir Raum und Form und verorten diese über die Haptik in die reale Welt. Haptik ist für den Menschen äusserst wichtig, da der Tastsinn, im Gegensatz zu den anderen Sinnen, nicht ausgeschaltet werden kann. Die haptische Erfahrung ist komplementär zur Visuellen, die die Dinge abstrakt aufnimmt und verarbeitet.

In einer immer stärker digitalisierten Welt werden Fragen zur taktilen Wahrnehmung und ihrer Auswirkung auf Mensch und Raum eine Dringlichkeit.

Die Vortragsreihe des Herbstsemesters 2019/20 geht diesen Fragen nach und öffnet ein breites Spektrum zum Umgang und dem Einsatz von Materialien und deren Wahrnehmung.