Referenzprojekte

Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte des BFH-Zentrums Arts in Context führen zu anwendungsorientierten Lösungen für Partner aus Kultur, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Im Folgenden eine exemplarische Auswahl:

Die nationale Initiative Lapurla schafft kreative Freiräume für die Jüngsten. Kinder von 0-4 Jahren entdecken Kulturinstitutionen als vielfältige Sinneswelten, gemeinsam mit ihren Bezugspersonen. Inspiriert von Kunstschaffenden, erforschen sie ihre Umgebung. Weil Kultur die Persönlichkeit stärkt – von Anfang an. Eine Initiative des Migros-Kulturprozent und der Hochschule der Künste Bern HKB.

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Im Wartebereich von Notaufnahmen ist Stress an der Tagesordnung. So können auch Konflikte entstehen, etwa durch besorgte Angehörige oder alkoholisierte Patientinnen und Patienten. Das Universitäre Notfallzentrum am Inselspital Bern möchte diesem Umstand mit sorgfältigem Wartemanagement und einem speziell gestalteten Warteraum begegnen. Aufbauend auf dem SNF-Projekt "Wartezeiten" erarbeiten die Forschenden hierfür ein Konzept für eine verbesserte Wartezone im Erwachsenennotfall. Unter dem Stichwort "natürliches Design" werden das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten, die Sicherheit der Mitarbeitenden und der Datenschutz verbessert.

Die SBB bewirtschaften und erweitern ihre Bahnhöfe so, dass die wachsende Anzahl von Reisenden heute und auch künftig sicher und schnell ihre Ziele im Bahnhof oder in der Stadt findet. Planung, Simulation und Steuerung der vielfältigen Personenflüsse gewinnen daher zunehmend an Bedeutung. Das Projekt schafft hierfür neue Grundlagen: Unterschiedliche Aspekte von Personenflüssen und ihr Zusammenspiel mit den räumlichen Bedingungen werden visuell untersucht und auf der Basis einer umfassenden Bildsammlung neu visualisiert. Die hieraus entwickelten Darstellungen dienen der Bewirtschaftung heutiger und der Planung künftiger Publikumsanlagen in Bahnhöfen.

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Menschen mit Sturzerfahrungen finden nur mit Mühe zurück zu ihrem Gleichgewicht. So kann ein speziell entwickeltes mobiles Geräteset - bestehend aus Smartphone, Halterung, Smartphone-Applikation und Head-mounted Display - zu einem dynamischen Gleichgewichtstraining verhelfen, das insbesondere in der Physiotherapie einsetzbar ist. Das Geräteset, mit dem gezielte Bewegungsübungen im Raum durchgeführt werden, ermöglicht ein Biofeedback zur Korrektur der Schwankungen des Rumpfes. Auf diese Weise wird der Gleichgewichtssinn gestärkt.

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Schauspielerinnen und Schauspieler werden immer häufiger in disziplinfremden Kontexten eingesetzt, so etwa in der Ausbildung von Pflegefachpersonen. Dort übernehmen sie im Rahmen von Kommunikationstrainings zum einen die Rolle der Patientin oder des Patienten. Zum anderen fungieren sie als Kommunikationstrainer und geben den Studierenden qualifiziertes Feedback zu den gespielten Sequenzen. Welche schauspielerischen, kommunikativen und fachspezifischen Kompetenzen sie dafür brauchen, untersuchen Forschende aus den Bereichen Theater und Gesundheit der BFH gemeinsam.

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Viele Verpackungen für den Transport fragiler Gemälde reduzieren die Vibrationsimmissionen nicht, sondern verstärken sie. Grund sind Resonanzen, welche das kombinierte System bestehend aus Verpackung, Gemälde und Rückseitenschutz verursachen kann. Das Projekt prüft eine repräsentative Auswahl an Verpackungen auf ihre Dämpfungskapazität. Entwickelt werden neue optimierte Verpackungslösungen.

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TV-Bericht 3sat/nano (2014)

Kunst im öffentlichen Raum ist weltweit in fast allen Städten zu finden, jedoch stehen viele Kunstwerke ohne jegliche Erklärung im Aussenraum - weder Künstlerin oder Künstler noch Titel einer Arbeit sind für die Betrachtenden in Erfahrung zu bringen. Die neu entwickelte App "pARTicip" leistet hier Abhilfe: Zum einen vermittelt sie interaktiv Hintergrundinformationen zu einem Werk und macht so Kunst im öffentlichen Raum erfahrbar. Zum anderen kann sich die Öffentlichkeit an der Erfassung von Kunstwerken und deren Erhalt beteiligen, indem sich dem Eigentümer via App bspw. Werkschäden melden lassen.

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Bericht SRF

Marktübliche Kontrabassklarinetten sind Instrumente des Kompromisses: Physiologische Gegebenheiten führen dazu, dass Klang und Intonation des tiefsten Instruments der Klarinettenfamilie nur halbwegs befriedigend ausfallen. Die Lösung dafür - im Vorgängerprojekt "Contrabass Clarinet Unlimited" entwickelt - ist nun ein sensorisch-dynamisches Instrument, bei dem die Tonlöcher nach akustischen Massgaben gesetzt wurden. Für die Spielbarkeit sorgen elektronisch gesteuerte Klappen. Zudem kann das neue Instrument mittels einer MIDI-Schnittstelle z. B. Videos oder das Lichtdesign steuern.

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Eine historisch informierte Aufführungspraxis der Musik vergangener Epochen muss Originalinstrumente anspielen dürfen. Nur so kann ein Verständnis für diese Zeit und ihre Musik, aber auch für Nachbauten hergestellt werden. Aus dem immensen Fundus der Sammlung Burri in Bern, die heute als "Klingende Sammlung" weitergeführt wird, ist eine Anzahl repräsentativer Blasinstrumente zur Spielbarkeit restauriert: von einer klassischen Flöte über französische Blechblasinstrumente der Zeit des Second Empire bis hin zur Tuba für Stravinskijs "Sacre du Printemps". Sie stehen für Anspielversuche, Konzertprojekte und Unterricht zur Verfügung.

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Arts in Context am Forschungsapéro 2016

Kontakt

Berner Fachhochschule
Hochschule der Künste Bern
BFH-Zentrum Arts in Context
Fellerstrasse 11
CH-3027 Bern