Social Communication

Im Forschungsfeld «Social Communication» werden Fragestellungen aus den Bereichen Verwaltung, Bildung, Entwicklung und Gesundheit aus der Perspektive des Designs erforscht.

Hierbei werden die Einflüsse, Möglichkeiten und Grenzen von Design als Teil grösserer Prozesse wie Migration, Krankheit oder Bildung verstanden und durch gestalterische Interventionen ausgelotet. Auf diesem Weg entstehen zum Beispiel Plakate zur aktiven Mitwirkung der Quartierbevölkerung, eine Lernmittelreihe zur Frühförderung blinder und sehbeeinträchtigter Kinder oder eine App zur Unterstützung der Kommunikation mit fremdsprachigen Patient*innen. Im Rahmen dieses Forschungsfeldes ist das Institut Gründungsmitglied der Arbeitsgruppe «Health Care Communication Design HCCD». Diese interdisziplinäre Arbeitsgruppe vereinigt verschiedene Forschende der Berner Fachhochschule (BFH) und befasst sich mit Problemstellungen rund um das Kommunikationsumfeld, die Architektur, die Gestaltung und die kommunikativen Praktiken im Gesundheitswesen. Im Rahmen von interdisziplinären Forschungsprojekten untersuchen Fachleute aus den Bereichen Design, Architektur, Pflegewissenschaft, Prozessmanagement und Informatik Lösungsmöglichkeiten und erarbeiten Grundlagenwissen in diesem Feld. Die Kooperation von fünf Departementen der BFH ermöglicht einen umfassenden Blick auf komplexe Fragestellungen im Gesundheitswesen.

Kernkompetenzen

  • ŸFeedback zur visuellen Kommunikation von Partnern aus den Bereichen Verwaltung, Bildung, Entwicklung, Gesundheit
  • ŸBegehung und visuelle Analyse von Räumen in der Verwaltung und im Gesundheitswesen
  • ŸIntervention zur Verbesserung der Kommunikation in Institutionen
  • ŸErfahrung im Methodenmix der Designforschung: Visuelle Analysen, teilnehmende Beobachtung, Interviews, Cultural Probes, Rhetorische Designanalyse nach dem Berner Modell u. a. m.
  • ŸPraxisbasierte Forschung in allen Bereichen der Social Communication

Laufende Projekte

Auswahl

Sterbesettings - Eine interdisziplinäre Perspektive

Das soziale und materielle Umfeld, in dem unheilbar Kranke ihre letzte Lebensphase verbringen, weist viele Facetten auf. In Kooperation mit dem Zentrum für Palliative Care des Stadtspitals Waid Zürich untersuchen wir in vier Teilprojekten die Aspekte der Sprache, der Pflege, des Produktdesigns und der Visuellen Kommunikation sowie der Religion in Sterbesettings. Durch den interdisziplinären Zugang soll der Austausch zwischen Gesundheitsfachpersonal, Religions-Spezialist*innen und anderen Fachpersonen gefördert werden. Dabei werden auch Sterbende und Angehörige miteinbezogen, soweit dies möglich ist.

Wichi Traditionen – Partizipatives Projekt mit einer Ureinwohnergemeinschaft

Dieses Projekt konzentriert sich mittels einer Kombination aus ethnografischen und Design-Methoden auf die materiellen und immateriellen Auswirkungen der Kunsthandwerk-Produktion der Wichis. Das erste Ziel ist zu verstehen, was die Herstellung von Kunsthandwerk für die Wichis selbst bedeutet. Darauffolgend findet ein partizipatives Projekt mit Wichi-Kunsthandwerker*innen und Designstudenten*innen der Universität Buenos Aires im Feld statt.

Kontakt

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir informieren Sie gern über weitere Projekte aus dem Forschungsfeld und beantworten Ihre Fragen.

Hochschule der Künste Bern
Forschung
Institute of Design Research
Sekretariat: Edona Idrizi
Fellerstrasse 11
CH-3027 Bern