Transport fragiler Gemälde

Entwicklung neuer Verfahren für die effiziente Schock- und Vibrationsdämpfung

Steckbrief

  • Departement Hochschule der Künste Bern
  • Forschungsschwerpunkt Materialität in Kunst und Kultur
  • Forschungsfeld -
  • Förderorganisation Kommission für Technologie und Innovation, KTI
  • Laufzeit 03.03.2008 - 31.12.2014
  • Projektverantwortung Nathalie Bäschlin
  • Projektleitung Nathalie Bäschlin
  • Projektmitarbeitende Matthias Läuchli
    Thomas Fankhauser, BFH-TI
    Anita Hoess, HKB
    Cornelius Palmbach, HKB
    Urs Schäppi, BFH-TI
    Christian Wasserfallen, BFH-TI
    Marcel Ryser, BFH-TI
    Claudia Bäschlin, HKB
    Giovanna Di Pietro, HKB
  • Mitwirkende Projektpartner Wirtschaft Via Mat Artcare AG
    Möbel-Transport AG
    Kraft E.L.S. AG
    Nationale Suisse
  • Mitwirkende Projektpartner Forschungsinstitutionen inkl. BFH Berner Fachhochschule, Technik und Informatik (BFH-TI)
    Holography Laboratory, Institute of Electronic
    Structure and Laser, Foundation for Research and Technology, Hellas (Greece)
  • Mitwirkende Projektpartner Organisationen Aargauer Kunsthaus Aarau
    Kunstmuseum Basel
    Kunstmuseum Bern
    Zentrum Paul Klee Bern
    Fondation Beyeler Riehen
    Kunsthaus Zürich
    Museo d'Arte di Lugano

Ein Forschungsprojekt in 3 Stufen

I - Schock- und Vibrationsimmissionen bei Gemäldetransporten

Das Schwingungsverhalten textiler Gemäldebildträger. Monitoring und Präventionsstrategien


Gemälde sind während Kunsttransporten Erschütterungen und Vibrationen ausgesetzt. Diese Schock- und Vibrationsimmissionen können sich auf die textilen Bildträger übertragen und zu Schäden an Malschicht und Bildträger führen. Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, das transportbedingte Schwingungsverhalten von textilen Gemäldebildträgern zu erfassen sowie über Folgeprojekte Monitoring- und Präventionsstrategien zu entwickeln.
Die Komplexität der Fragestellung erfordert den interdisziplinären Ansatz. In diesem Sinne bildet sich das Forschungsteam aus den Departementen des Fachbereichs Konservierung und Restaurierung (KuR) HKB und des Instituts für mechatronische Systeme (ifms) BFH-TI. Weiter sind Museen und Kunsttransportfirmen (Kunstmuseum Bern, Zentrum Paul Klee, Bern, Fondation Beyeler, Riehen, Viamat Artcare, Kloten) als externe Partner beteiligt.

II - Transport fragiler Gemälde

Risikoabschätzung für Schock- und Vibrationsimmissionen sowie Entwicklung neuer Präventionsstrategien
 

Die Vielfalt des globalen Ausstellungsangebots ist Teil unseres heutigen Kulturverständnisses. Das Forschungsprojekt «Transport fragiler Gemälde» stellt dabei das Kunstwerk mitsamt seiner materiellen Beschaffenheit und Fragilität in den Vordergrund. Wie ist es heute angesichts der weltweit zunehmenden Anzahl an Kunsttransporten möglich, unserem Bewahrungsanspruch gerecht zu werden? Welche Verpackungsmethoden sind angemessen, welche Transportmittel geeignet?
Das interdisziplinäre Forschungsteam unterstützt von erfahrenen spezialisierten Kunsttransportunternehmen und einer Versicherung erforscht, wie oft und auf welche Weise unersetzliche Gemälde reisen dürfen, ohne dass nachhaltige Folgeschäden auftreten.
Das Projekt fokussiert die Schadensfaktoren Schock und Vibration beim Transport fragiler Gemälde. Anhand einer neuartigen Simulationstechnik sollen das Schadensrisiko ermittelt, aktuelle Präventionsstrategien überprüft und neue entwickelt werden.

III - Transport fragiler Gemälde

Entwicklung neuer Verfahren für die effiziente Schock- und Vibrationsdämpfung
 

Das KTI-Forschungsprojekt hat zum Ziel, neue Verpackungslösungen für den Transport fragiler Gemälde zu entwickeln.
Dabei liegt das Augenmerk auf der Optimierung der Schock- und Vibrationsdämpfung. Im Rahmen eines Vorgängerprojekts prüften die Wirtschaftspartner und das Forschungsteam eine repräsentative Auswahl an Verpackungen hinsichtlich ihrer Dämpfungskapazität. Die Ergebnisse belegen einen hohen Entwicklungsbedarf, denn viele der geprüften Verpackungen führen überraschenderweise nicht zu der angestrebten Reduzierung, sondern zu einer Verstärkung der Vibrationsimmissionen.
Grund dafür sind Resonanzen, welche durch das kombinierte System bestehend aus Verpackung, Gemälde und Rückseitenschutz verursacht werden. Weiter wurde ersichtlich, dass insbesondere die Verpackungen, die im Kontext des Transports von fragilen Gemälden zur Anwendung kommen, Vibrationsimmissionen verstärken.