Universitäres Notfallzentrum am Inselspital Bern – Optimierung der Wartezone Inselspital Bern

Steckbrief

  • Departement Hochschule der Künste Bern
  • Forschungsschwerpunkt Kommunikationdesign
  • Forschungsfeld
  • Förderorganisation Inselspital Bern
  • Laufzeit 01.01.2016 - 31.12.2018
  • Projektverantwortung Arne Scheuermann
  • Projektleitung Jean Odermatt
  • Projektmitarbeitende Minou Afzali
    Judith Bühling
    Eva Diem (BFH-AHB)
    Murielle Drack
    Sabine Hahn (BFH-G)
    Beatrice Kaufmann
    Boris Szelpal (BFH-AHB)
    Kim Tokarski (BFH-W)
  • Mitwirkende Projektpartner Forschungsinstitutionen inkl. BFH BFH-AHB: Architektur, Holz und Bau
    BFH-G: Gesundheit
    BFH-W: Wirtschaft
  • Mitwirkende Projektpartner Organisationen Universitäres Notfallzentrum am Inselspital Bern

Spitaldesign ist im Wandel begriffen. Psychologie, Sozial- und Neurowissenschaften liefern heute dazu die relevanten wissenschaftlichen Grundlagen. In der interdisziplinären Arbeitsgruppe Health Care Communication Design (HCCD) werden die Zusammenhänge zwischen Raumgestaltung, Design und Gesundungsprozessen beforscht. Dabei spielt beispielsweise in der Raumgestaltung die Integration von Naturelementen eine zentrale Rolle. Ein entsprechendes Ambiente wird 2017 mit unserem Forschungspartner Universitäres Notfallzentrum am Inselspital Bern umgesetzt.

Ausgangslage

Die Klinikleitung des Notfallzentrums am Inselspital Bern hat festgestellt, dass die Empfangssituation unbefriedigend (mangelnde Sicherheit der Mitarbeitenden, ungenügender Datenschutz der Patientinnen und Patienten) und die Ausrüstung der Warteraumsituation ungünstig (zunehmende Stresssituationen, Kapazitätsprobleme) ist . Diese Erkenntnisse waren Anlass, die räumlichen, logistischen und gestalterischen Rahmenbedingungen dieser Notfallzonen zu analysieren und ihnen Gestaltungsvorschläge zu unterbreiten, die den heutigen Forschungsstand berücksichtigen und in die Praxis umgesetzt werden können. Wie internationale Studien belegen, reduzieren fundierte Veränderungen im Spitaldesign Stressfaktoren und können die Genesung beschleunigen. Davon profitieren sowohl die Ge- sundheit der Patientinnen und Patienten, die Befindlichkeit und Motivation der Mitarbeitenden wie letztlich die Gesamtbilanz eines Spitals.

Vorgehen

Das Forschungsdesign umfasst die nachstehenden Phasen:

- Teilnehmende Beobachtung, Literaturstudium/-analyse vorhandener Forschungsergebnisse, Workshops mit den Stakeholdern

-Entwicklung praxistauglicher Gestaltungskonzepte

- Praxisumsetzung mit Beforschung der Wahrnehmung und Beurteilung der Raumsituation VOR und NACH der Gestaltungsintervention (Methodenmix qualitativ/quantitativ)


Die Resultate werden in einer Dissertation im Rahmen der Graduate School of the Arts Bern publiziert.

Lösung

Abschliessende Ergebnisse liegen erst nach dem Umbau und mit dem Abschluss der Evaluationsstudie im Laufe 2018 vor.
Mit dem vorliegenden Projekt erreichen wir eine zeitgemässe Raumkonzeption entsprechend den bisherigen wissenschaftlichen und gestalterischen Erkenntnissen. Darüber hinaus ergibt sich die Möglichkeit, deren Wirksamkeit durch konkrete gestalterische Umsetzung zu überprüfen und empirisch abzu ützen. Mit dieser Kombination betreten wir für schweizerische Verhältnisse Neuland.