Angehörigenunterstützung

Angehörige sind für die Betreuung und Pflege verletzlicher Menschen von zentraler Bedeutung. Damit sie ihre Aufgabe sinnstiftend erfüllen können, brauchen sie kompetente Unterstützung, Beratung und Vernetzung durch Fachpersonen.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Fachpersonen, welche sich in ihrer aktuellen oder zukünftigen beruflichen Tätigkeit mit der Beratung, Begleitung, Vernetzung und Schulung von Angehörigen beschäftigen,
  • versetzt Sie in die Lage, Entwicklungsoptionen für Angehörige zu analysieren und unter Einbezug des Umfeldes Handlungsprozesse zu initiieren,
  • ermöglicht Ihnen, formelle und informelle Akteure aus den Bereichen Nachbarschaftshilfe, Freiwilligenarbeit und Dienstleistungsorganisationen in ihrer Zusammenarbeit zu stärken,
  • befähigt Sie, Angehörige bei herausfordernden Entscheidungen in der letzten Lebensphase kompetent zu begleiten.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist Laufend
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6‘600 (3 Fachkurse à CHF 2'200)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Start mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich
  • Broschüre

Weiterbildungsprogramm 2018 | 2019 Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Die demografische Entwicklung und die Veränderungen in Gesellschaft, Sozial- und Gesundheitswesen führen dazu, dass die Betreuung und Pflege kranker Menschen durch Angehörige an Bedeutung gewinnen. Angehörige leisten einen mit hohen zeitlichen, physischen und psychischen Anforderungen verbundenen Einsatz. Um ihre grosse und oft über Jahre dauernde Aufgabe sinnstiftend zu gestalten, benötigen sie oft die Unterstützung von professionellen Fachpersonen in Form von Beratung und Vernetzung mit Leistungserbringenden – insbesondere wenn schwerwiegende Entscheidungen zu fällen sind.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die relevanten gesellschaftlichen Entwicklungen zu alternder Gesellschaft hinsichtlich ihrer Bedeutung für pflegende und betreuende Angehörige.
  • Sie beraten und vernetzen Angehörige unter kooperativer Nutzung der Ressourcen im sozialen und institutionellen Umfeld.
  • Sie begegnen Angehörigen mit Akzeptanz und Empathie und stärken das Selbstorganisationspotenzial aller Beteiligten.
  • Sie sind in herausfordernden Beratungs- und Vernetzungssituationen belastbar, reflektiert und handlungsfähig.

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Sie erarbeiten pro Fachkurs einen 6-8-seitigen Transferbericht (Workload je 60 Stunden) gemäss spezifischen Vorgaben. Dieser wird spätestens 2 Monate nach Abschluss des jeweiligen Fachkurses eingereicht. Ausnahmsweise kann ein Fachkurs einen anders definierten Kompetenznachweis beinhalten, der jedoch denselben Workload umfasst. Bei Vorliegen von drei nach Vorgaben erfüllten Transferberichten gilt der CAS mit 12 ECTS als erfüllt.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Siehe Angaben bei den Fachkursen

Bildungsleitlinien

Wir legen in unseren Weiterbildungsangeboten Wert auf den Austausch zwischen Professionen und Disziplinen, einen aktuellen Forschungsbezug und eine förderungsorientierte Bildungskultur.

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Der CAS richtet sich an Fachpersonen, die in der Beratung und Vernetzung von betreuenden und pflegenden Angehörigen tätig sind oder sein möchten. Ausserdem spricht der CAS alle an, welche die Rahmenbedingungen von Angehörigenarbeit mitgestalten.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

Studienbeginn mit jedem Fachkurs möglich

Sie können sich zeitgleich mit der Anmeldung zum ersten Fachkurs oder spätestens nach der Abgabe Ihres ersten Kompetenznachweises zum CAS anmelden.

Studienort + Infrastruktur