Demenz – Kompetenz für Leitungspersonen

Durch die Gestaltung geeigneter institutioneller Rahmenbedingungen fördern Leitungspersonen die Lebens- und Beziehungsqualität von Menschen mit Demenz, deren Angehörigen sowie den professionellen und freiwilligen Betreuungspersonen.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Leitungspersonen im Kontext Demenz,
  • thematisiert die Fragen: Was ist demenzfreundlich? Was ist gute Betreuung? Wie kann das betreuende Personal unterstützt werden?
  • fördert die ethische Reflexion und Urteilsbildung sowie Kenntnisse der gültigen Rechtssituation,
  • vermittelt das Handwerk der Konzepterstellung,
  • zeigt Ansätze und Modelle auf, die in der institutionellen Demenzbetreuung unterstützend eingesetzt werden können.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist Laufend
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6'600 (3 Fachkurse à CHF 2'200)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Start mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich

Organisatorische Auskünfte

  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Der CAS vermittelt Fach- und Gestaltungswissen für Personen, die aus einer Leitungs- oder Multiplikatorenperspektive Rahmenbedingungen (mit-)gestalten können. Die Weiterbildung ist interprofessionell ausgerichtet und schenkt den institutionellen, konzeptionellen und gesellschaftlichen Aspekten im Hinblick auf die Lebensqualität von Menschen mit Demenz besondere Beachtung.

Mit dieser übergeordneten – institutionellen, sozialräumlichen, gesellschaftlichen – Perspektive ergänzt er den CAS Demenz und Lebensgestaltung, der hauptsächlich die direkte Betreuung von Menschen mit Demenz sowie deren Angehörigen fokussiert.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die grundlegenden rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen der Demenzbetreuung, sowohl bezogen auf den häuslichen als auch auf den institutionellen Bereich.
  • Sie kennen geeignete Konzepte und Handlungsansätze, um die Betreuungsqualität für Menschen mit Demenz sicherzustellen resp. zu fördern.
  • Sie kennen theoretische, anthropologische Grundlagen sowie Handlungsansätze für «demenzfreundliche Kultur», können Werte und Haltungen im Umgang mit Menschen mit Demenzerkrankungen formulieren und begründen.
  • Sie können Fachpersonen und freiwillige Betreuungspersonen, die im Umfeld von Menschen mit Demenzerkrankungen arbeiten, führen, beraten und qualifiziert unterstützen.
  • Sie können fachliche und organisationale Entwicklungskonzepte basierend auf wissenschaftlichen Grundlagen anstossen, ausarbeiten und deren Umsetzung auf institutioneller oder gesellschaftlicher Ebene sicherstellen.
  • Sie sind in der Lage, kritische Situationen – z.B. Depersonalisierung, Entwürdigung von Menschen mit Demenz oder Überforderung von Mitarbeitenden – anzusprechen und geeignete Massnahmen zu ergreifen.
  • Sie können Ihre eigene Grundhaltung in Bezug auf Menschen mit Demenz und das entsprechende Arbeitsumfeld sowie Ihr eigenes Handeln, Führen, Auftreten hinsichtlich der Aspekte Wertschätzung, Recht, Ethik und Selbstsorge selbstkritisch reflektieren.

Der CAS beinhaltet folgende Fachkurse:


Der erste Fachkurs ist Pflicht; aus den weiteren drei Fachkursen können zwei Fachkurse gewählt werden. Die Reihenfolge kann frei gewählt werden.

Grafik Aufbau CAS

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Sie erstellen zu jedem Fachkurs einen 6-8-seitigen Transferbericht (Workload je 60 Stunden) gemäss spezifischen Vorgaben. Dieser wird spätestens 2 Monate nach Abschluss des jeweiligen Fachkurses eingereicht. Bei Vorliegen von drei nach Vorgaben erfüllten Transferberichten gilt der CAS mit 12 ECTS als erfüllt.

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) der Berner Fachhochschule in Demenz – Kompetenz für Leitungspersonen

Dozentinnen + Dozenten

Siehe Angaben bei den Fachkursen

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Die Weiterbildung richtet sich an Personen

  • in Leitungs- und Spezialfunktionen (z.B. Heimleitungen, Pflegedienstleitungen, Stationsleitungen, Fachverantwortliche in SPITEX, Pflegeexperten, Bildungsverantwortliche, Leitende von Beratungsstellen)
  • an Personen, die sich auf eine Funktion in Leitung, Bildung oder Forschung im Bereich Demenz vorbereiten möchten

und bereits gute Fachkenntnisse im Thema Demenz mitbringen.

Sind diese Fachkenntnisse nicht oder wenig vorhanden, empfehlen wir, den CAS Demenz und Lebensgestaltung zu besuchen. Dieser bildet zusammen mit dem CAS Demenz – Kompetenz für Leitungspersonen sowie einem zusätzlichen Fachkurs den DAS Demenz und Lebensgestaltung.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

Studienbeginn mit jedem Fachkurs möglich

Sie können sich zeitgleich mit der Anmeldung zu Ihrem ersten Fachkurs oder bis spätestens 2 Monate nach dessen Abschluss zum CAS anmelden.

Bitte melden Sie sich für den CAS sowie die Fachkurse einzeln an.

Studienort + Infrastruktur