Gerontologie als praxisorientierte Wissenschaft

Mit diesem CAS vermitteln wir Ihnen die Grundlagen der Gerontologie aus den Perspektiven wichtiger Bezugsdisziplinen. Die Inhalte orientieren sich direkt an Fragestellungen aus der Praxis.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Fachkräfte aus gerontologischen und mit ihnen assoziierten Berufsfeldern,
  • gibt Ihnen eine Einführung in die zentralen gerontologischen Bezugsdisziplinen Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie, Philosophie und weitere,
  • vermittelt Ihnen die Konstante des Wandels: Wie verändern sich unsere Bedürfnisse im Lebenslauf und wie erleben wir unsere Umwelt mit zunehmendem Alter?
  • ermöglicht Ihnen, Fälle aus Ihrem Erfahrungsbereich zu behandeln; Ihr Kompetenznachweis steht in direktem Bezug zu Ihrer beruflichen Situation,
  • sorgt mit dem Mix von Studierenden aus unterschiedlichen Branchen und Disziplinen und praxisorientierten Fachexpertinnen und -experten für einen anregenden Austausch,
  • ist ein Pflichtmodul für den MAS Gerontologie – Altern: Lebensgestaltung 50plus.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 24 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 15.11.2019
  • Anzahl ECTS 15 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 7‘800
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Januar bis Oktober 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Der CAS Gerontologie als praxisorientierte Wissenschaft befasst sich mit der «Konstante des Wandels» im menschlichen Dasein. 
Wir vermitteln Ihnen die gerontologischen Grundlagen und Antworten auf Fragestellungen aus der Praxis, z.B.: 

  • Wie verändern sich die Bedürfnisse im Lebenslauf und wie erleben wir unsere Umwelt mit zunehmendem Alter? 
  • Welche existenziellen Fragen sind mit dem Älterwerden und der Endlichkeit des Lebens verknüpft? 
  • Was bedeutet Altern biologisch und in welchem Zusammenhang stehen Alter und Gesundheit? 

Ausbildungsziel

  • Sie kennen die zentralen Beiträge der gerontologischen Bezugsdisziplinen (u.a. Biologie, Medizin, Psychologie, Soziologie und Philosophie) und sind mit den dort verwendeten Altersmodellen und -theorien vertraut.
  • Sie können erworbenes gerontologisches Wissen auf die Arbeit in Ihren Praxisfeldern übertragen und selbstständig relevante Fragestellungen formulieren und bearbeiten.
  • Sie kennen die Prinzipien der empirisch-wissenschaftlichen Methode und können angemessene Erhebungs- und Auswertungsverfahren einsetzen.

Gerontologie als praxisorientierte Wissenschaft
 

  • Demografische Grundlagen
  • Theorien des Alterns
  • Altersbilder in der Wissenschaft

Perspektiven der gerontologischen Bezugsdisziplinen
 

  • Psychologie
  • Soziologie
  • Philosophie
  • Theologie
  • Biologie
  • Medizin
  • Ethnologie

Wissenschaftliches Arbeiten 
 

  • Fragestellungen formulieren 
  • Literaturrecherche
  • Methoden der Datenerhebung und -auswertung

Öffentlichkeitsarbeit 

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium enthält themenspezifische Gruppenarbeiten und praxisrelevante Übungen. 

  • In Vorausaufgaben bereiten Sie sich – vor dem Hintergrund Ihrer persönlichen und beruflichen Erfahrung – auf die jeweiligen Themen vor. 
  • In Intervisionsgruppen üben und praktizieren Sie kollegiale Beratung. 
  • Sie bearbeiten ein von Ihnen gewähltes Thema empirisch. Dabei werden Sie individuell unterstützt und begleitet.

Konsequente Praxisorientierung

Unsere Praxisnähe spiegelt sich nicht nur in den Studieninhalten. Reflektierte, dokumentierte und evaluierte Praxiserfahrungen bilden wesentliche Bestandteile unserer Weiterbildung. Wir arbeiten mitunter mit Beispielen und Situationen aus Ihrem Erfahrungsbereich und die Kompetenznachweise stehen in direktem Bezug zu Ihrer beruflichen Situation. Das Studium lässt Ihnen Raum zu Reflexion und Diskussion und fördert damit die Entwicklung neuer Ideen für Ihre berufliche Praxis.

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Vollständige Teilnahme an den Studientagen mit den damit verbundenen Voraus-, Umsetzungs-, und Reflexionsaufgaben
  • Teilnahme an Intervisionsgruppen
  • Schriftliche Abschlussarbeit
  • Mündliche Präsentation im Rahmen der Abschlusstage

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) der Berner Fachhochschule in Gerontologie als praxisorientierte Wissenschaft 

Dozentinnen + Dozenten

  • Ambühl Braun Brigitte, Dr. med., Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie mit eigener Praxis, Winterthur
  • Bennett Jonathan, Prof. Dr., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Bertschi, Manuel, Dr. med., Neurologische Klinik, Kantonsspital Aarau
  • Birkenstock Eva, Dr. phil., Dozentin für Philosophie und Ethik, Turin und Freiburg (Breisgau)
  • Blaser Regula, Prof. Dr., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Filipp Sigrun-Heide, Prof. i.R. Dr., Universität Trier
  • Härle Wilfried, Prof. em. Dr., Universität Heidelberg
  • Kaiser Andrea, Dr. phil. Ethnologisches Seminar, Universität Basel
  • Kalbermatten Urs, Dr. phil., Bern
  • Kezbere-Härle Ilze, Dr., Ostfildern
  • Kolland Franz, Prof. Dr., Institut für Soziologie, Universität Wien
  • Torben-Nielsen Karen, Prof. Dr. sc. comm., Berner Fachhochschule, Institut Alter
  • Ritschard Barbara, Geschäftsführerin Barbara Ritschard Kommunikation, Bern
  • Schnitzspahn Katharina, Dr. phil., University of Aberdeen, Aberdeen
  • Staudacher Sandra, Dr. phil. Ethnologisches Seminar, Universität Basel

Änderungen vorbehalten

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Leitungspersonen und Fachleute aus allen Berufsrichtungen, die sich anwendungsorientiert mit dem Themenfeld Alter und Altern aus der Perspektive zentraler gerontologischer Bezugsdisziplinen auseinandersetzen wollen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

15.11.2019

Studienort + Infrastruktur