Lebensweltorientierte Altersarbeit

Lebensweltorientierte Altersarbeit befähigt Menschen im fragilen Alter zu einem guten Leben. Dieser CAS bietet drei Vertiefungsrichtungen: a) Sorgearbeit, b) Bewegungsförderung und c) Kommunikation.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Personen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Beratungswesen, die mit betagten Menschen und ihren Angehörigen arbeiten.

  • beachtet dank des lebensweltorientierten Ansatzes die körperliche und geistig-psychische Fähigkeiten sowie die sozialen und lebensräumlichen Ressourcen von Menschen im fragilen Alter.
  • ermöglich Ihnen dank des modularen Aufbaus mit drei Vertiefungsrichtungen, Ihre Weiterbildung nach beruflichen und persönlichen Bedürfnissen zu gestalten.

Die Vertiefungsrichtung Sorgearbeit fokussiert auf die subjektiven Kriterien eines guten Lebens und die Bewältigung von ethisch bedeutsamen Herausforderungen.

Die Vertiefungsrichtung Bewegungsförderung zielt auf alltagsorientiertes Bewegungslernen im fragilen Alter anhand der Bewegungslehre Kinaesthetics.

Die Vertiefungsrichtung Kommunikation vermittelt mit der Gesprächsmethode Idiolektik eine Fragekunst, die sich an der Eigensprache des Gegenübers orientiert und so Eigenressourcen für die Bearbeitung persönlicher Anliegen aktiviert.

Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist Laufend
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6‘600 (3 Fachkurse à CHF 2'200)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Start mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich

Inhalt + Aufbau

Portrait

Alte, unterstützungsbedürftige Menschen möchten in ihrem Menschsein und in ihrer Lebenswelt ganzheitlich wahrgenommen werden. Medizinischer Fortschritt und demografischer Wandel werden in den nächsten Jahrzenten die Betreuungszeit verlängern. Dieser Studiengang setzt mit der Lebensweltorientierung einen ganzheitlichen Verständnisrahmen des Menschseins. Dabei steht die Befähigung zu einem guten Leben im Zentrum der Sorgearbeit. Mit einem interaktionsorientierten Ansatz werden nahe Bezugspersonen direkt einbezogen.

Ausbildungsziel

Sie verfügen sowohl inhaltlich als auch methodisch über ein ganzheitliches Verständnis lebensweltorientierter Altersarbeit. Je nach Vertiefungsrichtung mit den spezifischen Fachkursen spezialisieren Sie sich in unterschiedlichen Bereichen befähigender Sorgearbeit mit Menschen im fragilen Alter. Beachten Sie dazu die detaillierten Angaben der jeweiligen Fachkurse.

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Sie erstellen in der Regel zu jedem Fachkurs einen 6-8-seitigen Transferbericht (Workload je 60 Stunden) gemäss spezifischen Vorgaben. Dieser wird spätestens 2 Monate nach Abschluss des jeweiligen Fachkurses eingereicht. Bei Vorliegen von drei nach Vorgaben erfüllten Transferberichten gilt der CAS mit 12 ECTS als erfüllt.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Siehe Angaben bei den Fachkursen

Bildungsleitlinien

Wir legen in unseren Weiterbildungsangeboten Wert auf den Austausch zwischen Professionen und Disziplinen, einen aktuellen Forschungsbezug und eine förderungsorientierte Bildungskultur.

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Personen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Beratungswesen sowie Personen in der Freiwilligenarbeit, die mit unterstützungs-/pflegebedürftigen betagten Menschen und ihren Bezugspersonen, insbesondere Angehörigen arbeiten oder zukünftig arbeiten möchten, sei es im ambulanten oder im stationären Bereich. Der Studiengang richtet sich zudem an pflegende Angehörige, die sich fundiert mit der Thematik auseinandersetzen und in diesem Arbeitsbereich engagieren möchten.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

Studienbeginn mit jedem Fachkurs möglich

Sie können sich zeitgleich mit der Anmeldung zu Ihrem ersten Fachkurs oder bis spätestens 2 Monate nach dessen Abschluss zum CAS anmelden.

Studienort + Infrastruktur