Mediation im öffentlichen Bereich

Der Studiengang behandelt Mediation und partizipative Prozesse bei Vorhaben im öffentlichen Raum (Verkehr, Umwelt, Bau und Raumplanung, Grossevents oder Sicherheitsfragen).

Der Studiengang:

  • stellt die Prozessgestaltung und Besonderheiten von Mediations- und anderen partizipativen Verfahren im öffentlichen Bereich in den Mittelpunkt,
  • richtet sich als interdisziplinäre Weiterbildung an Behördenmitglieder, Juristinnen, Projektplaner, Architektinnen und Ingenieure,
  • umfasst den Fachkurs Mediation im öffentlichen Bereich, den Fachkurs Praxistransfer für die Mediation und einen dritten Fachkurs nach Wahl (entweder Fachkurs Mediation in Teams und grossen Gruppen oder Fachkurs Lösungsfokussierte Konflikttransformation),
  • führt zu einem Abschluss, der in Kombination mit dem CAS Grundlagen der Mediation vom Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM) anerkannt wird.
Blick in Unterrichtsräume mit Kursteilnehmenden

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 16 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist Laufend
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 8'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung Laufend
  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation – Kursprogramm 2019

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement - Programm offene Kurse 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Der Studiengang befasst sich mit Mediationen und partizipativen Prozessen bei Vorhaben im öffentlichen Raum: Verkehr, Umwelt, Bau und Raumplanung, Grossevents oder Sicherheitsfragen.
Konflikte bewegen sich hier im Spannungsfeld zwischen Politik, Umwelt, Wirtschaft und Sozialem: Unterschiedliche Konfliktparteien sollen konstruktiv zusammenarbeiten. Es müssen politische Entscheidungen vorbereitet und gesetzliche Rahmenbedingungen beachtet werden. Die Steuerung der kooperativen Abläufe ist komplex und erfordert besondere Kompetenzen in Kommunikation, Prozessgestaltung und Arbeit mit grossen Gruppen.

Ausbildungsziel

  • Sie sind fähig, die Interessen mehrerer Parteien einzubeziehen und kennen verschiedene Methoden, um grosse Gruppen geschickt in Entscheidungs oder Konsultationsprozessen zu begleiten.
  • Sie verstehen die Bedeutung von Partizipationsprozessen bzw. von partizipativen Vorgehensweisen und sind fähig, sich konsequent für die Mitwirkung der verschiedenen Interessensgruppen einzusetzen.
  • Sie verstehen die Besonderheiten des politischadministrativen Kontextes und das Zusammenspiel zwischen den Rahmenbedingungen, rechtlichen Möglichkeiten und dem Mediationsprozess, bzw. Partizipationsprozess.
  • Sie kennen die Grundstrukturen eines Mediationsverfahrens im öffentlichen Bereich und können das Prozessdesign gemäss den spezifischen Anforderungen gestalten.
  • Sie qualifizieren sich für die selbständige Durchführung von Mediationen gemäss den Ausbildungsstandards des Schweizerischen Dachverbandes Mediation SDM.

Der CAS umfasst insgesamt 16 Studientage:

6 Tage Fachkurs Mediation im öffentlichen Bereich

4 Tage Fachkurs Praxistransfer für die Mediation  

  • 6 Tage Fachkurs nach Wahl (entweder Fachkurs Mediation in Teams und grossen Gruppen oder Fachkurs Lösungsfokussierte Konflikttransformation)

Interaktives Kontaktstudium 

Ein intensiver Lernprozess entsteht durch das Zusammenwirken unterschiedlicher Lernformen zustande. Die Lehrveranstaltungen führen Sie in das Thema ein, vermitteln relevantes Wissen und regen zur vertieften Auseinandersetzung mit zentralen Fragen an. Das Kontaktstudium ist interaktiv und partizipativ gestaltet mit diversen Didaktikmethoden wie Inputreferaten, Fallstudienarbeit, Rollenspielen, Diskussionen oder Gruppenarbeiten. Es wird auf eine effektive Verbindung zwischen dem Erlernten und Ihrer Berufspraxis geachtet, wodurch praxisorientiertes Lernen möglich wird. In der Supervision werden Konfliktsituationen aus der Berufspraxis begleitet, reflektiert und in der Supervisionsgruppe bearbeitet.

Transferorientiertes Selbststudium 

Die folgenden Arbeitsformen unterstützen Sie dabei, die im Kontaktstudium vermittelten Inhalte bestmöglich in Ihrem eigenen Berufsalltag umzusetzen: 

  • Selbst organisierte Gruppenarbeit: Intervision oder kollegiale Beratung als effektive Beratungsform unter den Teilnehmenden zur Entwicklung von Praxislösungen anhand der vermittelten Inhalte.
  • Praxistransfer: Der Transfer der Kursinhalte in die Praxis erfolgt im Rahmen Ihrer aktuellen beruflichen Herausforderungen. Zusätzlich wenden Sie Ihre Kenntnisse in der Begleitung von konkreten Mediationsfällen an.

Die wichtigsten Kompetenznachweise sind:

  • Mindestens 90 Prozent Präsenz im Kontaktstudium.
  • Die Abschlussarbeit umfasst die Dokumentation einer mediativen Prozessgestaltung oder eines Partizipationsverfahrens . Die Arbeit erfolgt gemäss den Standards des Schweizerischen Dachverbandes Mediation (SDM).

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Dr. Ursula König, Mediatorin (SDM/BJM) und Trainerin, König Mediation Consulting, Schmitten FR

Stefan Kessen, Mediator, Moderator und Trainer, Geschäftsführer der MEDIATOR GmbH, Berlin

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Der Studiengang ist interdisziplinär ausgerichtet. Angesprochen sind insbesondere:

  • Führungskräfte und Fachpersonen aus Wirtschaft, Verwaltung, Non-Profit-Organisationen 
  • Mitglieder von Behörden 
  • Juristinnen und Juristen sowie Rechtsanwälte und Rechtsanwältinnen
  • Fachpersonen aus Organisationsentwicklung, Unternehmensberatung und Kommunikation
  • Projektplaner, Architektinnen, Ingenieure, Planerinnen

Voraussetzung ist der erfolgreiche Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation oder ein vergleichbarer Abschluss.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

16 Studientage, Dauer ca. 12 bis 24 Monate. Einstieg nach Abschluss des CAS Grundlagen der Mediation oder einem vergleichbaren Abschluss aufgrund des modularen Systems jederzeit möglich.

Einstieg aufgrund des modularen Systems jederzeit möglich.

Studienort + Infrastruktur