Psychosomatik

Im CAS-Studiengang erarbeiten Sie die Grundlagen der psychosomatischen Medizin in Bezug zum patientenzentrierten Berufsalltag von Pflege- und Therapieberufen sowie von Hebammen.

Im CAS-Studiengang

  • lernen Sie anhand von realen Patientensituationen berufliche Skills zu entwickeln, welche die Behandlung dieser Leiden ermöglichen;
  • lernen Sie Ressourcen zu erfassen und deren Entwicklung zu unterstützen;
  • eignen Sie sich Methoden zur Stärkung und zum Aufbau konkreter Alltags- und Handlungskompetenzen an;
  • lernen Sie Patient*innen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, d. h. sie im Umgang mit chronischen Zuständen wie z. B. Schmerzen, Angst und Panik, Schlaf- oder Essstörungen zu unterstützen;
  • lernen Sie gesundheitsförderndes Verhalten zu optimieren und die eigene Resilienz zu fördern.

     

Bild CAS Psychosomatik

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 18 Studientage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist Der Studienstart mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich.
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 6'400
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung Fortlaufende Durchführung

Inhalt + Aufbau

Porträt

Multikausal bedingte Leiden erfordern ein multimodales Vorgehen. Deshalb ist die psychosomatische Medizin eine interprofessionelle Querschnittsdisziplin. Bei psychophysiologischen Veränderungen stehen vegetative, stressendokrine, perzeptive und affektive Phänomene im Vordergrund. Der multimodale Therapieansatz setzt ein breites Assessment voraus, welches über die übliche organmedizinische Kompetenz auch neurowissenschaftliches, psychologisches, biographisches und systemisches Denken integrieren muss. Der CAS-Studiengang «Psychosomatik» führt Sie in diese multimodale Behandlungsweise ein. Im multidisziplinär geprägten Studiengang erarbeiten Sie fachliche Methoden und Strategien, um betroffenen Menschen eine angemessene Gesundheitsversorgung anzubieten.

In der Psychosomatik geht es neben der Erarbeitung medizinischer und therapeutischer Erkenntnisse insbesondere darum, die Interaktion zwischen Patientinnen und Patienten, deren Angehörigen und Health Professionals zu reflektieren und das Berufsverständnis im Kontext der patientenzentrierten Gesundheitsversorgung weiterzuentwickeln.

Der CAS-Studiengang wird in enger Zusammenarbeit zwischen dem Kompetenzbereich für Psychosomatische Medizin, Universitätsklinik für Neurologie, Insel Gruppe und der Berner Fachhochschule Gesundheit durchgeführt.

CAS Psychosomatik: Interprofessionell und ganzheitlich

Für Kathrin Hirter, Pflegeexpertin, und Therapieexpertin Ergotherapie Lorena Bulzis der Insel Gruppe Bern ist klar: Die interprofessionelle Zusammenarbeit in der Psychosomatik bietet grosses Potenzial, um Beschwerden der Betroffenen frühzeitig zu erkennen und zu lindern.

Ausbildungsziel

  • Sie erwerben Kompetenzen zum Verständnis psychosomatischer Erkrankungen.
  • Sie können auch angesichts der Zunahme von Stress- und Schmerzerkrankungen eine neue Haltung gegenüber der Phänomenologie dieser Erkrankungen entwickeln.
  • Sie lernen vulnerable Persönlichkeitsprofile zu erkennen.
  • Sie lernen situative Risiko- und Problemkonstellationen zu erkennen und zu gewichten.
  • Sie können Ihren berufsspezifischen Beitrag im Rahmen der multimodalen Therapieversorgung definieren.
  • Sie lernen der Entstehung sekundärer Traumatisierung und Überlastungsphänomenen professionell zu begegnen.
  • Sie lernen Strategien und Methoden zu nutzen, um als Fachpersonen das eigene berufliche Verhalten zu reflektieren.

Kompetenzbereich «Wissen und Verstehen»

Sie erwerben Kompetenzen zum Verständnis psychosomatischer Erkrankungen. Nachdem Sie den CAS-Studiengang erfolgreich absolviert haben, kennen Sie:

  • die Charakteristika der Lebensstadien (Entwicklungsmedizin);
  • die menschlichen Grundbedürfnisse, Resilienzfaktoren und Stressoren (medizinische Psychologie);
  • die Symptomatik und Klassifikation von Stress- und Schmerzerkrankungen (Krankheitslehre);
  • die Möglichkeiten zur Erfassung und Unterstützung von Ressourcen;
  • die Bausteine der multimodalen Therapie;
  • die Manifestation funktioneller Störungen aus dem Blickwinkel der Organspezialisierungen;
  • die gemeinsamen Charakteristika psychosomatischer Störungsbilder;
  • das Zürcher Ressourcen Modell (Embodyment, Achtsamkeit);
  • das Mental Equilibrium.

Kompetenzbereich «Anwendung von Wissen und Verstehen»

Mit diesen Kenntnissen können Sie auch angesichts der Zunahme von Stress- und Schmerzerkrankungen eine neue Haltung gegenüber der Phänomenologie dieser Erkrankungen entwickeln. Sie sind fähig,

  • anhand von realen Patientensituationen berufliche Skills zu entwickeln, welche die Behandlung dieser Leiden ermöglichen;
  • Ressourcen zu erfassen und deren Entwicklung zu unterstützen;
  • Methoden zur Stärkung und zum Aufbau konkreter Alltags- und Handlungskompetenzen anzuwenden;
  • Patient*innen in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, d. h. sie im Umgang mit chronischen Zuständen wie z. B. Schmerzen, Angst und Panik, Schlaf- oder Essstörungen zu unterstützen;
  • gesundheitsförderndes Verhalten zu optimieren;
  • die eigene Resilienz zu fördern.

Kompetenzbereich «Urteilen»

Sie können

  • vulnerable Persönlichkeitsprofile erkennen;
  • situative Risiko- und Problemkonstellationen erkennen und gewichten;
  • Ihren berufsspezifischen Beitrag im Rahmen der multimodalen Therapieversorgung definieren;
  • der Entstehung sekundärer Traumatisierung und Überlastungsphänomenen professionell begegnen;
  • Strategien und Methoden nutzen, um als Fachpersonen das eigene berufliche Verhalten zu reflektieren.

Kompetenzbereich «Kommunikative Fertigkeiten»

Sie können

  • das fachspezifische Wording anwenden für einen nichtstigmatisierenden Patientenumgang;
  • eine angepasste Patientenedukation bei funktionellen Störungen durchführen;
  • eine angepasste Angehörigenedukation im Umgang mit funktionellen Störungen durchführen;
  • kommunikative Grundregeln, Fallstricke und Chancen im interprofessionellen Patientenumgang beschreiben;
  • psychosomatischen Situationen im Kontext der Patientenversorgung (Mental Equilibrium) angemessen begegnen.

Aufbau

Struktur CAS Psychosomatik Bild vergrössern

Dieser CAS-Studiengang setzt aus den beiden Fachkursen «Mind & Body Care» und «Kunst der multimodalen Therapie» sowie einem «Evidence-Based-Practice-Modul» Ihrer Wahl zusammen.

Der Studienstart mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich.

  • Verhaltensmedizin: Menschliche Grundbedürfnisse, Resilienzfaktoren und Stressoren
  • Entstehung von Stress- und Schmerzerkrankungen; Umgang mit komorbiden Angst-, Depression- und Trauma Erkrankungen
  • Erfassung und Unterstützung von Ressourcen
  • Stärkung und Aufbau konkreter Alltags- und Handlungskompetenzen
  • Charakteristika der Lebensstadien (Entwicklungsmedizin)
  • Bausteine der multimodalen Therapie
  • Patientenedukation bei funktionellen Störungen
  • Grundregeln, Fallstricke und Chancen im interprofessionellen Patientenumgang
  • Patientenzentrierte Pflege- und Behandlungsansätze in psychosomatischen Situationen
  • Manifestation funktioneller Störungen aus dem Blickwinkel der Organmedizin
  • Gemeinsame Charakteristika psychosomatischer Erkrankungen
  • Pflegerische, psychotherapeutische, physio- und ergotherapeutische Therapiezugänge
  • Vulnerable Persönlichkeitsprofile
  • Grundregeln, Fallstricke und Chancen im interprofessionellen Patientenumgang
  • Reflektion des eigenen beruflichen Verhaltens
  • Entwicklung von Resilienz
  • Prävention von sekundärer Traumatisierung und Überlastungsphänomenen
  • Optimierung gesundheitsförderndem Verhalten
  • Zürcher Ressourcen Modell (Embodyment, Achtsamkeit)
  • Mental Equilibrium
  • Anwendung von Forschung, Journalclubs, Verfassen und Verteidigung der Abschlussarbeit

Die Kompetenznachweise dieses CAS-Studiengangs bestehen aus den Kompetenznachweisen der Fachkurse und des gewählten Evidence-Based-Practice-Moduls zusammen.

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) in «Psychosomatik»

Partner

Kompetenzbereich Psychosomatische Medizin, Universitätsklinik für Neurologie

Voraussetzungen + Zulassung

  • Pflegefachpersonen HF, FH
  • Hebammen
  • Physiotherapeut*innen
  • Ernährungsberater*innen
  • Ergotherapeut*innen
  • Logopäd*innen

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Organisation + Anmeldung

Der CAS-Studiengang dauert 18 Studientage.
Für 12 ECTS-Credits rechnen wir mit einem Workload von 360 Stunden (inkl. Kurstage).
Unterrichtszeiten: in der Regel von 08.30 - 16.30 Uhr

Die Kosten für den CAS-Studiengang «Psychosomatik» stellen sich wie folgt zusammen:

  • Fachkurs «Mind & Body Care»: CHF 2'300
  • Fachkurs «Kunst der multimodalen Therapie»: CHF 2'300
  • «Evidence-Based-Practice-Modul»: CHF 1'800

Total: CHF 6'400

Wir stellen Ihnen für die beiden Fachkurse und für das «Evidence-Based-Practice-Modul» je eine separate Rechnung zu.

Anmeldefrist

Der Studienstart mit jedem anrechenbaren Fachkurs möglich.

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.  Geben Sie bitte im Feld «Bemerkungen» das von Ihnen gewünschte EBP-Modul an. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Alle Weiterbildungsangebote Psychische Gesundheit und Krankheit

Machen Sie Karriere und entwickeln Sie sich beruflich wie auch persönlich weiter mit einer Weiterbildung an der Berner Fachhochschule Gesundheit.

Veranstaltungen