Angehörige bei Entscheidungen in der letzten Lebensphase unterstützen

Sie befassen sich mit finanziell und rechtlich relevanten Entscheidungen der letzten Lebensphase, die oft von betreuenden und pflegenden Angehörigen getroffen werden müssen. Dabei reflektieren Sie auch Ihre eigenen Vorstellungen von Lebensende.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Fachpersonen, die betreuende und pflegende Angehörigen bei Entscheidungen in der letzten Lebensphase unterstützen.
  • befähigt Sie, Angehörige bei herausfordernden Entscheidungen – wie Heimeintritt, gesundheitliche Vorausplanung oder Sterbewunsch – kompetent zu begleiten.
  • zielt auf eine bewusste Entscheidungsfindung in der letzten Lebensphase, welche die Lebensqualität von Betroffenen und Angehörigen berücksichtigt.
  • leitet Sie an, die eigenen Vorstellungen zur letzten Lebensphase zu reflektieren.
  • arbeitet mit Fallbeispielen und praktischen Übungen von Beratungssituationen.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkursbestätigung
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 1.3.2021
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung April bis Juli 2021
    Durchführung alle zwei Jahre geplant
  • Broschüre

Weiterbildungsprogramm 2018 | 2019 Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Der Fachkurs vermittelt Ihnen Grundlagen zur Beratung von betreuenden und pflegenden Angehörigen bei Entscheidungen in der letzten Lebensphase. Dies beinhaltet finanzielle und sozialrechtliche Fragen zu ambulanter Pflege, Heimeintritt, Vorsorgeauftrag oder Testament. Dazu gehören aber auch die Beratung für die gesundheitliche Vorausplanung, der Umgang mit einem Sterbewunsch oder Trauerbegleitung. Im Fachkurs reflektieren Sie ausserdem Ihre Beziehung zu Angehörigen und Ihre persönlichen Vorstellungen vom Lebensende.

Ausbildungsziel

  • Sie sind sich Ihrer Rolle, Aufgabe und Beziehung bei der Unterstützung von Angehörigen bewusst
  • Sie verfügen über Kenntnisse zu relevanten Fragen in der letzten Lebensphase (Finanzierung, Sozialversicherungsrecht, Vorausplanung, Lebensende)
  • Sie können Ihre eigenen Vorstellungen von Lebensende und Ihre Haltung hinsichtlich Sterbewunsch und Sterbehilfe kritisch reflektieren

Inhalte:

  • Angehörige begleiten: Aufgaben, Rollen und Beziehungen bei Entscheidungsprozessen
  • Finanziell und sozialrechtlich beraten bei ambulanter Pflege, Heimeintritt, Vorsorgeauftrag und Testament
  • Gesundheitlich vorausplanen (Patientenverfügung, Sterbewünsche) und Umgang mit Trauer
  • Umgang mit Sterbewunsch und Suizidbeihilfe (Palliative Care, assistierter Suizid)

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch   praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Der Kompetenznachweis wird nur von den Teilnehmenden geleistet, welche einen CAS-Abschluss anstreben. Er besteht im Erstellen eines 6-8-seitigen Transferberichts (basierend auf einem Lerntagebuch) zu den Inhalten des Fachkurses. Der Aufwand beträgt 60 Arbeitsstunden.

Titel + Abschluss

Dozentinnen und Dozenten

Änderungen vorbehalten

Bildungsleitlinien

Wir legen in unseren Weiterbildungsangeboten Wert auf den Austausch zwischen Professionen und Disziplinen, einen aktuellen Forschungsbezug und eine förderungsorientierte Bildungskultur. 

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Der Fachkurs richtet sich an Fachpersonen, die betreuende und pflegende Angehörigen bei Entscheidungen in der letzten Lebensphase unterstützen.
Ausserdem spricht der Fachkurs alle an, welche die Rahmenbedingungen von Angehörigenarbeit mitgestalten.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.


Berufliche Voraussetzungen

Erfahrungen in der Betreuungsarbeit mit alten Menschen und ein Praxisfeld in der ambulanten, stationären oder intermediären Altersarbeit oder im privaten Bereich während der ganzen Kursdauer.

Organisation + Anmeldung

6 Tage zwischen April und Juli 2021, jeweils 8.45 – 16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur