Angehörige in der Gemeinde vernetzen

Sie lernen, belastete Familien zu unterstützen, indem Sie verschiedene Akteure in einer Gemeinde vernetzen und koordinieren. Dabei führen Sie ein Vernetzungsprojekt durch.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Fachpersonen, die in der Vernetzung und Koordination von betreuenden und pflegenden Angehörigen tätig sind oder sein möchten.
  • befähigt Sie, formelle und informelle Akteure aus den Bereichen Nachbarschaftshilfe, Freiwilligenarbeit und Dienstleistungsorganisationen in ihrer Zusammenarbeit zu stärken.
  • stellt Vernetzungs- und Koordinationsformen aus der Praxis vor.
  • stärkt mit Fallbeispielen Ihre Kompetenzen in Projektmanagement.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkursbestätigung
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 1.3.2020
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung April bis Juli 2020
    Zweijährliche Durchführung geplant
  • Broschüre

Weiterbildung Institut Alter | Studienaufbau

Inhalt + Aufbau

Portrait

Der Fachkurs beinhaltet unterschiedliche praktische Methoden formeller und informeller Angehörigenunterstützung: u.a. Case Management für die Koordination von Fachpersonen oder Sozialraummoderation für die Vernetzung auf kommunaler Ebene. Ausserdem vermittelt Ihnen der Fachkurs bewähre Vorgehensweisen, um schwer erreichbare Zielgruppen anzusprechen und Angehörige durch Freiwillige zu entlasten. Der Fachkurs bietet Ihnen zudem Raum, ein eigenes Projekt zur Angehörigenunterstützung umzusetzen.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen Modelle zur Vernetzung und Koordination formeller und informeller Akteurinnen und Akteure im Hinblick auf die Unterstützung belasteter Familien.
  • Sie wenden zielführend Instrumente an, um benachteiligte Zielgruppen zu erreichen und Nachbarschaftsnetzwerke sowie Freiwilligenarbeit zu stärken.
  • Sie können Angebote für die Vernetzung von Angehörigen begründen und gemäss Grundsätzen des Projektmanagements planen und evaluieren.

Inhalte:

  • Projektmanagement für die kommunale Vernetzung und Koordination
  • Case Management: Vernetzung und Koordination in der Angehörigenunterstützung
  • Schwer erreichbare Zielgruppen ansprechen
  • In-/formelle Akteure in der Gemeinde vernetzen (Sozialraummoderation)
  • Freiwillige für die Entlastung von Familien gewinnen

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Der Kompetenznachweis wird nur von den Teilnehmenden geleistet, welche einen CAS-Abschluss anstreben. Er besteht in der Präsentation, Diskussion und Reflexion eines geplanten Angebots zur lokalen Vernetzung von Angehörigen. Der Aufwand beträgt 60 Arbeitsstunden.

Titel + Abschluss

Dozentinnen und Dozenten

Änderungen vorbehalten

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Der Fachkurs richtet sich an Fachpersonen, die in der Vernetzung und Koordination von betreuenden und pflegenden Angehörigen tätig sind oder sein möchten. Ausserdem spricht der Fachkurs alle an, welche die Rahmenbedingungen von Angehörigenarbeit mitgestalten.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

27./28. April 2020
25./26. Mai 2020
22. Juni 2020
6. Juli 2020

Jeweils 8.45 – 16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur