Bewegungslernen im fragilen Alter

Bei der zunehmenden Verletzlichkeit im Alter ist die Entwicklung von Bewegungskompetenzen eine wesentliche Grundlage für ein gutes Leben. In diesem Fachkurs geht es um die alltagsorientierte Gestaltung von Bewegungslernen zur Förderung von Selbstvertrauen, Selbstständigkeit und Selbstbestimmung bei körperlichen oder/und psychischen Einschränkungen.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Personen, die sich in der Sorgearbeit mit alten, verletzlichen Menschen und deren Angehörigen engagieren.
  • vermittelt Ihnen das Lernmodell der Bewegungslehre Kinaesthetics zur systematischen Gestaltung von Bewegungslernen für älter werdende Menschen in verletzlichen Lebensverhältnissen sowie deren Angehörigen.
  • baut auf dem Fachkurs «Bewegungslernen im fragilen Alter» auf.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkursbestätigung
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 30.9.2020
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung November 2020 bis März 2021
  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Systematisches Bewegungslernen fördert die Selbstständigkeit und Selbstbestimmung alter, unterstützungsbedürftiger Menschen mit körperlichen oder psychischen Einschränkungen. Das im Fachkurs vermittelte Lernmodell der Bewegungslehre Kinaesthetics ist auf die Alltagsbedürfnisse und Lebensqualität von älter werdenden Menschen ausgerichtet und zieht deren Angehörige in die Unterstützungsaktivitäten mit ein.

Ausbildungsziel

  • Sie können mit unterstützungsbedürftigen alten Menschen und deren Angehörigen anhand des Kinaesthetics Lernmodells alltagsorientiertes Bewegungslernen gestalten.
  • Sie ermöglichen dadurch den Beteiligten, ihre Bewegungskompetenz für schwierige Alltags- resp. Unterstützungsaktivitäten zu entwickeln und damit die Stärkung ihrer Selbstwirksamkeit zu erfahren.
  • Integration des Maietta-Hatch Kinaesthetics Lernmodells in den Alltag
  • Analyse problematischer Alltags- resp. Unterstützungsaktivitäten
  • Gestaltung einer bewegungsförderlichen Lernumgebung
  • Anleitung von Bewegungs-Lernaktivitäten
  • Anleitung von Bewegungs-Integrationsaktivitäten
  • Dokumentation der Kompetenzentwicklung
  • Reflektion des bewegungsbasierten Menschenbildes

Neben den Kursblöcken vertiefen Sie die Inhalte und Methode in selbstorganisierten, begleiteten Bewegungsgruppen und wenden das Gelernte in Ihrem eigenen Praxisfeld an.

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch   praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Der Kompetenznachweis wird nur von den Teilnehmenden geleistet, welche einen CAS-Abschluss anstreben. Er besteht im Erstellen eines 6-8-seitigen Transferberichts (Theorie-Praxis-Transfer; Reflexion) zu den Inhalten des Fachkurses. Der Aufwand beträgt 60 Arbeitsstunden.

Titel + Abschluss

Dozentinnen und Dozenten

Änderungen vorbehalten

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Personen im Sozial-, Gesundheits-, Bildungs- und Beratungswesen sowie an Personen in der Freiwilligenarbeit, die mit unterstützungs-/pflegebedürftigen betagten Menschen und ihren Bezugspersonen (insb. Angehörigen) im ambulanten, intermediären oder stationären Bereich arbeiten oder zukünftig arbeiten möchten. Pflegende oder betreuende Angehörige, die sich fundiert mit der Thematik auseinandersetzen und in diesem Arbeitsbereich engagieren möchten.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.


Berufliche Voraussetzungen

Erfahrungen in der Betreuungsarbeit mit alten Menschen und ein Praxisfeld in der ambulanten, stationären oder intermediären Altersarbeit oder im privaten Bereich während der ganzen Kursdauer.

Organisation + Anmeldung

6 Tage zwischen November 2020 und März 2021, jeweils 8.45 – 16.45 Uhr

Detaildurchführungsdaten folgen

Studienort + Infrastruktur