Kreative Methoden in der Mediation

In diesem Fachkurs werden mit kreativen Herangehensweisen Zugänge zu schwierigen und blockierten Konfliktsituationen geschaffen.

Der Fachkurs:

  • befähigt zum situationsbezogenen Einsatz kreativer, ganzheitlicher Ansätze im Mediationsprozess.
  • vermittelt auf Basis aktuellster Hirnforschung wirksame Zugänge zu den Konfliktbeteiligten.
  • vermittelt Ihnen, wie Sie Ihre Mediandinnen und Medianden mit geeigneten Bildern und Geschichten (Storytelling) erreichen oder berühren können.
  • zeigt Ihnen, wie Sie in blockierten Situationen Ihre Mediandinnen und Medianden körperlich und innerlich in Bewegung bringen können.
  • regt Sie an, in Mediationsprozessen neue Wege auszuprobieren und sich als Mediatorin oder Mediator mit Ihren Grenzen auseinanderzusetzen.
  • richtet sich an Fach- und Führungspersonen unterschiedlicher beruflicher Herkunft mit mind. einer Grundausbildung in Mediation, aber auch an gestandene Mediatorinnen und Mediatoren, die sich methodisch vertiefen möchten.

     

Aufmerksame Kursteilnehmerinnen

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kursbestätigung
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 30.4.2021
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2’600
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 31. Mai und 1. Juni 2021
    1./2. Juli 2021
    12./13. August 2021
  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement - Programm offene Kurse 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Der Fachkurs zeichnet sich durch eine ganzheitliche Sicht und Herangehensweise in der Mediation aus. Kreative Methoden, welche über das rational-vernünftige Verstehen hinaus gehen, dienen dazu, Blockaden zu lösen, die Intuition spielen zu lassen und den konstruktiven Umgang mit starken Gefühlen in der Konflikttransformation zu fördern. Dazu werden neuste neurowissenschaftliche Erkenntnisse gezielt für die Anwendung in der Mediation vermittelt. Die eigene Anwendung und Auseinandersetzung mit kreativen Mitteln wie Bilder, Storytelling, Körper und Bewegung oder die Arbeit mit Sprachmustern und Keywords führen Sie auf spielerische und lustvolle Art zu einer dynamischen und wirksamen Mediationspraxis. Sie entwickeln ein Gespür für die Passung dieser kreativen Zugänge an die spezifische Situation und Ihre persönliche Arbeitsweise.

Ausbildungsziel

  • Sie erweitern Ihre methodischen Kenntnisse mit kreativen Ansätzen und Instrumenten, basierend auf aktuellen Erkenntnissen aus der Hirnforschung und den Neurowissenschaften.
  • Sie setzen sich dabei mit Herangehensweisen auseinander, welche über das rational-vernünftige Verstehen hinausgeht.
  • Sie kennen unterschiedliche Instrumente und Techniken, eskalierte und blockierte Konfliktsituationen konstruktiv anzugehen.
  • Sie erweitern Ihre Kompetenz, situationsbezogen geeignete kreative Instrumente im Mediationsprozess einzuflechten.
  • Sie setzen sich mit dem Mediationsprozess über das Phasenmodell hinaus auseinander und lernen im Prozess Ihre eigenen Konzeptchoreographien zu schreiben.
  • Sie wissen um die Hindernisse und Möglichkeiten, Menschen in konfliktreichen, stressvollen Situationen zu erreichen.
  • Sie erweitern Ihr Selbstverständnis bezüglich Ihrer Rolle als Mediatorin oder Mediator.
  • Sie verstehen, wie Sie Gefühlen im Mediationsprozess einen passenden (öffnenden) Raum geben können.
  • Sie erlangen Sicherheit im Einsatz von kreativen Elementen.

Der Fachkurs beinhaltet 6 Präsenztage (3 x 2 Tage)

1. Lerneinheit, 18./19. Juni 2020, 2 Tage  (milan):

Grundlagen für den Einsatz kreativer Methoden: Warum und wozu? Wann und wie?

  • Die Rolle des Unbewussten in Konflikten und in der Konfliktbearbeitung: Darstellung einiger für die Mediation relevanter Erkenntnisse aus der Hirnforschung und den sozialen Neurowissenschaften
  • Wie können wir mit dem Unbewussten, das in Konflikten solch großen Einfluss hat, kommunizieren?
  • Die ethische Frage – Ist das nicht Manipulation? Wie vertragen sich indirekte Interventionen mit unserer mediativen Haltung?
  • Überblick über die Palette an kreativen Methoden mit praktischen Beispielen: Arbeit mit Bildern und Visualisierung, Filmclips, Sprachmustern, Geschichten und Metaphern, Körper- und Bewegungsübungen (Embodiment), Aufstellungen,
  • Umgang mit schwierigen Emotionen – bei uns und bei den Konfliktparteien: Wie entstehen Gefühle, wie können wir sie nutzen und sogar gestalten?
  • Viele praktische Übungen zur Verschränkung von Theorie und Praxis.

2. Lerneinheit, 3./4. September 2020, 2 Tage (milan):

Den eigenen Mediationsstil erweitern und trainieren

  • Indirekt, aber zielorientiert - Wann können wir welche Methoden einsetzen: Orientiert am Phasenmodell der Mediation stellen wir Situationen und Einsatzfelder für die Arbeit mit kreativen Medien zusammen,
  • Den kreativen Werkzeugkoffer bestücken: praktische Tipps zur Entwicklung eines individuellen Methodenrepertoires (zum Beispiel: Wie können wir uns darauf vorbereiten, die passende Methode „spontan“ aus dem Ärmel zu schütteln),
  • Training unserer mediativen Haltung und Performance im Alltag: Techniken und Übungen zur Arbeit mit dem eigenen Unbewussten (Mentaltraining).

3. Lerneinheit, 14./15. Oktober 2020, 2 Tage (Hanna Milling):

Storytelling – Einführung in die Kunst Geschichten zu erzählen

  • Die Kunst des Geschichtenerzählens als wirksame Intervention in der Mediation
  • Warum wir in der Mediation Geschichten erzählen: die Wirkkraft von Geschichten
  • Funktionen von Geschichten im Mediationsprozess
  • Beispiele aus der Mediationspraxis: Wann haben welche Geschichten wie gewirkt?
  • Einsatzfelder: In welchen Situationen passen Geschichten?
  • Geschichten erzählen, aber wie? Die Kunst des Erzählens erlernen und erproben.
  • Aufbau und Austesten eines Geschichtenrepertoirs für die eigene Mediationspraxis
  • Ein narrativer Blick auf Konflikte und ihre Lösung: Die (Re-)Konstruktion von Wirklichkeiten durch Geschichten
  • weitere narrative Methoden in der Mediation

Fachinputs, Reflexionsarbeit, Rollenspiele
Einzelarbeit, Arbeit in Kleingruppen und im Plenum.

Zwischen den Präsenztagen erfolgt im Rahmen des Selbststudiums eine Vertiefung mittels ausgewählter Literatur und Aufgaben zur Integration und zum Transfer des Erlebten in den eigenen Mediationskontext.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Voraussetzungen + Zulassung

Der Kurs richtet sich an Fach- und Führungspersonen unterschiedlicher beruflicher Herkunft, welche über mindestens eine Grundausbildung in Mediation verfügen, und an solche, die sich für herausfordernde Konfliktsituationen ein methodisches Repertoire aneignen wollen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

31. Mai und 1. Juni 2021
1./2. Juli 2021
12./13. August 2021

Studienort + Infrastruktur

Bestandteil von