Prozesse des Alterns

Alternsprozesse und die Lebenssituationen älter werdender Menschen stehen im Fokus dieses Fachkurses, der das gesamte Person-Umwelt-System in den Blick nimmt.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Personen, die sich beruflich oder privat mit Veränderungsprozessen des Alterns auseinandersetzen.
  • fokussiert auf die Lebenssituation älter werdender Menschen.
  • vermittelt ein systemisches Grundwissen, das Sie im Unterricht konkret anwenden.
  • sensibilisiert für geschlechtsspezifische Entwicklungsprozesse beim Älterwerden.
  • befähigt Sie dazu, Prozesse des Alterns zu erkennen.
  • setzt Sie in die Lage, Wechselwirkungen im Person-Umwelt-System zu verstehen und Ansatzpunkte für Interventionen zu finden.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkursbestätigung
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse
  • Anmeldefrist 15.3.2020
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 2'200
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 16.4.2020 / 17.4.2020 / 7.5.2020 / 8.5.2020 / 18.6.2020 / 19.6.2020
  • Broschüre

Weiterbildungsangebot Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

In diesem Fachkurs werden älter werdende Menschen systemisch betrachtet. Im Fokus stehen individuelle Alternsprozesse, die Bezogenheit auf das eigene Umfeld und daraus entstehende Wechselwirkungen. Dabei wird die Lebenssituation jedes älter werdenden Menschen als Ergebnis eines Zusammenspiels verschiedener Ebenen des Person-Umwelt-Systems verstanden. Nur wenn dieses gesamthaft in den Blick genommen wird, können tragfähige Lösungen für problematische Entwicklungen gefunden werden.

Ausbildungsziel

Sie erwerben ein Grundwissen in systemischer Denk- und Betrachtungsweise, um in ihrem eigenen Arbeitsfeld Prozesse des Alterns zu erkennen und - wo angezeigt - durch Intervention darauf Einfluss zu nehmen.

  • Sie kennen die Veränderungsprozesse, welche die Lebensphase Alter körperlich, kognitiv, sozial und motivational bestimmen.
  • Sie kennen den neusten Forschungsstand zu den wichtigsten Faktoren des längeren Lebens.
  • Sie können geschlechtsspezifische Unterschiede als solche erkennen und einordnen.
  • Sie verstehen die Wechselwirkungen körperlicher und psychischer Veränderungen mit der sozialen Umwelt.
  • Sie erleben die Funktionsweise systemischer Interventionen und nehmen sich selbst als Teil des Systems wahr.
  • Sie können sich in die Lage älterer Personen hineinversetzen.
  • Sie sind in der Lage, das erworbene Wissen und Können auf Fragestellungen aus Ihrem eigenen Berufsfeld anzuwenden.

Wesentliche Inhalte

  • Einführung in systemische Denk- und Betrachtungsweise
  • Einführung und Anwendungsbeispiel zur «teilnehmenden Beobachtung»
  • Körperliche Prozesse, Sinneswahrnehmungen
  • Determinanten des längeren Lebens
  • Geschlechtsspezifische Entwicklungsprozesse

Unsere Lern- und Arbeitsformen betonen Praxisorientierung, Reflexion und die Integration von Fachwissen aus unterschiedlichen Disziplinen und Erfahrungszusammenhängen. Das Kontaktstudium wird ergänzt durch   praxisrelevante Übungen und Anwendungsaufgaben sowie den fachlichen Austausch in Gruppen.

Der Kompetenznachweis wird nur von den Teilnehmenden geleistet, welche einen CAS-Abschluss anstreben. Er besteht im Erstellen eines 6-8-seitigen Transferberichts (Theorie-Praxis-Transfer; Reflexion) zu den Inhalten des Fachkurses. Der Aufwand beträgt 60 Arbeitsstunden.

Titel + Abschluss

Dozentinnen und Dozenten

Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus Forschung und Praxis

Altersrelevante Themen  

Im Institut Alter werden in bestehenden und neuen Handlungsfeldern Akzente gesetzt. Im Fokus der Weiterbildungen stehen Fragen der Lebensgestaltung im Alter, die sowohl aus der Perspektive des Individuums als auch aus der weiteren gesellschaftlichen und politischen Optik bearbeitet werden. Die Begriffe Alter und Altern beinhalten eine hohe Diversität der entsprechenden Lebensspanne. Altersrelevante Themen haben Bedeutung auch für andere Lebensphasen und -herausforderungen.

Weiterbildung an der Fachhochschule

Die Angebote des Instituts Alter haben eine interdisziplinäre und interprofessionelle Ausrichtung. Entsprechend richten sie sich auch an Zielgruppen unterschiedlicher beruflicher Herkunft. Es geht in der Hochschul-Weiterbildung um die Vermittlung vertiefender Fachkenntnisse, um das Erschliessen von grösseren Verständniszusammenhängen sowie die mehrperspektivische Bearbeitung von Themen mit hoher Praxisrelevanz.

Weiterbildung und Forschung

Im Institut Alter sind die Leistungsbereiche Weiterbildung und Forschung aufeinander bezogen; ein kontinuierlicher Austausch ermöglicht die Weiterentwicklung beider Bereiche. Im Rahmen von empirisch ausgerichteten Modul- oder Masterarbeiten profitieren die Weiterbildungsstudierenden vom Knowhow der angewandten gerontologischen Forschung, regen ihrerseits mit ihren Praxisthemen aber auch die Forschung an und tragen so in vielfältiger Weise zu den Forschungsaktivitäten und zum Forschungsfundus des Instituts Alter bei.

Weiterbildung im Kontext der grösseren Wissensgemeinschaft

Das Institut Alter der Berner Fachhochschule pflegt ein breites Netzwerk zu schweizerischen und internationalen Hochschulen, welche im Altersbereich eine bedeutsame Forschungs- und Bildungstradition haben sowie vergleichbare oder ergänzende Projekte bearbeiten. Durch den gezielten Einsatz von namhaften Dozierenden unterschiedlicher gerontologischer Traditionen und Ansätze, erhalten die Studierenden Zugang zu breitem und nachhaltig abgestützten Expertenwissen im Themenfeld Alter.

Bildung für die Praxis mit der Praxis

Um Lösungen für die aktuellen und zukünftigen gesellschaftlichen Probleme zu finden, braucht es Fachwissen einerseits sowie die Fähigkeit zur geeigneten Implementierung dieses Wissens in der Praxis andererseits. Das Institut Alter kann auf ein umfangreiches und bewährtes Netzwerk von Dozierenden zurückgreifen, welche den Anforderungen wissenschaftlicher und zugleich auch praktischer Expertise entsprechen. Sie bieten Gewähr dafür, dass das vermittelte Wissen in den Kontext der Berufs- und Lebenspraxis transferiert werden kann. 

Bildungskultur

Das Weiterbildungsstudium geschieht in einer förderungs- und unterstützungsorientierten Bildungskultur. Die Studienleitung steht begleitend und beratend zur Verfügung, so dass die Studierenden ihren individuellen Bildungsanliegen nachgehen können. Unter den Studierenden wird eine Zusammenarbeitskultur gefördert, die gemeinsame und individuelle Reflexion sowie die entsprechenden Such- und Findungsprozesse zulässt und unterstützt. Die Reflexion gerontologischer Themen und Inhalte geschieht bezogen auf das Handlungsfeld, aber ebenso auch auf das Altersbild und die eigene Person.

Voraussetzungen + Zulassung

Das Angebot richtet sich an Leitungspersonen und Fachleute aus allen Berufsrichtungen, die sich mit dem Themenfeld Prozesse des Alterns anwendungsorientiert auseinandersetzen wollen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.


Berufliche Voraussetzungen

Erfahrungen in der Betreuungsarbeit mit alten Menschen und ein Praxisfeld in der ambulanten, stationären oder intermediären Altersarbeit oder im privaten Bereich während der ganzen Kursdauer.

Organisation + Anmeldung

16./17. April 2020
7./8. Mai 2020
18./19. Juni 2020

Jeweils 8.45 – 16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur