Suizidprävention

In diesem Fachkurs lernen Sie Konzepte zur Suizidprävention kennen, erhalten wichtige Informationen zu bestehenden Projekten und haben die Möglichkeit, sich mit Expertinnen und Experten zu vernetzen.

Der Fachkurs:

  • richtet sich an Fachpersonen, die in ihrer Tätigkeit mit Suizidprävention, -intervention und -postvention konfrontiert sind,
  • vermittelt Ihnen grundlegende Fakten zu Suizid und Suizidprävention,
  • vermittelt Ihnen grundlegende Fakten zum Thema Freitod und Sterbehilfeorganisationen,
  • stellt Möglichkeiten zur Primärprävention vor: Präventionsprojekte der Schweiz bezogen auf verschiedene Zielgruppen,
  • beschäftigt sich mit der Sekundärprävention: Erfassung der Suizidalität bei potenziell gefährdeten Klientinnen und Klienten und mögliche Interventionen,
  • stellt die Konzepte der Tertiärprävention vor: Massnahmen und Netzwerke nach Suizidversuch/Suizid,
  • ermöglicht Ihnen den Transfer von Suizidprävention in Ihr eigenes Tätigkeitsfeld.
Fachkurs Suizidprävention

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkurs
  • Dauer 7 Kurstage
  • Unterrichtstage Do, Fr, Di
  • Anmeldefrist 30. Oktober 2020
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'300
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung Januar bis März 2021

Inhalt + Aufbau

Porträt

Jährlich sterben in der Schweiz dreimal mehr Menschen durch Suizid als an Verkehrsunfällen und 28-mal mehr als durch Aids. Menschen, die einen Suizid begangen haben, hinterlassen im Schnitt fünf bis zehn Angehörige. Suizidprävention ist wichtig und deren Wirksamkeit nachgewiesen. Suizidprävention kann sowohl die Gesamtbevölkerung ansprechen (Primärprävention), als auch den gefährdeten Klienten, die gefährdete Klientin (Sekundärprävention) und nicht zu vergessen, Opfer und Hinterbliebene nach Suizid (Tertiärprävention). In der Schweiz gibt es einige vielversprechende Projekte und innovative Ansätze, die sich der Suizidprävention widmen.

Der Fachkurs bündelt das bestehende Wissen und vernetzt Personen, die sich erfolgreich für eine nachhaltige Suizidprävention einsetzen wollen. Sie lernen Präventionskonzepte kennen, erhalten wichtige Informationen über bestehende Projekte und vernetzen sich mit Expertinnen und Experten.

Ausbildungsziel

  • Sie verfügen über eine differenzierte und professionelle Haltung zu Suizid.
  • Sie erlangen Grundlagenwissen zur Suizidprävention und konkreten Suizidpräventionsprojekten.
  • Sie erkennen Präventionspotenzial in Ihrer eigenen Institution und entwickeln konkrete Ideen zu kleinen Projekten der Suizidprävention.

Nach Abschluss des Fachkurses verfügen Sie über eine differenzierte und professionelle Haltung zu Suizid und Suizidprävention. Sie erwerben Kompetenzen in folgenden Bereichen:

Wissen und Verstehen
 

  • Sie haben ein grundlegendes Hintergrundwissen zur Epidemiologie und Ursachenforschung sowie zu Konzepten und Modellen der Suizidprävention.

Anwenden von Wissen
 

  • Sie wissen um geeignete Massnahmen für Angehörige und Betroffene nach einem Suizid. 
  • Sie haben Kennnisse zur Entwicklung und Umsetzung von Präventionskonzepten und -kampagnen.

Urteilen
 

  • Sie entwickeln eine eigene Haltung zum Thema Suizidalität und können diese beschreiben und begründen.
  • Sie sind in der Lage, Entwicklungspotential in Ihren Institutionen bezüglich Suizidprävention zu erkennen und kleine Projekte zu lancieren.

Kommunikative Fertigkeiten
 

  • Sie können Dritten gegenüber kleine Projektideen im Rahmen der Suizidprävention vorstellen und vertreten.

Selbstlernfähigkeit
 

  • Sie können auf die Ressourcen eines interdisziplinären Netzwerkes von Fachleuten zurückgreifen und sind in der Lage, sich selbstständig Wissen anzueignen.

Grundlegende Fakten zu Suizid und Suizidprävention
 

  • Sie erarbeiten sich grundlegende Kenntnisse zum Thema Suizid.
  • Sie haben einen Überblick über Erklärungsmodelle und kennen die entsprechenden epidemiologischen Kennzahlen.
  • Sie kennen Risiko- und Resilienzfaktoren für Suizidhandlungen.

Primärprävention: Zielgruppenfokussierte Präventionsprojekte der Schweiz
 

  • Sie erarbeiten sich grundlegendes Wissen zu Modellen der Prävention.
  • Sie kennen aktuelle Beispiele von Präventionsbemühungen und sind in der Lage, deren Konzeption und Implementierung zu beschreiben.
  • Sie kennen Evaluationsmöglichkeiten, um die Wirksamkeit von Präventionsprogrammen zu messen.
  • Sie kennen Strategien zum politischen Lobbying wie auch zur Arbeit mit Medienvertreterinnen und -vertretern.

Sekundärprävention: Erfassung der Suizidalität bei potentiell gefährdeten Klientinnen und Klienten und mögliche Interventionen
 

  • Sie lernen Assessment-Instrumente kennen, um Suizidalität objektiv zu erfassen.
  • Sie erlernen einige ausgewählte Massnahmen, die bei akuter Suizidalität angezeigt sind.

Tertiärprävention: Massnahmen und Netzwerke nach Suizidversuch / Suizid
 

  • Ihnen werden Massnahmen aufgezeigt, die Menschen mit Suiziderfahrung unterstützen, das Erlebte zu bewältigen aber erneute Suizidversuche verhindern.
  • Ihnen werden Programme und Netzwerke vorgestellt, die es den Hinterbliebenen und Angehörigen ermöglichen, mit den Erfahrungen umzugehen.

Transfer ins eigene Tätigkeitsfeld
 

Neben dem theoretischen Wissen zur Suizidprävention ist der Transfer ins eigene Tätigkeitsfeld ein Schwerpunkt des Fachkurses. Die Abschlussarbeit des Fachkurses beinhaltet eine Analyse des eigenen Tätigkeitsfeldes im Hinblick auf die Suizidprävention. Sie entwickeln einen kleinen Projektplan für die Umsetzung eines Präventionsprojekts in Ihrer Praxis oder Evaluieren ein bestehendes Präventionsprojekt. Die erarbeiteten Erkenntnisse und Projekte präsentieren Sie am Ende des Fachkurses.

  • Kontaktstudium
  • Bearbeiten von klinischen Fallbeispielen
  • Üben in Lerngruppen
  • E-Learning
  • Selbststudium

Sie entwickeln für Ihren Kompetenznachweis ein Präventionsprojekt, welches relevant für Ihre Praxisinstitution oder die Gesellschaft ist. Am letzten Kurstag skizzieren Sie Ihren Kurskolleginnen und -kollegen den Projektplan. Dabei berücksichtigen Sie sinnvolle Zielkriterien und bedarfsgerechte Evaluationsmethoden.

Titel + Abschluss

Fachkurs in «Suizidprävention»

Dieser Fachkurs kann in folgenden MAS- und DAS-Studiengängen ein Wahlmodul sein:

Dozentinnen + Dozenten

Voraussetzungen + Zulassung

Personen, die in ihrer Tätigkeit mit Suizidprävention, -intervention und -post-vention konfrontiert sind:

  • Pflegefachpersonen
  • Lehrkräfte
  • Seelsorgende
  • Sozialarbeitende
  • Projektmitarbeitende im Bereich psychische Gesundheit und Suizidprävention
  • Mitarbeitende von Beratungsstellen, Heimen, Care Teams, Polizei und Rettungsdiensten

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Organisation + Anmeldung

7 Kurstage, Januar bis März 2021
Ca. 80 Stunden Selbststudium, total 120 Stunden studentischer Arbeitsaufwand

  • Donnerstag, 21. Januar 2021
  • Freitag, 22. Januar 2021
  • Donnerstag, 4. Februar 2021
  • Freitag, 5. Februar 2021
  • Donnerstag, 25. Februar 2021
  • Freitag, 26. Februar 2021
  • Dienstag, 2. März 2021 (mündliche Prüfung: Projektpräsentation)

Anmeldefrist: 30. Oktober 2020
Start Fachkurs: 21. Januar 2021

CHF 2'300

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument):

  • Diplome
  • tabellarischer Lebenslauf
  • Passfoto (im JPG-Format)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie sie bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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