Allein lebende Menschen mit Demenz

Allein lebende Menschen mit Demenz suchen oft keine Hilfe und gefährden manchmal sich und andere. Wie bietet man diesen Menschen Hilfe und Unterstützung, damit sie eigenständig bleiben können?

Der Kurs:

  • richtet sich an Fachpersonen aus Pflege, Betreuung, Beratung und Behörden, die sich für das Thema interessieren,
  • sensibilisiert Sie für die individuell unterschiedlichen Situationen allein lebender Menschen,
  • vermittelt Ihnen die Kompetenzen, sich an den Bedürfnissen und Ressourcen der Betroffenen zu orientieren sowie passende Hilfe und Unterstützung zu bieten,
  • befähigt Sie, mit dem Spannungsfeld «Selbstbestimmung und Abhängigkeit» umzugehen.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kurs
  • Dauer 1 Kurstag
  • Unterrichtstage Montag
  • Anmeldefrist 11.6.2019
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 340
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 1.7.2019
  • Broschüre

Weiterbildungsprogramm 2018 | 2019 Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

In Zukunft werden immer mehr Menschen mit Demenz allein leben. Diese Menschen sind jedoch besonders schwer zu erreichen. Durch das fehlende Bewusstsein ihrer Defizite suchen sie oft keine Hilfe, sondern versuchen ihren Alltag selbstständig zu meistern. Oft wird das soziale Umfeld erst dann aufmerksam, wenn die Krankheit bereits vorangeschritten ist und die Betroffenen sich und andere gefährden. Dann geht es meist sehr schnell und der Umzug ins Heim scheint die einzige Lösung zu sein. Doch häufig ist nicht das «Können» entscheidend, sondern die fehlende ambulante Hilfe und Unterstützung.

Ausbildungsziel

Sensibilisierung für die individuell unterschiedliche Situation alleinlebender Menschen und Orientierung an deren Bedürfnissen und Ressourcen, Bewusstwerdung, dass Demenz die Gesellschaft als Ganzes betrifft, Hilfreiche und nötige Unterstützungsangebote kennen, Wissen um das Spannungsfeld «Selbstbestimmung und Abhängigkeit».

Wie ist es, allein mit einer Demenz zu leben – vor allem in Bezug auf Belastungen, Ängste und Bedürfnisse? Wie kommen alleinlebende Demenzkranke mit ihrer Situation zurecht? Was hilft ihnen dabei und welche Anforderungen an Unterstützungsmöglichkeiten ergeben sich hieraus?
Zugang finden: Menschen mit Demenz, die allein leben, haben Nachbarn, sie gehen einkaufen, holen Geld bei der Bank oder rufen die Polizei, weil sie ihr Portemonnaie nicht finden und sicher sind, dass ihnen dieses gestohlen wurde. Gerade das alltägliche Umfeld, die Kassiererin im Supermarkt, der Mitarbeiter in der Bankfiliale und der Streifenpolizist sind daher wichtige Adressaten, denen auffallen kann, dass sich jemand verändert, verwirrt ist und Hilfe braucht.
Visionen entwickeln: Welche Unterstützung ist hilfreich? Wie müssen Angebote beschaffen sein? Welche Voraussetzungen braucht es? Wann sind die Grenzen erreicht?

Titel + Abschluss

Sie erhalten eine Kursbestätigung.

Dozentinnen + Dozenten

Helga Schneider-Schelte, Diplom-Sozialpädagigin FH und Familientherapeutin, Deutsche Alzheimer Gesellschaft Berlin

Voraussetzungen + Zulassung

Fachpersonen aus Pflege, Betreuung, Beratung, Behörden, die sich für das Thema interessieren.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

1. Juli 2019, 8.45-16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur