Altersbilder in der Wissenschaft

Das Altersbild ist in der Regel von Stereotypen geprägt und negativ getönt. Ihr Einfluss auf das Zusammenleben alter Menschen kann jedoch gemindert werden.

Der Kurs:

  • richtet sich an Leitungspersonen und Fachleute aller Berufsrichtungen.
  • befasst sich mit den Bildern des Alters und den darin enthaltenen Stereotypen.
  • befähigt Sie, die Folgen der Altersbilder und die mit ihnen verbundene Bedrohung für ältere Menschen abzuschätzen und zu mindern.
Patina

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kurs
  • Dauer 2 Kurstage
  • Unterrichtstage Mittwoch/Donnerstag
  • Anmeldefrist 24.4.2019
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 680
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 15./16.5.2019
  • Broschüre

Weiterbildungsprogramm 2018 | 2019 Institut Alter

Inhalt + Aufbau

Portrait

Bilder des Alters lassen sich in vielen Bereichen des alltäglichen Zusammenlebens nachzeichnen: Ausgrenzungen der Älteren aus der Arbeitswelt, die «Unsichtbarkeit» der Älteren in der Werbung wie auch der verbreitete «Jugendlichkeitskult» lassen erkennen, dass in unserer Gesellschaft und in den Köpfen der meisten Menschen ein negatives Altersbild vorzuherrschen scheint, und zwar nicht nur bei den jüngeren, sondern auch bei den älteren Menschen selbst - indem letztere sich z.B. selbst nicht zu «den Alten» zählen. Die Psychologie hat eindrucksvolle Belege dafür erarbeitet, wie dieses negative Altersbild - das «politisch korrekt» ja selten direkt geäussert wird - über unbewusst ablaufende Prozesse und auf höchst subtile Weise den Umgang mit älteren Menschen steuert; sie hat aber auch nachgewiesen, welche Folgen das negative Altersbild für die alten Menschen selbst zeitigt. Zugleich wurde deutlich, dass das «Altersstereotyp» und das «Geschlechterstereotyp» offenbar zusammenwirken und «Alt Sein» für Männer und Frauen mit unterschiedlichen Bewertungen einhergeht.

Ausbildungsziel

  • Sie erkennen anhand ausgewählter Befunde, dass das Altersbild im Kern negativ getönt ist.
  • Sie erfahren im Detail, wie sich das Altersbild (auch Stereotyp, Vorurteil) aufspüren und «messen» lässt.
  • Sie sind in der Lage, die Folgen der Altersbilder und die mit ihnen verbundene Bedrohung für ältere Menschen abzuschätzen («Selbststereotypisierung»).
  • Sie erkennen, welche Wurzeln das negative Altersbild besitzt und weshalb es so resistent gegen Versuche seiner Änderung ist.
  • Mit welchen Bildern werden Alter(n) und alte Menschen dargestellt?
  • Wie lassen sich diese Bilder im Alltag aufspüren und in der Forschung als «Altersbild» nachzeichnen?
  • Wie lassen sich gerade unbewusste Prozesse der Stereotypisierung alter Menschen «sichtbar» machen?
  • Wie spiegelt sich das differentielle Altern von Männern und Frauen in Altersbildern wieder?
  • Wie lässt sich der Einfluss eines negativen Altersbildes auf das Miteinander und auf die alten Menschen selbst erkennen und gegebenenfalls mindern?
  • Was bedeutet die Thematik für die Gestaltung des eigenen Lebens, des Zusammenlebens von Jung und Alt und für das eigene Altern?

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Prof. Dr. Sigrun-Heide Filipp, Universität Trier

Voraussetzungen + Zulassung

Leitungspersonen und Fachleute aus allen Berufsrichtungen, die sich mit dem breiten Themenfeld Alter und Altern im gesellschaftlichen Kontext anwendungsorientiert auseinandersetzen wollen.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

15./16. Mai 2019, 8.45-16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur