Basiswissen Trauma – Umgang und Gesprächsführung mit traumatisierten Menschen

Nur auf der Basis einer konstruktiven Beratungsbeziehung können Sie Traumatisierte dabei unterstützen, Geschehenes zu verarbeiten. Lernen Sie die dazu nötige respektvolle Haltung und spezifische Gesprächsführung.

Der Kurs:

  • richtet sich an Fachkräfte aus dem Bereich Opferhilfe sowie aus sozialen Institutionen wie Beratungsstellen, Sozialdiensten, Erwachsenen- und Kindesschutz,
  • erörtert, inwiefern Menschen beraten werden müssen, deren Lebensbalance infolge traumatischer Erlebnisse tiefgreifend erschüttert ist,
  • vermittelt Ihnen, wie die Klientin oder der Klient dabei unterstützt wird, das Geschehen gesund zu verarbeiten,
  • geht auf die spezifischen Beratungsbedürfnisse ein, die traumatisierte Menschen gegenüber ihrer Beraterin bzw. ihrem Berater haben,
  • thematisiert eine respektvolle Haltung sowie eine spezielle Gesprächsführung als Bedingung für eine konstruktive Beratungsbeziehung.
Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kurs
  • Dauer 2 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 19.8.2019
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 640
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 9./10. September 2019

Inhalt + Aufbau

Portrait

Beachten Sie unsere allgemeinen Zulassungsbedingungen: <https://www.soziale-In der Opferhilfe und in anderen sozialen Institutionen werden Menschen beraten, deren Lebensbalance in Folge traumatischer Erlebnisse tiefgreifend erschüttert ist. Insbesondere durch andere Menschen verursachte Traumata werden als extrem bedrohlich empfunden. Daraus resultierende Gefühle der Ohnmacht und Hilflosigkeit zählen zu den schlimmsten Erfahrungen, die man machen kann. Dieses extreme Erleben kann in der Folge die Beziehung zu anderen Menschen beeinflussen.

Eine hilfreiche Beratung geht auf die spezifischen Bedürfnisse ein, die traumatisierte Menschen gegenüber ihren Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern haben. Erst die bedingungslos respektvolle Haltung der beratenden Person sowie deren spezielle Art der Gesprächsführung ermöglichen den traumatisierten Klientinnen und Klienten, sich überhaupt auf eine konstruktive Beratungsbeziehung einlassen zu können. So wird die Klientin oder der Klient dabei unterstützt, das Geschehen gesund zu verarbeiten.

Ausbildungsziel

  • Sie erhalten Einblick in die aktuellen Erkenntnisse aus der Traumaforschung.
  • Sie lernen, auffälliges Verhalten Ihrer Klientinnen und Klienten professionell einzuordnen und zu «deuten».
  • Sie können eine konstruktive Gesprächsbeziehung zu einer traumatisierten Klientschaft aufbauen.
  • Sie beherrschen spezifische Gesprächsführungstechniken, die Ihnen Sicherheit geben im Gespräch mit traumatisierten Menschen.

Basiswissen «Trauma»
 

  • Traumatisierung – was ist das?
  • Abgrenzung „Normaler“ Stress – Traumatisierender Stress
  • „Gesunde“ bzw. problematische Verarbeitung von (traumatisierendem) Stress
  • Trauma-Phasen, Trauma-Kategorien, Trauma-Typen
  • Traumafolgestörungen
  • Würdigen was ist – „seltsame“ Verhaltensweisen besser verstehen

Flucht & Trauma
 

  • Traumatische Erfahrungen und Lebensbedingungen von Flüchtlingen

Von der Belastung zur Stabilisierung
 

  • Wie Selbstheilungskräfte wirken – und wie professionelle Helfer diese unterstützen können
  • Allgemeines zum Umgang mit traumatisierten Menschen
  • Stabilisieren – Stabilisieren – Stabilisieren
  • Gesprächsführung mit traumatisierten Menschen, hilfreiche Interventionen

Selbstfürsorge für haupt-/ehrenamtliche Helfer

Titel + Abschluss

Kursbestätigung

Dozentinnen + Dozenten

Dr. Petra Maria Schwarz, Personal- und Organisationsberaterin, zertifizierte Trainerin für Motivational Interviewing

Voraussetzungen + Zulassung

  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Opferhilfe
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus sozialen Institutionen wie Sozialdienste, Erwachsenen- und Kindesschutz, Beratungsstellen

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

9./10. September 2019, 8.45–16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur