Eltern-Jugendlichen-Mediation

Der Kurs beschäftigt sich mit häufig anzutreffenden Konflikt- und Kommunikationsmustern in Familien mit Jugendlichen.

Der Kurs:

  • befasst sich mit familiendynamischen und entwicklungspsychologischen Aspekten der Adoleszenz,
  • bietet hilfreiche Interventionen bei hochstrittigen Familien,
  • vertieft Kenntnisse über die Besonderheiten der Eltern-Jugendlichen-Mediation.
Zwei ernstblickende Personen, Frau im Vordergrund im Profil, Mann unscharf im Hintergrund

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kurs
  • Dauer 2 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 28.9.2019
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 780
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 28./29. Oktober 2019
  • Broschüre

Aus- und Weiterbildung in Mediation und Konfliktmanagement

  • Broschüre

Mediation – Kursprogramm 2019

  • Broschüre

Mediation und Konfliktmanagement - Programm offene Kurse 2020

Inhalt + Aufbau

Portrait

Die Eltern-Jugendlichen-Mediation ist innerhalb der Familienmediation ein Feld, das sich durch einige Besonderheiten auszeichnet. Im Gegensatz zur Scheidungsmediation zielt die Eltern-Jugendlichen-Mediation darauf ab, ein funktionsfähiges Familiengefüge wiederherzustellen, statt die ursprüngliche Form zu beenden. Die besonders starke Verbindung von sachlichen Konfliktthemen und Konflikten auf der Beziehungsebene –  typische Konfliktbereiche sind etwa das bestehende Machtungleichgewicht zwischen Eltern und Jugendlichen, die Entwicklungsphase der Adoleszenz mit ihren entwicklungspsychologischen und familiendynamischen Implikationen, sowie häufig anzutreffende Konflikt- und Kommunikationsmuster in Familien mit Jugendlichen – bedürfen einer besonderen Reflektion und Intervention der Mediatorin oder des Mediators. In diesem Kurs werden die Teilnehmenden gezielt angeleitet, eine Eltern-Jugendlichen-Mediation vorzubereiten und durchzuführen.

Ausbildungsziel

  • Sie kennen familiendynamische und entwicklungspsychologische Aspekte der Adoleszenz.
  • Sie besitzen vertiefte Kenntnisse über die Besonderheiten und daraus resultierenden Folgerungen für die praktische Anwendung der Eltern-Jugendlichen-Mediation.
  • Sie können eine Eltern-Jugendlichen Mediation vorbereiten und durchführen.
  • Sie haben sich mit den Grenzen der Eltern-Jugendlichen-Mediation sowie mit der Abgrenzung zu Familien- und Erziehungsberatung auseinandergesetzt.
  • Familiendynamische und entwicklungspsychologische Aspekte der Adoleszenz
  • Mediationssetting und Ausstattung
  • Prozess, Phasen und Struktur
  • Familien- und Einzelgespräche (Caucus)
  • Techniken der Gesprächsführung
  • Umgang mit Machtungleichgewichten zwischen Eltern und Jugendlichen
  • Refraiming und Problemdefinition der Auseinandersetzungen
  • Umgang mit Fairness und Gerechtigkeit
  • Hilfreiche Interventionen bei hochstrittigen Familien
  • Grenzen der Eltern-Jugendlichen-Mediation und Abgrenzung zu Familien- und Erziehungsberatung
  • Inhalte und Form der Vereinbarung

Titel + Abschluss

Kursbestätigung

Diese Weiterbildung wird vom Schweizerischen Dachverband Mediation (SDM), vom Schweizerischen Anwaltsverband (SAV) und vom Schweizerischen Verein für Familienmediation (SVFM) anerkannt.

Dozentinnen + Dozenten

Kerstin Riedl

dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin FH, systemische Paar- und Familientherapeutin, Mediatorin (SVM), Supervisorin Mediation (SDM), in der Fachstelle Beratung der Gemeinde Köniz als Mediatorin und Familienberaterin tätig, Ausbildnerin und Supervisorin für Familienmediation, selbstständige Tätigkeit.

Voraussetzungen + Zulassung

Mediatorinnen und Mediatoren in Ausbildung. Der Kurs kann auch als Weiterbildung in Mediation besucht werden.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

28./29. Oktober 2019, 8.45–16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur