Kommunikation und an Eigensprache orientierte Gesprächsführung

Der Kurs ermöglicht den Teilnehmenden, sich mit differenzierten Methoden einer an der Eigensprache orientierten Gesprächsführung auseinanderzusetzen und diese im eigenen Berufskontext einzusetzen.

Der Kurs:

  • richtet sich an Lehrpersonen, Schulpraxisberater in allen Ausbildungsbereichen, Personen in Gesundheits- und Pflegeberufen, Personen mit Aufgaben im Bereich der professionellen Supervision und Personen in weiteren berufsspezifischer (Fach)Beratung,

  • führt in die Grundhaltung und Grundkonzeption der Prozessbegleitung ein,

  • vermittlet ausgewählte Kommunikationstheorien,

  • zeigt die Bedeutung von Eigensprache in der Gesprächsführung auf und lehrt den Umgang mit Selbst- und Fremdwahrnehmung,

  • vermittelt Kenntnisse über das Zusammenspiel von Musik und Sprache sowie von psychischen Prozessen, Somatik und Eigensprache, Feedbackgestaltung,

  • lehrt den Umgang mit Eigenhypothesen, Wirkung von Resonanz und Pacing,

  • lehrt die Anwendung von idiolektisch geführten Gesprächen im spezifischen Berufskontext,

  • vermittelt die individuelle Vertiefung und Integration der erworbenen Kompetenzen der Gesprächsführung in den individuellen Kontext und in die eigene Praxis.

Stimmungsbild Einstiegskurs Kommunikation

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kursbestätigung Kommunikation und an Eigensprache orientierte Gesprächsführung
  • Dauer 8 Kurstage
  • Unterrichtstage blockweise Freitagabend, Samstag
  • Anmeldefrist 3. Juni 2019
  • Anzahl ECTS 6 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'900
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Hochschule der Künste Bern
  • Nächste Durchführung Herbstsemester 2019

Kontakt

Kursdokumentation Einführungskurs Kommunikation 2019/20

Inhalt + Aufbau

Portrait

Im Einstiegskurs erweitern Teilnehmenden ihre Kompetenzen in Bezug auf eine wirksame Gesprächsführung im eigenen Berufskontext. Ausgangspunkt ist eine achtsame, wertschätzende und die Steuerhoheit des Gegenübers anerkennende Grundhaltung. Das konkrete Anwenden bewährter Kommunikationsgrundsätze und die an der Eigensprache orientierte, idiolektische Gesprächsführung bilden die Grundlagen.

Ausbildungsziel

Mit dem erfolgreichen Abschluss erwerben Sie nachfolgenden Kompetenzen:

  • Sie haben Ihre Kompetenzen in Bezug auf eine wirksame Gesprächsführung in ihrem Berufskontext erweitert.
  • Sie verfügen über wirksame Methoden, um Personen einzeln und innerhalb von Gruppen in ihren eigenen Ressourcen zu stärken und sie in Veränderungsprozessen zu begleiten.
  • Sie nehmen als Ausgangspunkt eine achtsame, wertschätzende und die Steuerhoheit des Gegenübers anerkennende Grundhaltung ein.
  • Sie können bewährte Kommunikationsgrundsätze und die an der Eigensprache orientierte, idiolektische Gesprächsführung sowie diverse weiterführende Methoden in Beratung und Supervision anwenden.
  • Sie verfügen über Hintergrundwissen zu bedeutsamen Aspekten der Kommunikation sowie zu einzelnen methodischen Aspekten der Gesprächsführung, individuellen Prozessbegleitung, fachlicher und systemischer Beratung und dem Begleiten von Teams.

Die Kursziele sind nach einzelnen Modulen aufgegliedert. In den Kurseinheiten werden diese Ziele jeweils vernetzt. Die bereits erarbeiteten Themen werden in jeder Kurseinheit neben dem neuen Themenschwerpunkt mit vertieft und ihre Anwendung geübt und der Bezug zur eigenen Berufspraxis reflektiert.

Modul 1

Grundhaltung und Grundkonzeption der Prozessbegleitung, ausgewählte Kommunikationstheorien, Bedeutung von Eigensprache in der Gesprächsführung, Bedeutung des Konkreten, Bildhaften und Metaphorischen in der Prozessbegleitung, Informationen zur Geschichte und zum Forschungshintergrund der Idiolektik, Gestaltung der einfachen Interventionen mittels offenen, kurzen, konkreten und ressourcenorientierten Fragen sowie mittels Aufnehmen von und dem offenen Nachfragen nach Schlüsselwörtern und Signalen.

Modul 2

Weiterführende Methodik Umgang mit der Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung, Aufnehmen verbaler nonverbaler, paraverbaler und präverbaler Signalen, Kenntnisse über das Zusammenspiel von Musik und Sprache sowie von psychischer Prozessen, Somatik und Eigensprache, Feedback gestalten, Umgang mit Eigenhypothesen, Wirkung von Resonanz und Pacing, Überblicken von Wirkungsebenen und zugeordneten Interventionsformen in der Prozessbegleitung.

Modul 3

Praxis Anwendung von idiolektisch geführten Gesprächen im spezifischen Berufskontext, Achten auf minimale Interpretation, Intention, Intervention, kreative Zugänge kennen und erleben, Möglichkeiten der Methodenintegration, Reflexion zur Methodenvielfalt, Auftrags-/Rollenklärung und Vertrag, individuelle Vertiefung und Integration der erworbenen Kompetenzen der Gesprächsführung in den individuellen Kontext und in die eigene Praxis, Selbsterfahrung.

Methodik

Der Kurs setzt sich zusammen aus Kurzinputs, Anwendungsübungen, Live-Klientengesprächen, Selbststudium, Praxisanwendung, Supervision in Kleingruppen und individuelles Coaching.

Evaluation und Qualitätssicherung

Die Studienleitung bietet eine intensive Lernbegleitung an und ist zudem für eine einheitliche Haltung beim didaktischen Vorgehen, bei der Kursgestaltung und für den aktuellen Praxisbezug besorgt. Jeder Kurs wird von der Studienleitung und den Studierenden evaluiert. Die Anliegen der Studierenden werden als konkreter Auftrag zur steten Optimierung der Kursgestaltung entgegengenommen. Die Abschlussarbeiten werden nach transparenten Beurteilungsrastern eingeschätzt.

In Bezug zu den angestrebten Kompetenzen erhalten Sie im Verlauf des Ausbildungsgangs eine Auswahl an Aufträgen, um das Erlernte im eigenen Praxisfeld auf individuelle Weise anzuwenden und diese Umsetzung zu reflektieren. Sie dokumentieren diesen Praxistransfer im Sinn des Kompetenznachweises und erhalten von der Studienleitung oder den Dozierenden ein verbales oder Indikatoren-geleitetes Feedback.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Studienleitung

Andreas Cincera: Musiker, Dozent an den Musikhochschulen Lugano und Zürich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der HKB sowie aktiv in der Unterrichtsforschung, Schulpraxisberater und Supervisor im Bildungswesen ISSVS grad. IG Würzburg, Gründer des Instituts für Musik und Pädagogik.

Co-Studienleitung

Marianne Kleiner: Schulleitung aeB; Supervision, Coaching und Organisationsberatung im Bildungsbereich aeB. Schulleiterin Primarschule; Stufenleiterin, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Idiolektik und Gesprächsführung.

Dozentenpool

Der Kurs wird von einem Dozententeam aus den Berufsfeldern (Musik)Pädagogik, allgemeinärztliche und therapeutische Praxis sowie weiteren beruflichen Beratungskontext geleitet.

Partner

Ein Angebot der HKB in Zusammenarbeit mit dem Institut Alter

Voraussetzungen + Zulassung

SchulpraxisberaterInnen, Lehrpersonen aller Ausbildungsbereiche, Personen in Gesundheits- und Pflegeberufen, Personen mit Aufgaben im Bereich der professionellen Supervision, HR u.a.m. und Personen in weiteren berufsspezifischer (Fach)Beratung.

Zulassungsbedingungen

Zugelassen werden Personen mit einem Studienabschluss einer Hochschule, einer Fachhochschule oder einer gleichwertigen Aus- bzw. Weiterbildung. Es können auch Personen mit mehrjähriger Berufserfahrung aufgenommen werden, die über keinen entsprechenden Abschluss verfügen. Der Besuch der Einführungsveranstaltung zur idiolektischen Gesprächsführung wird empfohlen.

 

Ausnahmen

Die Aufnahme „sur dossier“ ist in Absprache mit der Studienleitung möglich. Dieses Aufnahmeverfahren erfordert eine gründliche Evaluation der vorhandenen Fähigkeiten sowie ein Aufnahmegespräch.

Anmeldung

Die Studienleitung entscheidet gestützt auf die eingereichten Anmeldeunterlagen (Lebenslauf, Motivationsschreiben, Diplomkopien) und einem persönlichen Aufnahmegespräch über die Aufnahme. Die Studienleitung behält sich vor, bei einer grossen Anzahl von Studienbewerbern eine Auswahl zu treffen.

Sprachkenntnisse

Deutsch

Organisation + Anmeldung

Der Kurs umfasst 6 ECTS-Credits und dauert ein Jahr. Die Ausbildung ist berufsbegleitend und kann zu einem CAS Kommunikation und individuelle Prozessbegleitung erweitert werden.

Unterrichtstage sind Freitagabend und Samstag ganztags. Detaillierte Kursdaten folgen. Änderungen vorbehalten.

Anmeldeschluss: 3. Juni 2019
Studienbeginn: September 2019

Studiengebühr CHF 2'750 plus Einschreibegebühr CHF 150. Die Gebühren sind steuerlich absetzbar. Wir beraten Sie gerne betreffend Ratenzahlungen und Stipendien.

6 bis 12 Teilnehmende. Mit 6 Teilnehmenden ist die Studiendurchführung garantiert.

Beratung + Veranstaltungen

Studienberatung

Studienleiter: Andreas Cincera
Telefon +41 76 329 22 46

Sekretariat: Carol Kessler
Telefon +41 31 848 49 22

Individuelle Weiterbildung

Gerne unterstützen und beraten wir Sie als Musikschullehrperson bei der Planung Ihrer individuellen beruflichen Weiterbildung, bei der Auseinandersetzung mit Fragen der Berufsidentität oder helfen Ihnen bei Ihrem Berufseinstieg.


Angebote für Musikschulen

Für Musikschulen bieten wir spezifische Weiterbildungsformate zu Inhalten aus diesem oder weiteren CAS an. Mit den sogenannten «Holkursen» können Sie unsere Experten direkt zu Ihnen an die Musikschule holen. Diese halten massgeschneiderte Weiterbildungen vom kurzen Inputreferat für die Sitzung bis zum eintägigen Kurs für Ihr Musikschulteam.

Veranstaltungen

Es sind derzeitig keine Veranstaltungen geplant.

Studienort + Infrastruktur