Subsidiaritätsprüfung auf Sozialdiensten bei Klientinnen und Klienten mit gesundheitlichen Beschwerden

Die Subsidiaritätsprüfung in Sozialdiensten ist besonders bei Klientinnen und Klienten mit gesundheitsbedingten Leistungseinschränkungen anspruchsvoll. In diesem Kurs erwerben Sie das Fachwissen dazu.

Der Kurs:

  • richtet sich an Fach- und Führungskräfte von polyvalenten Sozialdiensten und weiteren Beratungsstellen in den Handlungsfeldern der sozialen Sicherheit,
  • vermittelt Ihnen fundierte Grundkenntnisse, wie sozialversicherungsrechtliche, privatversicherungsrechtliche, haftpflicht- und opferhilferechtliche Ansprüche erkannt und geltend gemacht werden können,
  • beinhaltet einen Praxistag mit Fallbearbeitung durch begleitete Intervision in Kleingruppen.
Kursteilnehmende

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Kurs
  • Dauer 2 Kurstage
  • Unterrichtstage Diverse Durchführungsdaten
  • Anmeldefrist 1.9.2019
  • Anzahl ECTS Keine
  • Kosten CHF 690
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Soziale Arbeit
  • Nächste Durchführung 23. Oktober und 13. November 2019

Inhalt + Aufbau

Portrait

Das Subsidiaritätsprinzip besagt, dass Sozialhilfe nur dann geleistet wird, wenn eine bedürftige Person sich nicht selber helfen kann oder Hilfe von dritter Seite nicht oder nicht rechtzeitig erhältlich ist. Sozialhilfe ist somit subsidiär gegenüber der Selbsthilfe (Einkommen, Vermögen), gegenüber freiwilligen Leistungen und Leistungsverpflichtungen Dritter. Sozialhilfe wird ausgerichtet, wenn die Selbsthilfe oder die Dritthilfe nicht rechtzeitig, nicht ausreichend oder gar nicht vorhanden ist.

Die Subsidiaritätsprüfung in Sozialdiensten ist insbesondere bei Klientinnen und Klienten mit gesundheitsbedingten Leistungseinschränkungen anspruchsvoll und erfordert Fachwissen und institutionalisierte Instrumente zur Abklärung der individuellen Anspruchsberechtigung. Damit muss weitgehend verhindert werden können, dass aufgrund unsorgfältiger Prüfung der Subsidiarität öffentliche Gelder falsch verwendet werden und materielle Schäden entstehen, welche darüber hinaus auch Reputationsschäden für Sozialdienste nach sich ziehen können.

Ausbildungsziel

  • Sie sind in der Lage, Klientinnen und Klienten mit gesundheitsbedingten Leistungseinschränkungen besser zu erkennen.
  • Sie erhalten mehr Sicherheit, durch eine systematische Subsidiaritätsprüfung im Kontext von Sozial- und Privatversicherungen, Haftpflicht- und Opferhilferecht richtige Massnahmen einzuleiten.
  • Sie erkennen, wo Sozialdienste bei der Bearbeitung von Anspruchsberechtigungen an ihre Grenzen stossen und wann Spezialistinnen oder Spezialisten beigezogen werden müssen.

Sie erwerben fundierte Grundkenntnisse, wie sozialversicherungsrechtliche, privatversicherungsrechtliche, haftpflicht- und opferhilferechtliche Ansprüche erkannt und geltend gemacht werden können. 

1. Tag: Vermittlung der Theorie. Einführung mit Fallillustration, Vermittlung von Übersichtswissen aus dem Sozialversicherungsrecht, Haftpflichtrecht, Privatversicherungsrecht, Opferhilferecht, zu anspruchsrelevanten Fristen im Strafrecht und Hinweisen zur Vernetzung mit weiteren Fachstellen.

2. Tag: Praxistag mit Fallbearbeitung durch begleitete Intervision in Kleingruppen. Vernetzung mit Institutionen der Opferhilfe.

Titel + Abschluss

Kursbestätigung

Dozentinnen + Dozenten

Voraussetzungen + Zulassung

Fach- und Führungskräfte von polyvalenten Sozialdiensten und weiteren Beratungsstellen in den Handlungsfeldern der sozialen Sicherheit.

Bitte beachten Sie unsere Zulassungsbedingungen.

Organisation + Anmeldung

23. Oktober und 13. November 2019, 8.45-16.45 Uhr

Studienort + Infrastruktur