Nutzungsentwicklung: Areale - Immobilien - öffentlicher Raum

Art und Qualität der Nutzung entscheiden wesentlich darüber, wie sehr ein öffentlicher Raum, ein Areal oder eine Immobilie von den Zielgruppen, respektive vom Markt angenommen wird. Placemaking - wie Nutzungsentwicklung auch genannt wird - schafft lebendige und beliebte Orte. Das generiert Mehrwert für das gesellschaftliche Leben und für den Markt.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Modulbestätigung «Nutzungsentwicklung»
  • Dauer 4 Kurstage
  • Unterrichtstage noch offen
  • Anmeldefrist 4 Wochen vor Kursstart
  • Anzahl ECTS 0 ECTS-Credits
    (3 ECTS-Credits möglich)
  • Kosten CHF 2'600.-
    Preisstruktur und Vergünstigung siehe unter Kosten
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Burgdorf/Zürich
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Infoveranstaltung 2. März 2022, 18.00 - 20.00 online
  • Nächste Durchführung Oktober 2022

Sekretariat Weiterbildung

Inhalt + Aufbau

Portrait

Arealentwicklungen:
Die Relevanz der Nutzungsentwicklung bei Arealentwicklungen ist in den letzten Rund zehn Jahren markant gestiegen. Arealentwickler sind zumeist mit der Forderung seitens der öffentlichen Hand konfrontiert, lebendige, vielfältige und durchmischte Areale zu schaffen. Über mehrere Jahre wurde dies vielerorts versucht zu lösen, indem an alle Erdgeschossflächen innerhalb der Areale der Zwang zu publikumsorientierten Flächen gestellt wurde – mit dem Resultat der in Leerständen und zahlreichen niederwertigen EG-Nutzungen resultierenden Überproduktion publikumsorientierter Flächen. Die Nutzungsentwicklung hat inzwischen den Beweis erbracht, dass es anders gehen kann. Im idealer Weise kooperativen Vorgehen zwischen Investoren und Vertretern der Städte/Gemeinden werden spezifische Nutzungslösungen entwickelt, die in wichtigen Bereichen der neuen Areale ganz im Sinne der Gemeindevertreter das stimmige Leben und den gewünschten Arealcharakter entstehen lassen, ganz im Sinne der Investoren viele andere Flächen hingegen frei vom Druck zu publikumsorientierten Nutzungen werden.

Innenstädte:
Das Lädelisterben ist ein weitverbreitetes Phänomen, Einkaufstourismus und Online-Shopping setzten dem Handel in den Zentren weiter zu und die Angst um den Bedeutungsverlust der Stadt- und Gemeindezentren geht um. In vielen Städten und Gemeinden ist diese Angst berechtigt oder aber längst zur Realität geworden, die klaffende Wunden hinterlässt. Die Nutzungsentwicklung nimmt sich dem Wandel der Innenstädte an, entwickelt Konzepte, mit denen der Detailhandel zukunftsfähig gemacht werden kann und was noch viel wichtiger erscheint: Die Nutzungsentwicklung kann Antworten bieten, wie Zentren zu einer höheren Nutzungs- und Erlebnisvielfalt auch jenseits des Handels gebracht werden können. Jedes Zentrum braucht dabei spezifische Lösungen, die Methodik der Nutzungsentwicklung findet aber vielerorts Anklang. Raum, Nutzung und Charakter der Zentren sollen eine Symbiose eingehen und ein spezifisches Zentrumserlebnis bieten, das weit über den Konsum hinausgeht.

Shoppingcenter und andere Konsumimmobilien:
Schweizweit besteht ein Überangebot an Verkaufsflächen und doch werden weiterhin Shoppingcenter errichtet. In die Tage gekommene Anlagen kämpfen mit rückläufigem Umsatz und Leerständen, aber auch neue Konsumanlagen sind keinesfalls Selbstläufer und benötigen teils nach nur wenigen Jahren die erste Neuausrichtung. Die Nutzungsentwicklung kann den Immobilien zu spezifischen Ausrichtungen, zu neuen, bekannten Themenwelten helfen und damit einen zweiten Lebenszyklus ermöglichen, oder den ersten Lebenszyklus zu den erwarteten Zahlen verhelfen.

Die tiefgreifenden, strukturellen Veränderungen in den Branchen Retail, Gastronomie und Events erhöhen die Anforderungen in der Nutzungsentwicklungen für die Akteure in allen 3 obgenannten Dimensionen.

Starten Sie mit uns.

Ausbildungsziel

Lernen Sie in der neuen Disziplin Nutzungsentwicklung (Placemaking) die zentralen Zielstellungen in ihrer Berufstätigkeit besser zu erreichen: Beitrag zum gesellschaftlichen Leben bei Vertretern der öffentlichen Hand, Nachhaltige Markt- und Planungssicherheit und Verlässlichkeit der Renditeerwartungen bei Vertretern der Investoren/Eigentümer und zukunftsfitte Ausrichtung der Immobilien bei Vertretern aus dem Bereich Immobilienmanagement auf künftige Herausforderungen unter frühzeitiger Aufnahme der Bedürfnisse aus Nutzung und Betrieb (Facility Management).

Ihre Kompetenzen nach Abschluss des Moduls:

  • Sie kennen die Einflussfaktoren der Nutzungsentwicklung für Areal- und Immobilienentwicklung und für öffentliche Räume.
  • Sie verstehen den integralen Ansatz der Nutzungsentwicklung für Areal- und Immobilienentwicklung und für öffentliche Räume.
  • Sie kennen die Anwendungsfelder der Nutzungsentwicklung für Areal- und Immobilienentwicklung und für öffentliche Räume.
  • Sie haben das Knowhow wie mittels Nutzungsentwicklung ein wertvoller Beitrag zum gesellschaftlichen Leben geleistet wird.
  • Sie beantworten die Fragen der idealen Nutzung frühzeitig in der Entwicklung von Stadträumen, Immobilien und Arealen.
  • Sie haben ein verschärftes Verständnis wie durch die Nutzungsentwicklung in einem kooperativen Vorgehen öffentlich-private win-win Situationen generiert werden können.
  • Bedeutung der Nutzungsentwicklung in unterschiedlichen Berufsfeldern
  • Nutzungsentwicklung für Areale und den öffentlichen Raum
  • Bausteine und Mehrwerte für Nutzungsentwicklung und Areale
  • Kommunikation in der Nutzungsentwicklung
  • Marketing, USP's und Placemaking
  • Positionierung und Nutzungsstrategien
  • Asset Management / Property Management
  • Zukunftsfitness Stadt- /Gemeindezentren, Innenentwicklung und Stadtmarketing
  • Zukunft und Trends
  • Megatrends Immobilenmarkt / Auswirkungen und Nutzungsentwicklung
  • Vorlesungen und Gastvorträge
  • Lehrgespräche und Erfahrungsaustausch
  • Bearbeitung von Fallbeispielen / passende Inputreferate
  • CaseStudy an konkretem Beispiel
  • Einbinden von konkreten Veranstaltungen
  • Selbststudium
  • E-Learning (Blended Learning)

Basis für die Abschlussarbeit ist das in den Präsenztagen erworbene Wissen, das Sie praxisnah vertiefen. Dieser Transfer ist wichtig, denn nach diesem Modul sollen Sie die Konzepte der Nutzungsentwicklung nicht nur erkennen, sondern auch mitgestalten können.

Das Modul Nutzungsentwicklung kann auf Anfrage und Absprache mit dem Studienleiter mit 3 ECTS-Credits abgeschlossen werden. Die Module können auch ohne ECTS als Studentische Leistung dem MAS Real Estate Management angerechnet werden.  

Titel + Abschluss

Bestätigung zum Abschluss des Fachkurses «Nutzungsentwicklung»

Dozent*innen

Dr. Donato Acocella
Professor für Raumentwicklung an der HSR
Inhaber Dr. Donato Acocella Stadt- und Regionalentwicklung

Dr. Götz Datko
Modulleiter
Projektleiter KONTEXTPLAN

Dr. Martina Kühne
Zukunftsforscherin
Mitinhaberin Kühne Wicki Future Staff

Stefan Rotzler
Landschaftsarchitekt BSLA

Philipp Schoch
Bereichsleiter Bewirtschaftung
Mitglied der Geschäftsleitung bei Wincasa

Marcel Stoffel
Inhaber stoffelzurich

Markus Streckeisen
Inhaber Streckeisen Consulting

Kees van Elst
Head of Consulting / Partner
Mint Architecture AG

Alec von Graffenried
Stadtpräsident Bern

Sandra Wetzel
Inhaberin Sandra Wetzel Kommunikation AG

Peter Wicki
Mitglied Geschäftsleitung Zug Estates

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Das Modul Nutzungsentwicklung: Areale - Immobilien - öffentlicher Raum richtet sich an: 

  • Vertreter*innen der öffentlichen Hand (wie Stadtplaner*innen, Raumplaner-*innen), die lebendige und vielfältige Stadträume für einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben entwickeln möchten.
  • Vertreter*innen von Investoren und Eigentümern (wie Bauherrenvertreter*innen, Real Estate Manager*innen), die Areale mit einem echten Mehrwert am Markt entwickeln möchten.
  • Vertreter*innen aus dem Bereich Immobilienmanagement (wie Centermanager-*innen, Portfolio Manager*innen), die ihre Immobilien fit für die Zukunft machen wollen.

Zulassungsbedingungen

Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität oder ETH) oder Diplomabschluss in verwandten Themen. 

Ausnahmen

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden, wenn sich die Befähigung zur Teilnahme aus einem anderen Nachweis ergibt (z.B. mehrjährige Berufserfahrung und andere absolvierte Aus- und/oder Weiterbildungen). Über die Aufnahme entscheidet die Studienleitung.

Organisation + Anmeldung

Unsere Weiterbildungen finden grundsätzlich im Präsenz-Unterricht (und mit Exkursionen) statt. Einzelne Teile können hybrid (vor Ort und online) oder komplett online besucht werden. Ist eine Durchführung vor Ort nicht möglich, werden die Weiterbildungen ausschliesslich im Distanz-Unterricht via MS Teams durchgeführt.

Das Modul (Fachkurs) umfasst insgesamt 32 Lektionen, verteilt auf 4 Kurstage. Für die Vor- und Nachbearbeitung, die selbstständigen Übungen und die Ausarbeitung der Abschlussarbeit muss mit einem zusätzlichen Aufwand von ca. 40 Stunden gerechnet werden.

Die Anmeldung ist bis vier Wochen vor Kursbeginn möglich.

Regulärer Preis: CHF 2'600.- (ohne Kompetenznachweis)

Vergünstigter Preis: CHF 2'300,-- für Absolvent*innen aus CAS oder MAS REM
Vergünstigter Preis: CHF 2'340,-- für alle Mitglieder der Swiss Council Community

Aufpreis CHF 300.-- (für 3 ECTS-Credits) für den Kompetenznachweis.
Der Kompetenznachweis kann freiwillig auf Anfrage der Studierenden erbracht werden und ergibt 3 ECTS. Das Modul kann auch ohne ECTS als Studentische Leistung dem MAS Real Estate Management angerechnet werden.

Infoveranstaltungen + Beratung

Studienberatung

Anmeldung und Administration

Infoveranstaltungen

Studienort + Infrastruktur