Nutzungsentwicklung: Areale - Immobilien - öffentlicher Raum

Art und Qualität der Nutzung entscheiden wesentlich darüber, wie sehr ein öffentlicher Raum, ein Areal oder eine Immobilie von den Zielgruppen, respektive vom Markt angenommen wird. Passende Nutzungsentwicklung schafft lebendige und beliebte Orte. Das generiert Mehrwert für das gesellschaftliche Leben und für den Markt. Placemaking - wie Nutzungsentwicklung auch genannt wird - schafft lebendige und beliebte Orte.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Modulbestätigung «Nutzungsentwicklung»
  • Dauer 4 Kurstage
  • Unterrichtstage Sommer/Herbst 2021
  • Anmeldefrist 4 Wochen vor Kursstart
  • Anzahl ECTS 3 ECTS-Credits
  • Kosten regulärer Preis: CHF 2'900.-
    vergünstigter Preis: CHF 2'600,- (für alle Mitglieder der Swiss Council Community)
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Raum Bern
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Durchführung Sommer/Herbst 2021

Inhalt + Aufbau

Portrait

Arealentwicklungen: Die Relevanz der Nutzungsentwicklung bei Arealentwicklungen ist in den letzten Rund zehn Jahren markant gestiegen. Arealentwickler sind zumeist mit der Forderung seitens der öffentlichen Hand konfrontiert, lebendige, vielfältige und durchmischte Areale zu schaffen. Über mehrere Jahre wurde dies vielerorts versucht zu lösen, indem an alle Erdgeschossflächen innerhalb der Areale der Zwang zu publikumsorientierten Flächen gestellt wurde – mit dem Resultat der in Leerständen und zahlreichen niederwertigen EG-Nutzungen resultierenden Überproduktion publikumsorientierter Flächen. Die Nutzungsentwicklung hat inzwischen den Beweis erbracht, dass es anders gehen kann. Im idealer Weise kooperativen Vorgehen zwischen Investoren und Vertretern der Städte/Gemeinden werden spezifische Nutzungslösungen entwickelt, die in wichtigen Bereichen der neuen Areale ganz im Sinne der Gemeindevertreter das stimmige Leben und den gewünschten Arealcharakter entstehen lassen, ganz im Sinne der Investoren viele andere Flächen hingegen frei vom Druck zu publikumsorientierten Nutzungen werden.

Innenstädte: Das Lädelisterben ist ein weitverbreitetes Phänomen, Einkaufstourismus und Online-Shopping setzten dem Handel in den Zentren weiter zu und die Angst um den Bedeutungsverlust der Stadt- und Gemeindezentren geht um. In vielen Städten und Gemeinden ist diese Angst berechtigt oder aber längst zur Realität geworden, die klaffende Wunden hinterlässt. Die Nutzungsentwicklung nimmt sich dem Wandel der Innenstädte an, entwickelt Konzepte, mit denen der Detailhandel zukunftsfähig gemacht werden kann und was noch viel wichtiger erscheint: Die Nutzungsentwicklung kann Antworten bieten, wie Zentren zu einer höheren Nutzungs- und Erlebnisvielfalt auch jenseits des Handels gebracht werden können. Jedes Zentrum braucht dabei spezifische Lösungen, die Methodik der Nutzungsentwicklung findet aber vielerorts Anklang. Raum, Nutzung und Charakter der Zentren sollen eine Symbiose eingehen und ein spezifisches Zentrumserlebnis bieten, das weit über den Konsum hinausgeht.

Shoppingcenter und andere Konsumimmobilien: Schweizweit besteht ein Überangebot an Verkaufsflächen und doch werden weiterhin Shoppingcenter errichtet. In die Tage gekommene Anlagen kämpfen mit rückläufigem Umsatz und Leerständen, aber auch neue Konsumanlagen sind keinesfalls Selbstläufer und benötigen teils nach nur wenigen Jahren die erste Neuausrichtung. Die Nutzungsentwicklung kann den Immobilien zu spezifischen Ausrichtungen, zu neuen, bekannten Themenwelten helfen und damit einen zweiten Lebenszyklus ermöglichen, oder den ersten Lebenszyklus zu den erwarteten Zahlen verhelfen.

Die tiefgreifenden, strukturellen Veränderungen in den Branchen Retail, Gastronomie und Events erhöhen die Anforderungen in der Nutzungsentwicklungen für die Akteure in allen 3 obgenannten Dimensionen.

Starten Sie mit uns.

Ausbildungsziel

Lernen Sie in der neuen Disziplin Nutzungsentwicklung (Placemaking) die zentralen Zielstellungen in ihrer Berufstätigkeit besser zu erreichen: Beitrag zum gesellschaftlichen Leben bei Vertretern der öffentlichen Hand, Nachhaltige Markt- und Planungssicherheit und Verlässlichkeit der Renditeerwartungen bei Vertretern der Investoren/Eigentümer und zukunftsfitte Ausrichtung der Immobilien bei Vertretern aus dem Bereich Immobilienmanagement auf künftige Herausforderungen unter frühzeitiger Aufnahme der Bedürfnisse aus Nutzung und Betrieb (Facility Management).

Ihre Kompetenzen nach Abschluss des Moduls:

  • Sie kennen die Einflussfaktoren der Nutzungsentwicklung für Areal- und Immobilienentwicklung und für öffentliche Räume.
  • Sie verstehen den integralen Ansatz der Nutzungsentwicklung für Areal- und Immobilienentwicklung und für öffentliche Räume.
  • Sie kennen die Anwendungsfelder der Nutzungsentwicklung für Areal- und Immobilienentwicklung und für öffentliche Räume.
  • Sie haben das Knowhow wie mittels Nutzungsentwicklung ein wertvoller Beitrag zum gesellschaftlichen Leben geleistet wird.
  • Sie beantworten die Fragen der idealen Nutzung frühzeitig in der Entwicklung von Stadträumen, Immobilien und Arealen.
  • Sie haben ein verschärftes Verständnis wie durch die Nutzungsentwicklung in einem kooperativen Vorgehen öffentlich-private win-win Situationen generiert werden können.

Der Weiterbildungskurs zeichnet sich durch eine kompakte Dauer sowie einen hohen Praxisbezug aus und ist im beruflichen Alltag unmittelbar anwendbar.

Bedeutung der Nutzungsentwicklung

  • Entstehung der Disziplin Nutzungsentwicklung
  • Einordnung und Abgrenzung
  • Ideen und Ziele

Prinzipien und Methoden

  • Kooperative Prozessgestaltung
  • Synergien von Nutzung, Raum und Charakter
  • Methoden in Konzeption und Umsetzung

Bausteine

  • Nutzungs- und Marktanalyse
  • Zielgruppendefinition
  • Nutzungskonzepte und Visionen
  • Nutzungsprogrammierung
  • Identitätsentwicklung

Nutzungsentwicklung für Areale

  • Fallstudien
  • Zielsetzungen, Anforderungen und Lösungen
  • Mehrwertgeneration

Nutzungsentwicklung für Immobilien

  • Fallstudien
  • Shopping Center, Bahnhöfe und weitere Einkaufsimmobilien
  • Property Management

Nutzungsentwicklung für den öffentlichen Raum

  • Fallstudien
  • kooperative Zentrumsentwicklung
  • zukunftsfitte Innenstädte und Ortskerne
  • Nachverdichtungen und Transformationen

Nutzungsentwicklung als Basis für die Kommunikation

  • Öffentlichkeitsarbeit und Projektkommunikation
  • Branding und Imagearbeit
  • Vorlesungen und Gastvorträge
  • Lehrgespräche und Erfahrungsaustausch
  • Bearbeitung von Fallbeispielen / passende Inputreferate
  • CaseStudy an konkretem Beispiel
  • Einbinden von konkreten Veranstaltungen
  • Selbststudium
  • E-Learning (Blended Learning)

Basis für die Abschlussarbeit ist das in den Präsenztagen erworbene Wissen, das Sie praxisnah vertiefen. Dieser Transfer ist wichtig, denn nach diesem Modul sollen Sie die Konzepte der Nutzungsentwicklung nicht nur erkennen, sondern auch mitgestalten können.

Titel + Abschluss

Modulbestätigung «Nutzungsentwicklung»

Dozentinnen + Dozenten

Modulleiter

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Das Modul Nutzungsentwicklung: Areale - Immobilien - öffentlicher Raum richtet sich an: 

  • Vertreter*innen der öffentlichen Hand (wie Stadtplaner*innen, Raumplaner-*innen), die lebendige und vielfältige Stadträume für einen Beitrag zum gesellschaftlichen Leben entwickeln möchten.
  • Vertreter*innen von Investoren und Eigentümern (wie Bauherrenvertreter*innen, Real Estate Manager*innen), die Areale mit einem echten Mehrwert am Markt entwickeln möchten.
  • Vertreter*innen aus dem Bereich Immobilienmanagement (wie Centermanager-*innen, Portfolio Manager*innen), die ihre Immobilien fit für die Zukunft machen wollen.

Zulassungsbedingungen

Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität oder ETH) oder Diplomabschluss in verwandten Themen. Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden.

Ausnahmen

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden, wenn sich die Befähigung zur Teilnahme aus einem anderen Nachweis ergibt (z.B. mehrjährige Berufserfahrung und andere absolvierte Aus- und/oder Weiterbildungen). Über die Aufnahme entscheidet die Studienleitung.

Organisation + Anmeldung

Das Modul (Fachkurs) umfasst insgesamt 32 Lektionen, verteilt auf 4 Kurstage. Für die Vor- und Nachbearbeitung, die selbstständigen Übungen, die Vorbereitung der schriftlichen Prüfungen und die Ausarbeitung der Abschlussarbeit muss mit einem zusätzlichen Aufwand von ca. 270 Stunden gerechnet werden.

Sommer / Herbst 2021
Die genauen Daten werden noch bekanntgegeben und hier publiziert.

Die Anmeldung ist bis vier Wochen vor Kursbeginn möglich.

Regulärer Preis: CHF 2'900.- 

Vergünstigter Preis: CHF 2'600,-
Der vergünstigte Preis gilt für Mitglieder der Swiss Council Community (SCC).

Infoveranstaltungen + Beratung

Studienberatung

Studienleiter

Anmeldung und Administration

Studienort + Infrastruktur