Modul Schutzmassnahmen im Gebirge

In diesem Modul lernen Sie, Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren, die typischerweise im Gebirge auftreten, zu projektieren und umzusetzen.

In diesem Modul

  • werden Massnahmen zum Schutz vor typischen Naturgefahren im Gebirge behandelt,
  • ermitteln Sie die Einwirkungen dieser Naturgefahren auf Bauobjekte,
  • setzen Sie sich mit Gefährdungs- und Schadensbildern infolge dieser Naturgefahren auseinander,
  • entwerfen, planen und dimensionieren Sie Massnahmen zum Schutz vor diesen Naturgefahren.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Teilnahmebestätigung «Schutzmassnahmen im Gebirge»
  • Dauer 6 Kurstage
  • Unterrichtstage 23.1. / 24.1. / 20.2. / 21.2. / 19.3. / 20.3.2020
    Änderungen vorbehalten
  • Anmeldefrist Vier Wochen vor Modulbeginn
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 2'800.–
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Burgdorf
  • Departement Architektur, Holz und Bau
  • Nächste Durchführung Januar bis März 2020

Inhalt + Aufbau

Ausbildungsziel

Nach Abschluss des Moduls kennen Sie das Spektrum von Massnahmen zum Flächen- und Objektschutz vor Naturgefahren, die typischerweise im Gebirge von Bedeutung sind, d.h. Hochwasser von Wildbächen, Murgang, Hangmuren, Rutschungen, Steinschlag, Lawinen und Schneedruck. Anhand der nötigen Ausgangsdaten zu diesen Naturgefahren können Sie deren Einwirkungen auf Bauobjekte ermitteln. Sie sind in der Lage, bauliche Massnahmen zum Objektschutz unter Berücksichtigung rechtlicher, ökonomischer, ökologischer und ästhetischer Kriterien auszuwählen, zu entwickeln und für die Umsetzung zu bemessen.

 

  • Gefährdungs/Schadensbilder und Lastfälle für Bauobjekte durch Naturgefahren, die typischerweise im Gebirge auftreten:
    • Hydrologische Naturgefahren: Hochwasser Wildbach, Murgang
    • Gravitative Naturgefahren: Hangmuren, Rutschungen (permanente, spontane), Steinschlag/Sturz, Lawinen/Schneegleiten
  • Ermittlung der Einwirkungen dieser Naturgefahren auf Bauwerke
  • Auswahl, Konzeption, Bemessung und Erhaltung von Schutzmassnahmen vor diesen Einwirkungen
  • Fallbeispiele und Übungen zum Objektschutz vor typischen Gebirgs-Naturgefahren
  • Praxisbeispiele zu umgesetzten Objekt- und Flächenschutzmassnahmen vor Naturgefahren im Gebirge
  • Exkursionen in die Berner (Vor-)Alpen
  • Diskussion über Erfahrungen der Teilnehmenden zu Gefahren und Schäden infolge Naturgefahren im Gebirge und baulichen Lösungen zum Schutz davor
  • Interaktive Vorlesungen, Erfahrungsaustausch und Diskussionen
  • Gruppenarbeiten und -übungen
  • Neuste Erkenntnisse aus Forschung/Entwicklung und Praxis
  • Studium von Best-Practice-Beispielen mit Reflexion
  • Exkursionen, Besichtigung von Gefahrensituationen und Schutzmassnahmen
  • Inputreferate ausgewiesener Fachleute
  • Selbststudium
  • E-Learning
  • Lernjournal
  • Coaching und persönliche Betreuung

Als Kompetenznachweis erstellen die Teilnehmer und Teilnehmerinnen ein Lernjournal.

Titel + Abschluss

Dozentinnen + Dozenten

Dr. Thomas Egli
Geschäftsführer Egli Engineering AG

Dr. Corinna Wendeler
CTO Geobrugg AG

Werner Gerber
Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft

Stefan Margreth
Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF

Dr. Katharina Schwarz-Platzer
Projektleiterin BFH

Beat Brunner
Emch+Berger

Dr. Martin Frei
Geschäftsleiter MFrei Infra GmbH

 

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Das Modul richtet sich an Ingenieurinnen des Bau-, Forst-, Kultur- oder Umweltingenieurwesens, Naturwissenschaftler aus Disziplinen wie Geographie, Geologie, Meteorologie oder Umweltwissenschaften sowie an Architektinnen und Raumplaner. Angesprochen sind Berufstätige in Planungsbüros, Firmen, (Gebäude-)Versicherungen und Behörden mit dem räumlichen Fokus auf Gebirgsräume.

Zulassungsbedingungen

Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität) in den oben genannten Fachrichtungen oder erfolgreicher Abschluss des VKF-Kurses Naturgefahrenfachperson

Schulische Voraussetzungen

Hochschulabschluss (Fachhochschule, Universität, ETH) oder eine gleichwertige Qualifikation.

Ausnahmen

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht über einen der geforderten Abschlüsse verfügen, können «sur dossier» zugelassen werden.

Organisation + Anmeldung

Das Modul umfasst 44 Lektionen Kontaktunterricht verteilt auf sechs Tage sowie 19 Lektionen E-Learning zur Vorbereitung. Für die Nachbereitung anhand von vertiefendem Selbststudium, selbstständigen Übungen und dem Erstellen des Lernjournals muss mit einem zusätzlichen Aufwand von ca. 33 Stunden gerechnet werden.

23.1. / 24.1. / 20.2. / 21.2. / 19.3. / 20.3.2020

Änderungen vorbehalten

Anmeldefrist ist vier Wochen vor Modulbeginn.

CHF 2'800.– für das Modul  

CHF 6'500.–  für das gesamte CAS Schutz vor Naturgefahren
 

Max. 25 Personen

Für Personen, die den Kurs mit einem Zertifikat und den ECTS-Credits abschliessen wollen, gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen für Weiterbildungsveranstaltungen mit ECTS-Credits an der Berner Fachhochschule.

Studienort + Infrastruktur