KI in den Hilfen zur Erziehung

Das Projekt fördert den digitalen Wandel in der Sozialen Arbeit, indem es gemeinsam mit Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg bestehende KI-Anwendungen vorstellt, reflektiert und auf Praxistauglichkeit diskutiert.

Fiche signalétique

  • Départements participants Travail Social
  • Institut(s) Institut de didactique spécialisée, développement de la profession et transformation numérique
  • Organisation d'encouragement Autres
  • Durée (prévue) 01.04.2025 - 31.05.2026
  • Direction du projet Prof. Dr. Christina Sabine Plafky

Situation

Die Soziale Arbeit steht im Spannungsfeld wachsender Anforderungen und begrenzter Ressourcen. Besonders in der Kinder- und Jugendhilfe führen steigende Fallzahlen, komplexe Problemlagen und der Fachkräftemangel zu einer erhöhten Belastung der Fachpraxis. Gleichzeitig eröffnet die digitale Transformation neue Möglichkeiten, Arbeitsprozesse zu entlasten und die Qualität sozialpädagogischer Entscheidungen zu unterstützen. Technologien der Künstlichen Intelligenz (KI) rücken dabei zunehmend in den Fokus. Während KI-Systeme in anderen gesellschaftlichen Bereichen – etwa im Gesundheitswesen oder der Justiz – bereits etabliert sind, ist ihre Anwendung in der Sozialen Arbeit bislang kaum erprobt. Es fehlt an systematischer Auseinandersetzung, an Orientierung in Bezug auf bestehende KI-Lösungen und an einem reflektierten Diskurs über deren Potenziale, Risiken und ethische Implikationen. Gerade im sensiblen Feld der erzieherischen Hilfen bedarf es eines kritischen, professionsgeleiteten Umgangs mit neuen Technologien. Das Projekt setzt an dieser Stelle an: Ziel ist es, bestehende KI-Anwendungen sichtbar zu machen und gemeinsam mit Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg deren Relevanz, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen für die Praxis zu diskutieren. Dabei werden sowohl fachliche als auch ethische und datenschutzrechtliche Aspekte berücksichtigt.