Co-Creation-Lab BSc Soziale Arbeit (BFH)

Kooperative Studienganggestaltung mittels pädagogischer Partnerschaft zwischen Hochschule, Praxis und Studierendenschaft. Ausführliche Konzeption mit theoretischer und empirischer Untermauerung.

Factsheet

  • Schools involved School of Social Work
  • Institute(s) Institute for Specialised Didactics, Profession Development and Digitalisation
  • Strategic thematic field Thematic field "Sustainable Development"
  • Duration 01.03.2026 - 30.06.2026
  • Head of project Prof. Dr. Judith Studer
  • Keywords Co-Creation, Bachelor, Partiziaption, Öffnung, Qualitätsentwicklung, Studierende, Praxis, Stakeholdermanagement, Hochschule

Situation

Der Studiengang bewegt sich in einem dynamischen Umfeld: Die Handlungsfelder der Sozialen Arbeit verändern sich kontinuierlich aufgrund gesellschaftlicher, digitaler und fachlicher Entwicklungen. Gleichzeitig wandeln sich die Voraussetzungen, Lernstile und Erwartungen der Studierenden. Theorie und Forschung zeigen, dass ein kontinuierlicher Einbezug von Praxisvertretenden und Studierenden als zentrale Stakeholder einen hohen Mehrwert schafft. Er unterstützt die Entwicklung eines attraktiven, berufsbefähigenden und nachgefragten Studiums, das sowohl den Lebenswelten der Studierenden als auch den aktuellen und zukünftigen Anforderungen der Praxis entspricht. In der Umsetzung scheitert eine nachhaltige Beteiligung jedoch häufig an begrenzten zeitlichen Ressourcen und bleibt vom individuellen Engagement Einzelner abhängig. Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass eine institutionalisierte und formalisierte Zusammenarbeit zu einer verlässlichen, ressourcenschonenden und nachhaltigen Einbindung zentraler Akteur*innen beitragen kann. Obwohl entsprechende Ansätze historisch verankert sind und in der Literatur zunehmend diskutiert werden, sind sie im deutschsprachigen Hochschulraum bislang wenig etabliert. An diesem Punkt setzte das Bildungsurlaubsprojekt von Prof. Dr. Judith Studer an. Ziel war die Entwicklung eines Konzepts für eine langfristig angelegte, institutionalisierte Zusammenarbeit zwischen Studierenden, Praxisvertretenden und Hochschulangehörigen.

Course of action

Für die Erreichung dieses Ziels wurden drei Zugänge gewählt: (I) Theoretischer Zugang Kenntnisse zur Mitwirkung zentraler Stakeholder im Kontext der Hochschullehre wurden vertieft und erweitert durch die systematische Analyse bestehender Literaturbeiträge. Von zentraler Bedeutung für das Projekt erwiesen sich insbesondere die zahlreich zitierten und referenzierten Beiträge von Bovill (2017), Healey, Flint & Harrington (2014, 2016) und Healey & Healey (2019) sowie der PRACTICAL GUIDE. Scaling up student-staff partnership in higher education von Mercer-Mapstone und Marie (2019). (II) Empirischer Zugang Weiter suchte die Projektleiterin den Austausch mit Hochschulen, die bereits über Erfahrungen mit (institutionalisierten) Formen der Zusammenarbeit zwischen Praxis, Studierenden und Hochschule verfügen, um konkrete Umsetzungsmodelle und die dabei gemachten Erfahrungen kennenzulernen. (III) Konzeptioneller Zugang Schliesslich wurde auf der Grundlage der Erkenntnisse aus den ersten beiden Zugängen für den Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit an der BFH ein Konzept für einen institutionalisierten und nachhaltigen aktiven Einbezug von Praxisvertretenden und Studierenden entwickelt. Herzstück des Konzepts bildet dabei die Einrichtung eines Co-Creation-Labs, in dem Studierende, Praxisvertretende und im Bachelor involvierte Hochschulangehörige gemeinsam Anliegen und Fragen rund um den Bachelor-Studiengang bearbeiten.

Result

Die theoretischen wie empirischen Erkenntnisse sind im Dokument «Ausführliche Konzeption mit theoretischer und empirischer Untermauerung» (verlinkt) festgehalten.

Looking ahead

Das weitere Vorgehen sieht die Pilotierung der Konzeptumsetzung vor. Als Pilot dient die im Studienjahr 2026/27 stattfindende, umfassende Evaluation des Bachelor-Studiengangs, in deren Rahmen ein erweitertes Entwicklungsteam – bestehend aus Studierenden, Hochschulangehörigen und Praxisvertretenden – zum Einsatz kommt. Geplant ist weiter, den Piloten auszuwerten und auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse im Frühjahr 2027 einen Entscheid darüber zu fällen, ob das Co-Creation-Lab per Studienjahr 2027/28 offiziell implementiert wird.

This project contributes to the following SDGs

  • 4: Quality education