Art comme recherche: processus cognitifs et créatifs

In diesem Forschungsfeld des Forschungsschwerpunktes Interpretation sind wissenschaftliche und künstlerische Forschungsprojekte angesiedelt, bei denen sich Forschende aus Kunst und Wissenschaft mit ästhetischen Praktiken intermedialer Künste im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen auseinandersetzen.

Es stellt künstlerische Gestaltungs- und Erkenntnisprozesse ins Zentrum. In Forschungsprojekten werden künstlerische Praktiken der Erkenntnisproduktion detailliert erkundet. Des Weiteren werden sie entwickelt und eingesetzt, um aktuellen Fragen nach Körperlichkeit, Materialität und Subjektkonstitution in gesellschaftlich-historischen und kulturellen Kontexten nachzugehen. Methodisch greifen die Projekte auf Interviews, Fotoelizitationen, teilnehmende Beobachtung u.a.m. zu.

Das Forschungsfeld rückt experimentelle Vorgehensweisen sowie Formen des Denkens durch eine künstlerisch-ästhetische, performative, medienübergreifende Praxis und die damit einhergehenden sprachlichen und nicht-sprachlichen Wissensformen ebenfalls in den Fokus. Ferner kommt Seh- und Erkenntnisprozessen der Kunstwahrnehmung sowie der bildlichen Bedeutungskonstitution eine zentrale Rolle zu.

Das Forschungsfeld hat direkte Wirkung in die Lehre der HKB, indem in verschiedenen Lehr- und Diskussionsgefässen Themen, Konzepte und Grundlagen der „Kunst als Forschung“ diskutiert werden. Diese Auseinandersetzung führt zum einen zu Forschungsprojekten und zum anderen zu einer durch Forschung erweiterten Arbeitsperspektive der Studierenden.

Laufende Projekte

Dancing Together

What is at stake in dancing together? Focusing on the oeuvre of choreographer William Forsythe, our aim here is to understand the experience of dancing together, from the perspective of the dancers. This inductive study applies mixed methodology in considering Forsythe's 'Duo' over the course of its history (1996-2016). Live and archival sources are analysed using approaches derived from ethnography, dance studies and cognitive science. Further investigation reveals that dancing together poses matters relevant to many different discourses (i.e. subjectivity, form, entrainment, intimacy, habitus, decision and discovery).

Practices of Aesthetic Thinking

A collaborative network of all four German-language universities of the arts in Switzerland is aiming to develop a self-contained epistemology of aesthetics. This project seeks to identify a specific form of knowledge in aesthetics that is distinct from other, conceptual, discursive or 'propositional' forms of knowledge in the sciences and philosophy. The general thesis is that practices themselves are not always bound up with a specific form of thinking (which is based in judgement), but that there are also forms of practices that performatively induce reflexivity.

Methoden der sprechkünstlerischen Probenarbeit im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater

Das Forschungsprojekt bewegt sich im Umfeld des postdramatischen Theaters und untersucht die Entstehung unterschiedlicher Sprechweisen innerhalb von Inszenierungsprozessen im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater. Es stellt die Frage, wie der Erarbeitungs- und sprechkünstlerische Gestaltungsprozess eines Textes in der Zusammenarbeit von Schauspieler*innen und Regisseuren erfolgt und welche Methoden und Praktiken dabei zum Einsatz kommen. Ziel ist es, methodische Ansätze der Textarbeit, wie sie heute im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater eingesetzt werden, herauszuarbeiten, um sie in einem weiteren Schritt für die Lehre innerhalb der Schauspielausbildung nutzbar zu machen. Das Forschungsprojekt kommt damit der Forderung nach, Ausbildungsinhalte im Hinblick auf die reale Theaterpraxis zu überprüfen und zu überdenken.

Bilder kippen! Aspektsehen in künstlerischer Praxis und Lehre

Das Forschungsprojekt bewegt sich im Umfeld des postdramatischen Theaters und untersucht die Entstehung unterschiedlicher Sprechweisen innerhalb von Inszenierungsprozessen im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater. Es stellt die Frage, wie der Erarbeitungs- und sprechkünstlerische Gestaltungsprozess eines Textes in der Zusammenarbeit von Schauspieler*innen und Regisseuren erfolgt und welche Methoden und Praktiken dabei zum Einsatz kommen. Ziel ist es, methodische Ansätze der Textarbeit, wie sie heute im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater ingesetzt werden, herauszuarbeiten, um sie in einem weiteren Schritt für die Lehre innerhalb der Schauspielausbildung nutzbar zu machen. Das Forschungsprojekt kommt damit der Forderung nach, Ausbildungsinhalte im Hinblick auf die reale Theaterpraxis zu überprüfen und zu überdenken.

Digitales Kapital im Einsatz: Zur Transformation digitaler Praktiken in den Kunstausbildungen

Welche digitalen Praktiken wenden Studierende in der Abschlussphase ihrer Kunstausbildung an, wo haben sie diese gelernt und wie werden sie evaluiert? Vor allem aber: wie prägen diese ihr studentisches Selbst? Sich diesen Fragen widmend untersucht die Studie Unterschiede in der Ordnung und Hierarchisierung des sozialen Raumes hinsichtlich der Zirkulation eines digitalen Kapitals (in Anlehnung an Bourdieus Kapitaltheorie). Damit liefert das Projekt Erkenntnisse zu Zusammenhängen zwischen der digitalen Transformation der Gesellschaft und den sozialen Chancen von Kunststudierenden.

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