Koordinationsstelle für die Belange der nationalen Bodenbeobachtung NABO

Der heutige Umgang mit unserem Boden ist nicht nachhaltig und für viele Bodenbedrohungen stehen keine Daten zur Verfügung. Für die Zukunft wird die Nationale Bodenbeobachtung deshalb umfassend neu ausgerichtet und thematisch erweitert.

Fiche signalétique

  • Département responsable Haute école des sciences agronomiques, forestières et alimentaires
  • Institut Agronomie
  • Unité de recherche Sols et géoinformation
  • Organisation d'encouragement Schweizerische Eidgenossenschaft (Bundesverwaltung)
  • Durée (prévue) 01.01.2022 - 31.12.2025
  • Responsable du projet Dr. Thomas Drobnik
  • Direction du projet Dr. Thomas Drobnik
  • Équipe du projet Dr. Thomas Drobnik

Situation

In den 80er-Jahren wurde die heute bestehende Nationale Bodenbeobachtung mit Fokus auf die damals drängenden Probleme, insbesondere auf den Eintrag von Schwermetallen, aufgebaut. Während diese Themen aufgrund ihres Schadpotentials nach wie vor Beobachtungsbedarf haben, so kamen in den letzten Jahren durch den anhaltend hohen Verlust guter Böden aufgrund von Überbauungen innerhalb und ausserhalb von Bauzonen weitere Themen in den Fokus, die im bestehenden Bodenbeobachtungsnetz bis anhin nicht berücksichtigt wurden. Die Arbeiten zur Neuausrichtung der Nationalen Bodenbeobachtung erfolgen in enger Zusammenarbeit zwischen den involvierten Bundesämtern, den Kantonen und dem Kompetenzzentrum Boden. Neben der Fortführung der Beobachtung der Belastung durch Schwermetalle sollen neue Schadstoffe und Daten zu Bodengefährdungen wie Fremdstoffe, Verdichtung, Erosion, Versauerung und quantitativer sowie qualitativer Bodenverlust regelmässig erhoben werden. Das Erbringen dieser Leistungen bedarf in vielen Fällen noch Forschung und Methodenentwicklung. Ziel ist es, dass der Zustand der Schweizer Böden anhand von griffigen Indikatoren dargestellt werden kann, welche in politischen Entscheidungen berücksichtigt werden können und auch für die Vielzahl an Akteuren aus Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung sowie Klima- und Naturschutz eine wertvolle Entscheidungsgrundlage für eine nachhaltige Nutzung der Ressource Boden bereitstellt.