Sicherer Umgang mit Grenzüberschreitungen in der familienergänzenden Betreuung
Wir entwickeln im Auftrag des Kantons Bern (GSI) praxistaugliche Instrumente zur wirksamen Unterstützung von Kitas, Tagesfamilienorganisationen und Tagesfamilien in der Prävention von und im Umgang mit Grenzüberschreitungen.
Fiche signalétique
- Départements participants Travail Social
- Institut(s) Institut organisation et gestion sociale
- Organisation d'encouragement Autres
- Durée (prévue) 03.11.2025 - 31.12.2026
- Direction du projet Prof. Dr. Emanuela Chiapparini
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Équipe du projet
Mila Witschi
Rahel Maria Portmann
Myriam Jennifer Franiek
Prof. Dr. Claudio Domenig
Regina Jenzer - Mots-clés Grenzüberschreitendes Verhalten, Prävention, familienergänzende Betreuung, AIS, Tagesfamilien, Kita, Forschung, Entwicklung von Instrumenten, Weiterbildung
Situation
Die Abteilung Behinderung, Familie und Opferhilfe (BFO) des Amts für Integration und Soziales (AIS) des Kantons Bern verantwortet unter anderem die Bewilligung, die Aufsicht sowie die fachliche Weiterentwicklung im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf Grenzüberschreitungen von Betreuungspersonen gegenüber Kindern gelegt, die zuweilen erhebliche Herausforderungen für die Beteiligten bedeuten. Grenzüberschreitungen müssen erkannt, eingeordnet und bearbeitet werden. So bestehen immer wieder Lücken, insbesondere in der präventiven Arbeit, der Handlungssicherheit bei Verdachtsfällen und bei konkreten Vorfällen sowie in der Kommunikation mit Eltern und Behörden. Vor diesem Hintergrund wird im Auftrag des AIS ein Projekt zur Professionalisierung der Prävention und des Krisenmanagements bei Grenzüberschreitungen in familienergänzenden Betreuungsstrukturen konzipiert und umgesetzt. Auf Basis neu zu erarbeitender fachlicher Grundlagen sollen die in diesem Bereich tätigen Institutionen und Personen sensibilisiert und ihre Handlungssicherheit nachhaltig gestärkt werden.
Approche
Nachdem bestehende Konzepte aus der Schweiz, dem Kanton Bern und anderen Regionen recherchiert und analysiert sind, wird der genaue Bedarf an Hilfestellungen und Unterstützung im Bereich Grenzüberschreitungen von Betreuungspersonen analysiert. Dazu führen wir mit wichtigen Stakeholdern aus dem Feld der familienergänzenden Kinderbetreuung und weiteren Fachpersonen Interviews, um die Herausforderungen detailliert und in ihren verschiedenen Nuancen zu verstehen und den Unterstützungsbedarf herauszuarbeiten. Auf dieser Basis entwickelt unser interprofessionelles Expert*innenteam Leitlinien, Merkblätter, Prozessabläufe und Meldeformulare. Nach einer Vernehmlassung werden die Materialien finalisiert und in einer Schulung für Tagesfamilienorganisationen vermittelt.