Quartierplatz Untermatt. Gemeinsam Freiraum schaffen.

Ein partizipativer Entwicklungsprozess für den neuen Quartierplatz: Gemeinsam mit Bevölkerung, Landschaftsarchitektur und Soziokultur werden Nutzungen erprobt. Ziel ist ein inklusiver, lebendiger Freiraum für Spiel, Begegnung und Teilhabe.

Fiche signalétique

  • Départements participants Travail Social
  • Institut(s) Institut diversité sociale et culturelle
  • Organisation d'encouragement Autres
  • Durée (prévue) 28.08.2026 - 30.06.2027
  • Direction du projet Prof. Dr. Annina Tischhauser
  • Mots-clés Partizipation, Diversität, Sozialraum, Interventionen

Situation

Der neue Quartierplatz Untermatt, der jetzt noch als Parkplatz genutzt wird, soll Schritt für Schritt als lernender Freiraum entstehen, der sich durch Nutzung, Beteiligung und gemeinsame Erfahrungen kontinuierlich (weiter-)entwickelt. Im Zentrum der Projektphase bis Juni 2027 steht eine prozesshafte Planung, die möglichst vielen Menschen die Mitgestaltung des Platzes ermöglicht. Kinder, Jugendliche und weitere Anwohnende sollen ihre Ideen, Bedürfnisse und Erfahrungen einbringen können. Ziel ist ein lebendiger Ort für Spiel, Begegnung, Erholung und Dialog, der unterschiedliche Interessen zusammenführt und vielfältige Nutzungen zulässt. Der Ansatz fördert eine breite Aneignung des öffentlichen Raums und schafft Möglichkeiten für Naturerfahrungen in einem dicht bebauten Quartier. Bestehende Ressourcen wie Spielgeräte und Bauteile aus dem Quartier sollen weitergenutzt und sorgfältig in die Entwicklung integriert werden. Besonderes Augenmerk gilt einem niederschwelligen und inklusiven Beteiligungsprozess, der auch nicht organisierte oder bisher wenig erreichte Bevölkerungsgruppen anspricht. Ausgangspunkt dafür bilden bereits laufende Aktivitäten im Quartier. Durch Methoden des Social Design und ein Vorgehen entlang von Interventionen werden Mitgestaltung, Selbstorganisation und gemeinsames Lernen gefördert. Nutzungen und Gestaltungsideen werden gemeinsam ausprobiert, beobachtet, angepasst oder wieder verworfen.

Approche

Der Beteiligungsprozess baut auf bestehenden Mitwirkungsaktivitäten im Quartier auf und ergänzt diese durch neue Formen der Vernetzung. Im Zentrum stehen partizipative und niederschwellige Interventionen, die Menschen in ihrem Alltag ansprechen, Begegnung und Dialog fördern sowie eine aktive Mitgestaltung des Quartierplatzes ermöglichen. Ziel ist es, möglichst unterschiedliche Bevölkerungsgruppen einzubeziehen, vielfältige Ideen zu sammeln und Selbstorganisation zu unterstützen. Der Prozess umfasst vier Phasen. In einer ersten Phase wird ein Kernteam aus Fachpersonen, lokalen Akteur*innen und Quartierbewohnenden aufgebaut. Gemeinsam werden Bedürfnisse, räumliche und soziale Rahmenbedingungen sowie planerische Vorgaben analysiert. In der zweiten Phase werden bestehende Netzwerke erweitert und erste Beteiligungsaktivitäten in bereits etablierten Gefässen umgesetzt. Dabei werden Informationen vermittelt, Mitwirkungsmöglichkeiten sichtbar gemacht und erste Ideen für die zukünftige Nutzung gesammelt. Die dritte Phase versteht den Quartierplatz als Experimentier- und Lernraum. In Testnutzungen, Pflanzaktionen und weiteren Interventionen werden Bedürfnisse erkundet, Nutzungen erprobt und Erfahrungen gesammelt. Beobachtungen und Rückmeldungen fliessen laufend in die Planung ein. Dabei werden unterschiedliche Ansprüche an Spiel, Begegnung, Naturerfahrung und Hindernisfreiheit miteinander ausgehandelt. Eine abschliessende Auswertung dient viertens dazu, Erkenntnisse zu sichern.

Ce projet contribue aux objectifs de développement durable suivants

  • 3: Accès à la santé
  • 10: Réduction des inégalités
  • 11: Villes et communautés durables